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Spinat anbauen: Wann, wo & wie?

Der Anbau von Spinat ist leicht und auch für Anfänger vielversprechend. Wir verraten, was man beim Anbauen von Spinat hinsichtlich Zeitpunkt, Standort und Vorgehen beachten sollte. Außerdem geben wir Tipps zur Pflege und zum Überwintern.

Spinat-Pflanzen in einem Beet
Spinat anzubauen gelingt auch Gartenanfängern [Foto: Papava/ Shutterstock.com]

Wer frischen Spinat (Spinacia oleracea) im eigenen Garten anbaut, tut nicht nur seiner Gesundheit etwas Gutes, sondern wird durch den pflegeleichten Anbau auch mit guten Erträgen belohnt. Das einjährige Blattgemüse aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) ist eine typische Direktsaat-Gemüseart. Welche Sorten es gibt, wie der Anbau von Spinat genau funktioniert und wie man ihn richtig pflegt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Spinat anbauen: So geht man vor

Wann wird Spinat am besten angebaut? Wo ist der ideale Standort für Spinat? Und wie geht man beim Aussäen am besten vor? Diese Fragen beantworten wir im folgenden Abschnitt.

Wann wird Spinat angebaut?

Spinat kann zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr angebaut werden, typisch ist der Frühjahrs- und der Herbstanbau. Prinzipiell ist aber auch ein ganzjähriger Anbau im Freiland umsetzbar, wenn der Spinat den Winter über in geschützten Lagen kultiviert wird. Entscheidend für den Anbauerfolg ist vor allem die richtige Sortenwahl. Welche Sorte die passende ist, hängt dabei von den Klimabedingungen der jeweiligen Jahreszeit ab. Wenn Sie beispielsweise im Sommer Spinat säen und ernten möchten, sollten Sie auf besonders schossfeste Sorten zurückgreifen. Das bedeutet, dass diese Sorten bei den warmen Sommertemperaturen nicht so schnell zu blühen beginnen. Sie sind dafür aber empfindlicher gegenüber Kälte.

Mehr zu den verschiedenen Spinatsorten erfahren Sie hier.

Tipp: Ursprünglich hatte Spinat entweder männliche oder weibliche Pflanzen. Durch neue Züchtungen gibt es heute jedoch heute Spinatsorten, die sowohl männliche als auch weibliche Blüten tragen. Diese Veränderung kann sich positiv auf die erfolgreiche Bestäubung und die Sortenfestigkeit auswirken.

Möchten Sie bereits vor Sommerbeginn Ihren ersten Spinat ernten, erfolgt die Aussaat bereits ab Ende Februar bis in den April hinein. Da es zu dieser Zeit noch öfter zu Kälteeinbrüchen im Garten kommt, empfiehlt es sich, die jungen Pflänzchen mit einem Vlies abzudecken. Da Spinat generell nur leichte Fröste verträgt, ist auch für den Winterspinat eine schützende Schicht aus Reisig, Vlies oder sogar Schnee überlebenswichtig. Der folgenden Tabelle können Sie entnehmen, in welchem Abstand die Ernte jeweils auf die Aussaat folgt.

 AussaatErnte
FrühjahrsspinatEnde Februar – Anfang AprilMai – Juni
SommerspinatApril – Ende JuniJuni – August
HerbstspinatJuli – SeptemberSeptember – Dezember
WinterspinatEnde September – Anfang OktoberApril

Tipp: Durch seine tiefen Wurzeln ist Spinat auch perfekt als Gründünger zur Bodenlockerung geeignet. Über den Winter kann er somit schon den Boden für die nächste Pflanzensaison vorbereiten.

Der ideale Standort für Spinat

Spinat steht gerne auf sonnigen bis halbschattigen Standorten. Je nach Sorte variiert allerdings der ideale Standort für das Blattgemüse. Zum Beispiel sollte Sommerspinat in lichtem Schatten stehen, während Winterspinat eine sonnige Lage bevorzugt. Da Spinat bis zu 1,20 Meter tiefe Pfahlwurzeln ausbildet, ist ein gelockerter Boden wichtig. Das Substrat sollte außerdem humusreich und durchlässig sein und einen pH-Wert von 6,5 bis 7,5 aufweisen. Ein humoses Gemüsebeet erreichen Sie beispielsweise durch eine durchdachte Humuswirtschaft und die regelmäßige Verwendung vornehmlich organischer Dünger. Unser Plantura Bio-Bodenaktivator kann vor der Aussaat in den Boden eingearbeitet werden. Er sorgt für mehr Bodenfruchtbarkeit und erhöht den Humusgehalt.

Spinat in einem Beet
Spinat wächst am besten auf humusreichen Böden [Foto: Sylvie Bouchard/ Shutterstock.com]

Wo Spinat anbauen?

  • Sonniger bis halbschattiger Standort
  • Lockerer, durchlässiger Boden
  • Humus- und nährstoffreiche Erde
  • Idealer pH-Wert: 6,5 – 7,5

Tipp: Gute Pflanznachbarn für Spinat in einer Mischkultur sind Erdbeeren (Fragaria), Radieschen (Raphanus sativus var. sativus), Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes), Lauch (Allium porrum) oder Tomaten (Solanum lycopersicum). Weniger gut verträgt sich Spinat mit Roter Beete (Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva).

So baut man Spinat im Freiland an

Die Aussaat von Spinat erfolgt direkt ins Freiland. Dort wird er in Reihen ausgesät, denn andernfalls hat der Spinat gegenüber Unkräutern kaum eine Chance. Zwischen den Reihen können außerdem wichtige Pflegemaßnahmen wie das Hacken viel leichter ausgeführt werden. Bevor Sie mit der Aussaat loslegen, lockern Sie den Boden etwas auf und befreien ihn von Unkräutern. Um dem Spinat die besten Voraussetzungen zum Wachsen zu bieten, bereiten Sie den Boden optimal vor. Spinat benötigt möglichst lockere, durchlässige Erde mit guter Wasserversorgung. Um das zu erreichen, können Sie zu schwere Böden mit unserer Plantura Bio-Gemüseerde oder Sand abmagern. Zu leichte, sandige Böden werden mit Plantura Bio-Gemüseerde aufgewertet. Um der Pflanze von Anfang an genügend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen, bietet sich eine Grunddüngung des Bodens vor dem Säen an. Hierzu arbeiten Sie Plantura Bio-Universaldünger mit organischer Langzeitwirkung oder Kompost in den Boden ein. Ist der Boden zu sauer für den Anbau von Spinat, kann der pH-Wert durch Kalken oder alternative Düngemittel wie Eierschalen oder Holzasche angepasst werden.

Das Saatgut wird dann 2 bis 3 Zentimeter tief in einem Pflanzabstand von 8 bis 12 Zentimetern in die Erde gedrückt. Zwischen den Reihen beträgt der Abstand 20 bis 30 Zentimeter. Spinat keimt und wächst bereits bei sehr niedrigen Temperaturen, bei Frostgefahr sollte jedoch eine Abdeckung mit einem Vlies erfolgen. Nach der Aussaat die Erde festklopfen und vorsichtig angießen. Nach sechs bis acht Wochen kann der Spinat schließlich geerntet werden.

Spinat-Samen auf Erde
Spinat sollte mit einem Reihenabstand von 20 – 30 cm gesät werden [Foto: Indre Pau/ Shutterstock.com]

Tipp: Wenn Sie kontinuierlich frischen Spinat in Ihrem Garten ernten wollen, lohnt es sich, den Spinat in regelmäßigen Abständen neu zu säen.

Zusammenfassung Spinat anbauen:

  • Bodenvorbereitung: Humosen, lockeren Boden fördern, z.B. mit Bodenaktivator
  • Zu schwere, lehmige Böden mit Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde oder Sand auflockern
  • Boden mit Nährstoffen anreichern, beispielsweise 70 – 150 g/m² Plantura Bio-Universaldünger oder Kompost
  • Gegebenenfalls pH-Wert anheben durch Kalken oder eine Düngung mit Holzasche oder Eierschalen
  • Saatgut 2 – 3 cm tief ablegen
  • Pflanzabstand: 8 – 12 cm
  • Reihenabstand: 20 – 30 cm
  • Ideale Keimtemperatur: 10 – 20 °C
  • Bei Frostgefahr mit Vlies abdecken
  • Ernte nach 6 – 8 Wochen
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So baut man Spinat im Topf an

Auch wenn Sie keine geeignete Beet-Fläche besitzen, können Sie Spinat selber anbauen, denn das vielseitige Blattgemüse kann auch auf kleinster Fläche im Topf auf dem Balkon oder der Terrasse wachsen. Zu beachten ist dabei, dass das Gefäß eine Mindesttiefe von 30 bis 40 Zentimetern hat, damit der Spinat seine tiefen Wurzeln bilden kann.

Tipp: Um im Topf gut wachsen zu können, benötigt Spinat ein gutes, angepasstes Substrat. Unsere Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde bringt alles mit, was Ihr Spinat zum Wachsen braucht: Sie ist durchlässig, sorgt für eine gute Wasserversorgung und hat den idealen pH-Wert für Spinat über 6,5.

Spinat pflegen

Spinat gehört zu den mittelstark zehrenden Pflanzen. Um den Nährstoffbedarf der Pflanze zu decken, sollten Sie einen vornehmlich organischen Dünger ausbringen oder auch hauseigenen Kompost. Unser Plantura Bio-Universaldünger eignet sich dafür ideal, da er komplett tierfrei ist und Ihre Pflanzen über die ganze Gartensaison hinweg mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Auf eine überhöhte Stickstoffdüngung sollten Sie hingegen aufgrund der Nitratanreicherung in den Blättern besser verzichten.

Spinat ist zwar eine genügsame Pflanze, regelmäßiges Gießen ist jedoch notwendig. Der Boden sollte feucht sein, Staunässe verträgt die Pflanze jedoch nicht. Am besten wird öfter in kleinen Mengen bewässert. Auch regelmäßiges Harken und Unkrautbefreiung haben sich im Anbau bewährt, da sich der Spinat bei übermäßiger Unkrautentwicklung nicht durchsetzen kann und so sein Wachstum gehemmt wird.

Spinat pflegen im Überblick:

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Tipp: Wenn Sie Spinat im Sommer anbauen, gießen Sie am besten früh morgens oder spät nachmittags. Auf die Art wird die Verdunstungsmenge reduziert und Sie sparen Wasser.

Spinat überwintern

Wenn Sie schon sehr früh im neuen Jahr Spinat ernten wollen, können Sie den Spinat bereits im Vorjahr – im September bis Oktober – aussäen. Die Pflanze überwintert dann im Freien. Die kleinen Pflänzchen überstehen die Kälte am besten, wenn sie bereits zwei bis vier Laubblätter ausgebildet haben. Wenn es draußen zu Kahlfrösten kommt, ist es wichtig, den Spinat abzudecken. Kahlfrost bedeutet, es friert, ohne dass eine dämmende Schneeschicht vorhanden ist. Das kann vor allem bei den jungen Pflanzen schnell zu Kälteschäden führen.

Erntereifer Spinat in einem Garten
Spinat lässt sich ohne größere Probleme anbauen, nur manchmal wird er von Falschem Mehltau heimgesucht [Foto: Djem/ Shutterstock.com]

Krankheiten und Schädlinge bei Spinat

Spinat lässt sich recht problemlos anbauen, allerdings bereitet der Falsche Mehltau manchmal Probleme. Mittlerweile gibt es allerdings ausreichend neue Sorten, die eine gute bis sehr gute Resistenz gegen die Pilzerkrankung aufweisen. Besonders beim Anbau im Folientunnel sollte man auf eine regelmäßige Lüftung achten. Im Freiland ist es ratsam, die Pflanzen möglichst wurzelnah zu bewässern, damit der Falsche Mehltau weniger Angriffsfläche hat, denn der Pilz ist auf Blattnässe angewiesen. Sind die Pflanzen bereits befallen, ist leider nicht mehr viel zu retten. Dann ist es empfehlenswert, die Kultur abzuhacken und im Restmüll zu entsorgen. Diese drastische Maßnahme ist deshalb angebracht, da die Gefahr besteht, dass der Pilz im Kompost überlebt und sich seine Sporen so im ganzen Garten ausbreiten. Auch die von der Gurke (Cucumis sativus) bekannte Blattfleckenkrankheit tritt vereinzelt auf. Schädlinge besuchen den Spinat zwar nur selten, die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) kann dem Spinat jedoch zu schaffen machen. Dagegen können im Frühsommer die Pflanzen bis zur Ernte mit einem Netz bedeckt werden.

Wurde der Spinat richtig angebaut, ist schon bald der Zeitpunkt für die Ernte des grünen Blattgemüses gekommen. Alles über die Ernte, Lagerung und Verwendung von Spinat können Sie hier nachlesen.

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