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Kräuter im Topf: Tipps zum Pflanzen & Pflegen

Viele Küchenkräuter lassen sich ganz einfach im Topf kultivieren. Wir zeigen, welche Kräuter sich für den Anbau im Topf eignen und wie man beim Pflanzen und Pflegen am besten vorgeht.

Kräutertöpfe auf dem Balkon
Kräuter auf dem Balkon sind nicht nur lecker, sondern geben auch ein schönes Bild ab [Foto: Tatjana Michaljova/ Shutterstock.com]

Auch in der Stadt oder einer kleinen Wohnung müssen Sie nicht auf frische Küchenkräuter verzichten, denn viele lassen sich auch im Topf pflanzen. Diese werden dann am besten auf dem Balkon oder außen auf der Fensterbank platziert. Sie können Ihre Kräuter sogar direkt in der Küche halten. Aber auch draußen auf Terrasse oder Balkon geben die Kräutertöpfe ein schönes Bild ab.

Kräuter für den Topf: Diese Arten eignen sich

Grundsätzlich eignen sich für die Pflanzung im Topf die meisten Arten. Natürlich ist die Größe des Topfes hier das Entscheidende. Einige Arten wie etwa Dill (Anethum graveolens), Estragon (Artemisia dracunculus), Eberraute (Artemisia abrotanum) oder Liebstöckel (Levisticum officinale) verfügen allerdings über ein recht weites und tiefes Wurzelsystem. Diese Kräuter-Arten fühlen sich in einem begrenzten Gefäß nicht wohl, da sie ihre Wurzeln nicht richtig ausbilden können.

Perfekt für den Topf auf Fensterbank, Terrasse oder Balkon geeignet sind hingegen:

  • Petersilie (Petroselinum crispum ssp. crispum): Petersilie ist zweijährig. Wird sie kühl und frostfrei überwintert, kann sie auch über den Winter beerntet werden und bildet im zweiten Jahr Samen, die dann für neue Petersilie-Pflanzen ausgesät werden können.
  • Basilikum (Ocimum basilicum): Basilikum gehört zu den mediterranen Kräutern. Er braucht Sonne und viel Wärme, um zu gedeihen. Im Topf können Sie ihn schon früh im Jahr vorziehen.
Basilikum und Petersilie in Töpfen
Basilikum und Petersilie sind gut für den Topf geeignet [Foto: Natasha Breen/ Shutterstock.com]
  • Schnittlauch (Allium schoenoprasum): Der mehrjährige Schnittlauch liebt als Zwiebelpflanze lockere Böden und wird kühl überwintert, um im Frühjahr wieder frisch und neu auszutreiben. Er kommt mit den meisten Standorten gut zurecht. Sowohl in der Sonne als auch im Schatten und Halbschatten fühlt sich Schnittlauch wohl.
  • Zitronenmelisse (Melissa officinalis): Die Haltung der robusten Zitronenmelisse ist äußerst unkompliziert. Auch im Topf entwickelt sie sich alljährlich nach dem Neuaustrieb zu einer kräftigen Pflanze.
  • Minze (Mentha): Die verschiedenen Arten und Sorten der Minze sehen im Topf wundervoll aus. Zudem kommt dieses Kraut zuverlässig auch im folgenden Jahr. Ihre Ansprüche an den Standort sind gering und so gedeiht die Minze sowohl in eher sonnigen als auch in schattigen Lagen, wenn sie nur gelegentlich gegossen und gedüngt wird.

Tipp: Weitere Tipps zum Anbau von Kräutern auf der Fensterbank finden Sie in unserem Spezialartikel.

Titronenmelisse und Minze im Topf
Zitronenmelisse und Minze begnügen sich gern mit einem Topf [Foto: Hellame/ Shutterstock.com]

Für nährstoffhungrige Kräuter wie die oben genannten eignet sich eine nährstoffreiche Erde wie unsere Plantura Bio-Tomaten- und Gemüseerde. Sie sorgt mit einem hohen Kompostgehalt für eine großzügigere Nährstoffversorgung und Wasserspeicherfähigkeit – denn nicht alle Kräuter gedeihen in nährstoffarmen Kräutererden optimal. Mehr zur Nährstoffversorgung von Kräutern haben wir an anderer Stelle für Sie zusammengestellt.

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Auch mediterrane holzige Arten lassen sich ohne Probleme im Topf halten. Dazu gehören etwa:

  • Salbei (Salvia officinalis)
  • Lavendel (Lavandula angustifolia)
  • Thymian (Thymus vulgaris)
  • Bohnenkraut (Satureja spec.)
  • Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Bohnenkraut im Topf
Bohnenkraut kann auch im Topf gut wachsen [Foto: Serhii Ivashchuk/ Shutterstock.com]

Die oben genannten und andere genügsame Kräuter lieben durchlässige, sogar steinige Böden und entwickeln nur bei passender Wasser- und Nährstoffknappheit viel ätherisches Öl und damit viel Aroma. Sie werden daher in Töpfen besser in durchlässige Kräutererde wie unsere Plantura Bio-Kräuter- und Aussaaterde gepflanzt. Weitere nährstoffempfindliche Kräuter finden Sie im passenden Artikel zum Thema „Kräuter düngen “.

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Kräuter im Topf pflanzen: Das sollte man beachten

Viele Kräuter lassen sich auch in einem größeren Topf kombinieren. Bedenken Sie jedoch die unterschiedlichen Ansprüche dieser Kräuter. Die genügsamen, mediterranen Arten sollten nicht mit nährstoffhungrigen und feuchtigkeitsliebenden Kräutern in einen Topf gesetzt werden, sonst kommt es unweigerlich zu Problemen mit einer passenden Düngung und Wasserversorgung.
Besser ist es, einen Topf mit durchlässiger Kräutererde und einen mit nährstoffreicher Tomaten- und Gemüseerde zu füllen und darin zueinanderpassende Pflanzen zu kombinieren.

Tipp: Mediterrane Kräuter können im Topf zusätzlich dekorativ mit großen und kleinen Steinen arrangiert werden. Bei sehr großen Pflanzgefäßen ist es sogar möglich, die Kräutererde mit zusätzlichen Steinen oder Blähton noch durchlässiger zu machen.

Viele Kräuter können Sie im Laden schon im Topf kaufen. In diesem Fall sollten Sie die Kräuter allerdings umtopfen und ihnen mehr Platz und ein höherwertiges Substrat vergönnen. Perfekt geeignet für diese Kräuter ist unsere Plantura Kräuter- und Aussaaterde. Mit ihrem leicht sauren bis neutralen pH-Wert und dem hohen Anteil an Kompost bietet sie für die meisten Kräuter optimale Bedingungen. Zudem ist sie biologisch und durch den Verzicht auf Torf besonders klimafreundlich. Auch zur Neuansaat von Kräutern ist unsere Plantura Kräuter- und Aussaaterde bestens geeignet.

Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde mit Kräutern
Für mediterrane Kräuter sollte einer spezielle Kräutererde wie unsere torffreie Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde verwendet werden

Verholzende mediterrane Kräuter wie Rosmarin oder Salbei bevorzugen hingegen nährstoffärmeres Substrat mit einem basischen pH-Wert. Diese Kräuter sollten Sie besser in ein Gemisch aus Gartenerde und Sand setzen und gegebenenfalls etwas Kalk hinzufügen. Dafür können Sie beispielsweise ein paar Kalksteine oder fein geriebene Eierschalen untermischen.

Der Topf für Ihre Kräuter sollte besser zu groß als zu klein sein. Da Sie sicher reichlich ernten möchten, ist es ratsam, wenn Sie Ihren Kräutern ausreichend Platz für die Wurzeln zur Verfügung stellen. Nur so können sie ein effizientes Wurzelwerk entwickeln und viel Blattmasse ausbilden. Abgesehen davon trocknet ein größeres Topfvolumen weniger schnell aus, sodass Sie weniger häufig mit der Gießkanne herbeieilen müssen.

So pflegt man Kräuter im Topf

Pflanzen im Topf sind von Ihnen abhängig und brauchen etwas mehr Pflege als ihre Artgenossen im Beet.

Kräuter im Topf gießen:
Da ihre Wurzeln durch das Gefäß eingeschränkt sind, haben sie an Wasser und Nährstoffen nur, was sich in ihrem Topf befindet. Kräuter im Topf müssen daher regelmäßig gegossen werden. Selbst wenn sie im Freien stehen, reicht in trockenen Sommern der Regen meist nicht aus. Schnittlauch, Petersilie und Co. sollten daher gerade an sonnigen Orten des Öfteren gegossen werden. Übertreiben Sie es jedoch nicht, um den Geschmack nicht zu verwässern. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Thymian kommen auch mit weniger Wasser zurecht. Diese Gewächse sollten Sie erst gießen, wenn die Erde an der Oberfläche abgetrocknet ist.

Verschiedene Kräuter in Töpfen mit einer Gießkanne
Die Kräuter im Topf sollten regelmäßig gegossen werden [Foto: Olga Miltsova/ Shutterstock.com]

Kräuter im Topf düngen:
Was die Düngung angeht, reicht selbst für nährstoffliebende Pflanzen wie Basilikum und Schnittlauch in der Regel eine Gabe im Frühjahr und eine weitere im Frühsommer. Geeignet sind hier Kompost oder vornehmlich organische Langzeitdünger, gerade wenn im Frühjahr auch umgetopft wird. Alternativ kann alle zwei bis drei Wochen ein rein organischer Flüssigdünger wie unser Plantura Bio- Tomaten- und Gemüsedünger verwendet werden, um nicht mühsam Düngegranulat in kleine Töpfe einarbeiten zu müssen. Auch den altbewährten Kaffeesatz können Sie hier zur Düngung verwenden. Haben Sie Ihre Kräuter im Frühjahr erst frisch eingesät oder umgetopft, können Sie auf die Nährstoffgabe im Frühjahr verzichten.

Tipp: Flüssigdünger enthalten nie alle essentiellen Nährelemente, da diese in der Flüssigkeit zu unlöslichen Verbindungen ausfallen würden. Daher ist es sinnvoll, Kräuter in Töpfen regelmäßig umzutopfen oder gelegentlich zusätzlich mit einem organischen Volldünger wie unserem Plantura Bio-Universaldünger zu düngen.

Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Majoran, Salbei und Thymian benötigen hingegen weniger Nährstoffe und sollten maximal einmal jährlich gedüngt werden. Hierbei kommt am besten ebenfalls ein langsam wirkendes, festes Düngegranulat zum Einsatz.

Tipp: Mit unserem Plantura Kräuter-Anzuchtset gelingt der Anbau von Kräutern im Topf problemlos. Das Set enthält alles, was Sie für die Kräuter-Anzucht benötigen, und eignet sich auch hervorragend als Geschenkidee.

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Kräuter im Topf schneiden:
Wo wenig Platz zur Verfügung steht, ist das kompakte Wachstum von Kräutern besonders wichtig. Durch einen jährlichen Schnitt im Frühjahr verzweigen sich mehrjährige, verholzende Kräuter tiefer und wachsen so eher buschig.

Kräuter im Topf überwintern:
Wie alle Pflanzen im Topf sind auch Kräuter sehr anfällig für Frost, da leicht der gesamte Topf durchfrieren kann, wodurch irreversible Wurzelschäden der Pflanze den Garaus machen können. Andererseits stammen so gut wie alle Kräuter aus Klimazonen, in denen ihnen eine kühle und dunkle Winterpause genehmigt wird. Sie benötigen diese Ruhephase, sonst verausgaben sie sich immer weiter und gehen letztlich ein. Deswegen sollten Kräuter in Töpfen an einem kühlen und mäßig hellen Plätzchen mit wenig Wasser und ohne Düngung überwintern. Eine Überwinterung in warmen Wohnräumen gelingt fast nie oder zieht Probleme mit Krankheiten und Schädlingen nach sich. Einige Kräuter wie Schnittlauch und Petersilie sterben im Winter überirdisch ab und treiben im Frühjahr neu aus. Basilikum zu überwintern ist etwas für erfahrene Kräutergärtner: Daher finden Sie in unserem Spezialartikel weiterführende Informationen zu diesem Thema.

Kräuter im Topf schneiden
Durch einen regelmäßigen Schnitt bleiben Kräuter in Töpfen praktisch kompakt [Foto: Graceful Digital/ Shutterstock.com]

Kräuter umtopfen:
Wie alle Topfpflanzen ist auch bei Kräutern ein regelmäßiges Umtopfen wichtig, um den vorhandenen Vorrat an Spurennährelementen aufzufüllen. Außerdem sackt jedes Substrat mit der Zeit etwas zusammen, was dem Wurzelwachstum und der Nährstoffaufnahme entgegensteht. Kräuter sollten spätestens umgetopft werden, wenn das gesamte Topfvolumen durchwurzelt ist oder wenn trotz regelmäßiger Düngung nur zurückhaltendes Wachstum zu beobachten ist. Wie Sie Ihre Kräuter richtig ernten, erfahren Sie darüber hinaus in unserem weiterführenden Artikel.

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