Rasen säen: Richtiger Zeitpunkt & Anleitung in 6 Schritten

Egal, ob es um das Neuanlegen oder Ausbessern einer Rasenfläche geht – Rasen säen ist ein kostengünstiger Weg zu einem satten Grün im Garten.

Einharken von Samen Rasen säen

Nach dem Säen werden die Rasensamen mit einem Rechen in den Boden eingeharkt [Foto: Rades/ Shutterstock.com]

Wer noch nie einen Rasen selbst angelegt hat, mag sich das weit unkomplizierter vorstellen, als es eigentlich ist. Wer einen ebenen, gleichmäßig wachsenden Rasen schaffen möchte, hat bei vielen Grundstücksflächen schon mit dem Planieren und Einebnen jede Menge Arbeit. Ganz zu schweigen vom Umgraben, dem Einbau geeigneter Drainagesysteme bei schweren Böden und anderen Bodenaufbereitungsarbeiten je nach Bodenart. Aber keine Sorge, wir erklären, was zu tun ist und helfen Ihnen bei der Auswahl der richtigen Rasensaat. Auf die kommt es nämlich ganz besonders an.

Wann Rasen säen?

Für die Keimung brauchen die meisten Gräser eine minimale Bodentemperatur von 8°C. Optimal für Keimung und Wachstum sind 14 bis 25°C und selbstverständlich ausreichend Feuchtigkeit. Diese Bedingungen sind am ehesten im Spätsommer beziehungsweise Frühherbst gegeben, weshalb sich diese Jahreszeit am besten für die Rasenaussaat eignet. Im September hat der Boden noch viel Wärme gespeichert und auch wetterbedingt ist häufiger mit Niederschlägen zu rechnen. Diese Kombination ist ideal, um die Grassamen schnell und erfolgreich zur Keimung zu bringen. Zu spät sollte es im Herbst aber auch nicht werden, da es bei einigen Rasensorten durchaus drei bis vier Wochen lang dauern kann, bis ihre kleinen Grashalme zum ersten Mal das Tageslicht erblicken.

Tipp: Auch wenn die im Frühherbst gesäten Gräser zur Zeit des beginnenden Winters noch klein sind, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Die jungen Halme sind genauso frostresistent wie der ältere Rasen.

Der Herbst eignet sich aus einem weiteren Grund gut zur Aussaat. Denn wenn die Bodenvorbereitungen im Frühjahr durchgeführt werden, treten im Sommer einige Unkräuter auf den Plan. Diese werden ausgegraben oder mit der Hand herausgezogen und können sich somit nicht dauerhaft im Rasen einnisten. Zugegeben, diese Vorgehensweise ist arbeitsintensiv, für kleine Vorgärten, auf denen perfekter Rasen wachsen soll, aber sehr effektiv.

Neben dem Herbst ist auch das Frühjahr zum Säen von Rasen geeignet. Allerdings dauert es meist bis zum April, bis der Boden sich auf die Keimtemperatur von Rasen erwärmt. Ab Mitte April bis Anfang Mai sind die Bodentemperaturen optimal, nur auf ausreichend Feuchtigkeit muss geachtet werden. Starke Hitzeperioden im frühen Juni können dem jungen Rasen leicht schaden.

Rasen säen: Temperatur und Frost beachten

Egal, ob Sie für die Aussaat den Herbst oder das Frühjahr wählen: Achten Sie immer darauf, dass kein Frost während der Keimung zu erwarten ist, dass für genügend Feuchtigkeit gesorgt ist und dass die Temperaturen ungefähr zwischen 10 und 25°C liegen. Ein idealer Aussaattag ist trocken, auch der Oberboden ist abgetrocknet und Niederschläge sind gemeldet.

Vor dem Rasensäen: Boden vorbereiten

Vor der Anlage des Rasens sollten alle Arbeiten im Garten, die einen jungen Rasen durch Belastung beeinflussen, abgeschlossen sein. Sind die Obstbäume gepflanzt, Beete, Wege oder Gartenteiche angelegt und  Neubauten geputzt und gestrichen, kann es losgehen. Handelt es sich bei Ihrem Gartenstück um eine sehr unebene Fläche, ist der einfachste Weg, einen Experten zu Hilfe zu holen, um die Fläche vor der Rasenanlage gegebenenfalls auszugleichen und starke Unebenheiten zu vermeiden. Bei sehr schweren Böden wird eine Drainage in den Boden gelegt, damit das Regenwasser besser ablaufen kann.

Bei jeder Fläche, auf der später der perfekte Rasen wachsen soll, beginnt die Bodenvorbereitung mit dem spatentiefen Umgraben. Auf großen, zusammenhängenden Flächen ist dazu eine Motorfräse unentbehrlich. Wer diese beispielsweise in einem Baumarkt ausleiht, erspart sich sehr viel Arbeit. Handelt es sich um kleinere Flächen, eignet sich auch eine Grabgabel gut zum Umgraben. Bestenfalls geschieht das Umgraben im Herbst des Jahres vor der Aussaat des Rasens, wenn der Boden gut getrocknet und krümelig ist. Während des Umgrabens werden alle Fremdkörper, große Unkräuter und Steine aus dem Boden entfernt.

Der Frost im Winter lässt die Klumpen sprengen und führt dazu, dass sich der Boden gut absetzt. Das Umgraben kann aber auch zu anderen Jahreszeiten geschehen. Hauptsache ist, dass zwischen dem Umgraben und der Aussaat einige Monate liegen, damit sich der Boden absetzen kann und nicht später im Rasen Unebenheiten entstehen. Übrigens setzt sich der Boden nur mit ausreichend Feuchtigkeit ab. Wenn es also nur leicht regnet, sollte mindestens einmal richtig kräftig bewässert werden. Wer nicht warten mag und ungeduldig zur Walze greift, tut seinem Rasen damit keinen Gefallen. Der Boden wird durch die Walze verdichtet und die Wachstumsbedingungen für den zukünftigen Rasen dadurch verschlechtert.

Was vor dem Rasensäen zu tun ist:

  • Alle Arbeiten, die jungen Rasen belasten würden, müssen abgeschlossen sein(Teichanlage, Beet- und Weganlage, Obstbaumpflanzen etc.).
  • Auf schweren Lehmböden sollten Drainagesysteme gebaut werden.

Wie erfahren Sie, ob Ihr Boden schwer und lehmig ist?

Testen Sie Ihren Boden, indem Sie ein wenig Erde in die Hand nehmen, befeuchten und versuchen, eine bleistiftdünne Schlange zu formen. Bricht die Schlange schon, wenn sie nur ein bis zwei Zentimeter lang ist, ist Ihr Boden eher sandig als lehmig. Fühlt sich Ihr Boden tonähnlich an und es gelingt Ihnen eine stabile, bleistiftdünne Schlange zu formen, handelt es sich leider um schweren, lehmigen Boden. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie Ihre Nachbarn. Haben diese Probleme mit Moos und Flechten und schlecht abfließendem Wasser, dann ist der Boden schwer und Sie können mit einer Drainage den gleichen Problemen vorbeugen.

  • Mit einer Motorfräse oder einer Grabgabel wird der Boden mindestens einige Monate vor der Rasenaussaat umgegraben, bestenfalls im Herbst, wenn der Boden trocken und krümelig ist. Während des Umgrabens werden Unkräuter, Steine und Fremdkörper entfernt.
  • Bei stark verdichteten Böden kann eine Gründüngung den Boden verbessern: Im Frühsommer säen Sie stark wurzelnde Pflanzen, die im darauffolgenden Winter absterben, zum Beispiel Lupine oder Ölrettich. Wenn die Pflanzen bis zum Herbst noch zu blühen anfangen, müssen sie abgemäht werden. Es dürfen keine Samen auf die zukünftige Rasenfläche fallen. Im nächsten Frühjahr verwittern die Pflanzenreste auf Ihrem Boden und zersetzen sich bis zur Rasensaat im September. Auflaufende Unkräuter werden im Sommer entfernt. Ebenso können stark verdichtete Böden durch Aerifizierung bereits vor der Saat verbessert werden.

Zwei Monate vor der Rasenanlage:

  • Testen Sie mithilfe eines im Baumarkt erhältlichen pH-Teststreifens den pH-Wert Ihres Bodens. Die meisten Gräser mögen einen pH-Wert von ungefähr 5,5 bis 7. Liegt der pH-Wert Ihres Bodens bei 5 oder tiefer, sollten Sie ungefähr zwei Monate vor der Aussaat des Rasens kalken. Überschreitet Ihr Boden den pH-Wert von 7, wird Torf oder Rindenhumus (nicht mit Rindenmulch verwechseln) in die oberen Bodenschichten eingearbeitet.

Ein bis zwei Wochen vor der Rasenanlage:

  • Sehr leichte, sandige Böden werden mit einer ordentlichen Menge Kompost (10 – 15 Liter pro m2) angereichert. Der Kompost wird in die obersten 10 – 20 cm des Bodens eingearbeitet.
  • Kompost reichert alle Böden langfristig mit Nährstoffen an und trägt zur Humusbildung bei. Empfehlung: 10 Liter pro m2.
  • Schwere Böden, vor allem wenn sie nicht drainiert wurden, werden mit Sand angereichert, um eine bessere Luft- und Wasserdurchlässigkeit des Bodens herzustellen. Auf 100 m2 eher lehmigen Boden werden 5 m3, auf sehr lehmigen Böden 10 m3 Sand in die obere Bodenschicht eingearbeitet.
  • Grobe Unebenheiten müssen einplaniert werden. Dies können unerfahrene Gärtner von Fachpersonen erledigen lassen.
  • Letzter Schritt vor dem Säen ist das gleichmäßige und sorgfältige Einebnen der zukünftigen Rasenfläche. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Relativ einfach ist es, eine ungefähr zwei Meter lange, zwei bis fünf cm dicke Holzlatte mit Stricken über den Boden zu ziehen. Dort, wo die Latte auf Unebenheiten schließen lässt, wird der Boden nivelliert.

Rasen säen: Auswahl der richtigen Rasensaat

Weder mit der Bodenvorbereitung noch mit der anschließenden jahrlangen Pflege können Sie so viel Einfluss auf Ihren Rasen nehmen, wie mit der Wahl der Gräser, sprich dem Saatgut, für Ihren Rasen. Aus diesem Grund sei die Auswahl und der Kauf des passenden Saatguts wohl überlegt und vielleicht auch den einen oder anderen Euro mehr wert. Obwohl es für den Laien schwer erkennbar ist, setzt sich der Rasen nicht aus einer einzigen Art von Gras zusammen, sondern in den allermeisten Fällen aus einer Mischung verschiedener Gräserarten. Je nach Nutzung des Rasens variiert diese Mischung, schließlich müssen Gräser, die für einen Spiel- und Gebrauchsrasen gedacht sind, mehr Belastung aushalten wie Zierrasen-Gräser. Ebenso gibt es Grasarten, die im Schatten besser zurechtkommen als andere. Wichtig ist, dass Sie eine Regel-Saatgut Mischung kaufen. Dieses Siegel ist geprüft und verspricht somit Qualität hinsichtlich der Keimfähigkeit sowie einer guten Zusammensetzung von Grasarten. Lassen Sie generell besser die Finger von Lolium westerwoldicum, Lolium multiflorum und Festuca pratensis.  Diese drei Grassorten sind oft in billigen und nicht zertifizierten Saatgutmischungen enthalten, eignen sich aber absolut nicht für Gartenrasen, sondern nur für die landwirtschaftliche Nutzung. Einen Überblick über geeignete Saatgutmischungen für Spiel- und Zierrasen, Rasen im Schatten und zum Nachsäen finden Sie hier.

Folgende Rasensamen haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Cuxin Rasensamen Schatten: Rasensamen (80%) und organischer NP-Dünger (20%) zur Anlage und Wiederherstellung eines kräftigen Rasens auf schattigen Plätzen und trockenen Böden.
  • Cuxin Rasensamen Sport & Spiel: Rasensamen (80%) und organischer NP-Dünger (20%) zur Anlage und Pflege eines feinblättrigen und robusten Rasens, der stark belastbar ist.
  • Cuxin Nachsaat: Rasennachsaat, die schnell Lücken schließt und zu einem dichten Rasenteppich wächst.

Rasen säen: Von Hand oder komfortabel mit Rasensämaschine

Eine gleichmäßige Verteilung der Rasensamen ist für Laien per Hand kaum zu erreichen. Wird aber nicht die optimale Saatgutmenge ausgebracht, kann das langfristig zu einem ungleichmäßigen  Rasenbild führen. Sowohl eine zu dünne als auch eine zu dicke Saatdichte kann zu Problemen führen. Wenn Sie eine eher kleine Fläche zu säen haben und das von Hand erledigen wollen, gehen Sie folgendermaßen vor:

Rasensamen von Hand ausbringen

  1. Messen Sie eine Fläche von einem Quadratmeter ab und wiegen Sie die genaue Menge an dafür entsprechendem Saatgut (auf der Saatgutmischung ist meistens die Menge pro m2 angegeben) ab. Verteilen Sie die Menge zuerst in Quer- und dann in Längsreihen gleichmäßig. Anschließend haben Sie ein Bewusstsein dafür, wie dicht die Samen nebeneinander liegen sollten.
  2. Teilen Sie die restliche Fläche in kleine Stücke oder Streifen und messen Sie das Saatgut jeweils zur Fläche passend ab.
  3. Säen Sie Ihre gesamte zukünftige Rasenfläche in Längs- und Querreihen.
Rasensäen per Hand

Entscheiden Sie selbst welche Gräser in Ihrem Rasen wachsen sollen [Foto: Dean Clarke/ Shutterstock.com]

Der Einsatz einer Rasensämaschine beziehungsweise eines Streuwagens vereinfacht die genaue Verteilung der Rasensamen. So gehen Sie vor, wenn Ihnen ein Streuwagen zur Verfügung steht:

Rasensamen mit Streuwagen ausbringen

  1. Legen Sie sich eine Folie oder ein Tuch zurecht, über das Sie probehalber mit dem Streuwagen fahren. Füllen Sie den Streuwagen und fahren Sie, je nachdem wie breit Ihr Gerät ist, so weit, dass das befahrene Folienstück einem Quadratmeter entspricht.
  2. Nun schütten Sie das Saatgut von der Folie in ein Gefäß und wiegen es. Je nachdem wie weit Ihr Ergebnis von der Empfehlung der Menge pro Quadrat Ihrer Saatgutmischung entfernt ist, passen Sie die Saatstärke des Streuwagens an.

Rasen säen und gleichzeitig düngen

Auf nährstoffarmen Standorten kann nach der Aussaat auch gleich ein Rasendünger ausgebracht werden. Wer während der Bodenvorbereitung Kompost in den Boden eingearbeitet hat, erspart sich diese Düngung. Durch den Kompost steht den Gräsern schon eine langfristige Nährstoffquelle zur Verfügung.

Nach dem Säen und gegebenenfalls Düngen werden die Rasensamen ganz leicht mit einem Rechen in den Boden eingeharkt (nicht tiefer als einen cm). Anschließend werden die Samen mit dem Boden richtig in Kontakt gebracht und zusätzlich vor Vogelfraß geschützt, indem man die Rasenfläche mit Trittbrettern begeht oder walzt. Bei größeren Flächen erleichtern Walzen die Arbeit – von einigen Fachleuten werden Walzen jedoch aufgrund der Bodenverdichtung eher kritisch gesehen. Wem keine Walze zur Verfügung steht und wer selbst zu schwer ist, lässt ein Kind mit den Trittbrettern einmal über den Rasen gehen. Die Bretter sollten glatt geschliffen sein und können mit Stricken befestigt wie Topfstelzen für Kinder leicht selbst gebaut werden. Auch stärkere Regenfälle sind dann kein Problem mehr, weil die Rasensamen durch die dünne Erdschicht an Ort und Stelle gehalten werden.

Folgende Produkte halten Ihren Rasen grün und vital:
  • Cuxin Rasendünger Spezial Minigran: Organisch-mineralischer Spezialdünger mit Sofort- und Langzeitwirkung für tiefgrünen Rasen. Die Sofort- und Langzeitwirkung versorgt Ihren Rasen mit wichtigen Nährstoffen und Spurenelementen für ein gesundes Wachstum.
  • Cuxin Rasendünger Herbst: Herbstrasendünger mit Kalium, Eisen und Magnesium für Frosthärte und Standfestigkeit sowie eine dunkelgrüne Rasenfarbe.
  • GARDENA Streuwagen: Idealer Helfer zum gleichmäßigen Ausbringen von Dünger, Kalk und Samen.
 

Rasen säen: Anleitung in 6 Schritten

1. Zeitpunkt wählen

Bestenfalls im Frühherbst; ungefähr Mitte September bis Anfang Oktober säen, wenn keine Hitzewellen und etwas niederschlagsreicheres Wetter zu erwarten sind. Sonst kann auch im Spätfrühjahr gesät werden. Hauptsache es gibt keinen Frost, genügend Feuchtigkeit und Temperaturen zwischen 10 und 25°C.

2. Boden zum Rasensäen vorbereiten

Je nach Bodenart sind verschiedene Bodenverbesserungsmaßnahmen durchzuführen. Sehr lehmiger Boden sollte drainiert, schwerer Boden gesandet und sehr sandiger Boden mit Kompost angereichert werden. Bei einem pH-Wert unter 4 freut sich der Rasen, wenn zwei Monate vor der Saat gekalkt wird. Bei einem Boden, der einen pH-Wert von 6 übersteigt, wird Rindenhumus oder Torf in den Boden eingearbeitet. Idealerweise wird der Boden im Herbst des Jahres vor der Rasenaussaat (im darauffolgenden Frühjahr) planiert und kurz vor der Saat eingeebnet. Stark verdichtete Böden werden vor der Rasenanlage ein Jahr mit Gründüngung bepflanzt und/oder gelüftet.

3. Rasensaat auswählen

Je nachdem, ob Sie nachsäen möchten, Rasen im Schatten von Bäumen oder Spiel-/Gebrauchsrasen anlegen möchten, stehen Ihnen verschiedene Saatgut-Mischungen zur Auswahl.

4. Rasensaat ausbringen

Bei der Aussaat sollte der Boden nicht ausgetrocknet, aber die oberste Bodenschicht gut abgetrocknet sein. Je nach Zusammenstellung der Gräser in Ihrer Saatgut-Mischung wird eine auf der Packung angegebene Saatdichte empfohlen. Es kann von Hand oder mit einer Rasensämaschine beziehungsweise einem (Dünger-)Streuwagen gesät werden. Anschließend wird das Saatgut ganz leicht (0,5 – 1cm) in den Boden eingeharkt. Das Gehen mit Trittbrettern über den Rasen sorgt für eine gute Bodenhaftung und hilft bei der Bewurzelung. Außerdem schützt es vor Vogelfraß.

5. Rasen nach Aussaat wässern

Nach der Aussaat sorgt eine kontinuierliche Feuchtigkeitszufuhr dafür, dass der Keimprozess beginnt und am Laufen bleibt. Der Boden darf aber auch nicht unter Wasser gesetzt werden, weil sonst die Sauerstoffzufuhr der Samen gefährdet wird. Bei trockenem Wetter empfiehlt es sich, zwei bis drei Mal am Tag ungefähr für 10 bis 15 Minuten mit der feinsten Beregnungseinstellung zu bewässern. Auf den im Boden liegenden Saatkörnern sollte nicht unnötig herumgetreten werden und auch gerade keimende Gräser mögen es nicht, wenn ein Schlauch über sie hinweggezogen wird. Wer also wirklich auf künstliche Bewässerung angewiesen ist, dem sei zum behutsamen Umgang und zu Schwenkregnern oder Rasensprengern/ -sprinklern geraten.

6. Rasen richtig pflegen

Damit der aufwendig angelegte Rasen auch langfristig schön, gesund und ohne allzu großen Moos- und Unkrautbefall wächst, sollte er gut gepflegt werden. Zur regelmäßigen Rasenpflege gehört zwischen Frühjahr und Herbst auch der Rasenschnitt, der entweder gemulcht oder gemäht werden kann. Zumeist im Frühjahr wird der Rasen vertikutiert, um ihn von Moos und Rasenfilz zu befreien und eine größere Ausbreitung zu verhindern. Auf schweren Böden folgt dem Vertikutieren das Lüften und Sanden des Bodens. Anschließend versorgt ein stickstoffbasierter Dünger den Rasen mit lebenswichtigen Nährstoffen. Im Sommer ist es wichtig, dass der Boden nicht zu stark austrocknet und rechtzeitig bewässert wird, damit die Graswurzeln immer genügend Wasser finden. Im Herbst hilft ein kaliumbetonter Dünger dem Rasen, um gut über den Winter zu kommen.

Theresa

Ich studiere Nutzpflanzenwissenschaften und habe schon immer gern gegärtnert, auch wenn mir die ersten Versuche als kleines Kind eher missglückten. Mit der Expertise aus meinem Studium gelingt mir jetzt fast alles – besonders spannend finde ich Themen wie Mischkultur, Hochbeete und Kompostierung.
Lieblingsobst: Kirschen, Zwetschgen und Birnen
Lieblingsgemüse: Brokkoli, Mangold und Erbsen