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10 giftige Zimmerpflanzen für Haustiere

Unscheinbar ist auch ungefährlich? Nicht immer. Hier sehen Sie zehn Pflanzen, die für Katze, Hund und Co. zur Gefahr werden können.

Katze sitzt neben zerbrochenem Topf

Zimmerpflanzen können für Haustiere zur Gefahr werden [Foto:  Maria Sidelnikova/ Shutterstock.com]

Ob als Topfpflanze oder Gesteck – Pflanzen verschönern einfach jeden Raum. Aber nicht immer sind unsere Zimmerpflanzen so ungefährlich, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Besonders für unsere Haustiere können manche Pflanzen lebensbedrohlich sein: Einen Moment nicht aufgepasst und ein vermeidlich harmloser Biss unserer Vierbeiner in die Topfpflanze kann zu einer ausgewachsenen Vergiftungen führen. Wir zeigen Ihnen, welche Pflanzen auf jeden Fall außerhalb der Reichweite von Hunden und Katzen bleiben sollten.

Giftige Zimmerpflanzen für Haustiere

Leider ist die natürliche Neugier unserer tierischen Mitbewohner nicht immer von Vorteil: Denn unschuldiges Probieren und Knabbern an der falschen Pflanze kann Hund, Katze und Co. schnell zum Verhängnis werden. Wir stellen ungiftige Zimmerpflanzen vor, die Sie guten Gewissens Zuhause aufstellen können.

Bitte beachten Sie: Viele der unten genannten Pflanzen sind in kleiner Dosis ungefährlich für Tiere. Wenn Ihr Tier jedoch Vergiftungserscheinungen zeigt, sollten Sie unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen.

Giftige Zimmerpflanze 10: Geranie

Sie ist und bleibt die Balkonblume Nummer Eins: Die Geranie (Pelargonium), auch als Pelargonie bekannt, ist aus deutschen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Aber nicht nur auf dem Balkon sondern auch im Topf macht die Geranie eine gute Figur. Besonders ihre kräftige Blüte verzaubert die Herzen der Menschen. Zusätzlich ist die Geranie auch noch relativ pflegeleicht und robust, weshalb sie besonders für Anfänger geeignet ist. Jedoch hat die Pflanze auch einen riesigen Nachteil: Sie hat eine toxische Wirkung auf Tiere. Hunde und Katzen kommen bei der Geranie glücklicherweise relativ glimpflich davon. Zum einen meiden sie die Blume aufgrund ihres Geruches meist, zum anderen löst der Verzehr der Blume einen starken Brechreiz aus – so wird das restliche Pflanzenmaterial ausgeworfen, bevor eine stark gesundheitsgefährdende oder sogar tödliche Dosis der enthaltenen Giftstoffe aufgenommen werden kann. Vorsicht ist jedoch bei Kleinnagern wie Hamstern, Kaninchen oder Meerschweinchen geboten: Aufgrund ihrer geringen Größe können schon kleinste Mengen der Pflanze eine schwerwiegende Wirkung haben.

Katze sitzt zwischen Geranien auf Balkon

Die Geranie hat eine toxische Wirkung auf Tiere [Foto: Rogatnykh/ Shutterstock.com]

Giftige Zimmerpflanze 9: Drachenbaum

Drachenbäume (Dracaena) gelten als besonders pflegeleicht und sind deshalb als Zimmerpflanze sehr beliebt. Der kleine Baum mit den gelb-grünen Blättern ist aber nicht nur robust, sondern auch ein optischer Hingucker und trägt zu einem besseren Raumklima bei. Doch für Tiere kann der Drachenbaum zum gesundheitlichen Risiko werden – im Pflanzensaft sind sogenannte Saponine enthalten, die giftig sind. Glücklicherweise ist der Geschmack der Pflanze recht bitter, sodass oft nur kleine Mengen aufgenommen werden, die oftmals keine gesundheitliche Gefährdung darstellen. Ist das Tier dagegen schon geschwächt oder werden größere Mengen aufgenommen, kann es zu Durchfall und Erbrechen, Kreislaufstörungen und Krämpfen kommen.

Drachenbaum in einem Topf

Drachenbäume können für Tiere zum gesundheitlichen Risiko werden [Foto: GoodMood Photo/ Shutterstock.com]

Giftige Zimmerpflanze 8: Azalee

Die Azalee (Rohdodendron obtusum) ist eine japanische Schönheit und verzaubert mit ihrer Blütenpracht jeden Raum. Kein Wunder also, dass die Azalee in vielen Häusern und Gärten ein gerne gesehener Gast ist. Besonders kleinbleibende Arten werden bereits seit Jahrzehnten in Töpfen gezogen und eignen sich hervorragend für das Haus. Doch die unschuldige Schönheit täuscht – alle Pflanzenteile der Azalee sind giftig für Vierbeiner und Menschen. Nach Verzehr der Pflanze kann es zu Erbrechen, Durchfall, Speicheln und Krämpfen kommen. Aber nicht nur als Zimmerpflanze kann die Azalee zur Gefahr werden – besonders empfindlich auf die giftigen Inhaltsstoffe der Azalee reagieren Pferde und Schildkröten, die in den grünen Blättern eine saftige Mahlzeit sehen.

Katze riecht an Azalee Blüte

Die Azalee ist giftig für Vierbeiner und Menschen [Foto: ZHANGXIAOLI/ Shutterstock.com]

Giftige Zimmerpflanze 7: Aloe Vera

Sie ist die Königin der Pflegeprodukte – Aloe Vera (Aloe vera) kommt beinahe in allen Pflegeprodukten für Haut und Körper vor. Auch für gereizte Haut und kleine Wunden gilt die Pflanze als Geheimtipp. Besonders in den letzten Jahren hat die Pflanze aber nicht nur als Schönheitskur und Heilmittel, sondern auch als Zimmerpflanze einen echten Aufschwung erlebt. So gilt die Aloe Vera als pflegeleicht und robust und sieht auch noch ansprechend aus. Dass eine Heilpflanze aber auch gefährlich sein kann, wissen die Wenigsten: Während Aloe Vera zwar eine Wohltat für geschädigte Haut ist, ist der Verzehr der Pflanze nicht zu empfehlen. So enthält die Pflanze Saponine, die zu Krämpfen, Magen-Darm-Problemen und Lähmungserscheinungen führen können.

Hund mit Aloe Vera im Topf

Der Verzehr der Aloe Vera ist nicht zu empfehlen [Foto: thka/ Shutterstock.com]

Giftige Zimmerpflanze 6: Calla

Edel und wunderschön – die Calla ist nicht nur als Zimmerpflanze sondern auch als Bouquet überaus beliebt. Besonders das geschwungen und oftmals bunte Blütenblatt gibt der Pflanze eine außergewöhnliche, beinahe extravagante Note. Leider ist die Schönheit nicht ganz so unschuldig, wie sie aussieht: Besonders der Pflanzensaft ist für Tiere giftig. Knabbern die Vierbeiner an der Pflanze, kann es zu Schwellungen und Reizungen im Bereich der Mundschleimhaut kommen. Aber auch Würgen, Erbrechen und Durchfall sowie Krämpfe können durch den Verzehr der Calla ausgelöst werden. Auch die Knolle der Pflanze sollte außerhalb der Reichweite von Tieren aufbewahrt werden – sie ist ebenfalls giftig.

Calla im Garten

Die Calla sollte außerhalb der Reichweite von Tieren aufbewahrt werden [Foto: Alena Zharava/ Shutterstock.com]

Giftige Zimmerpflanze 5: Yucca-Palme

Spätestens nach „Die Spinne in der Yucca-Palme“ gibt es wohl kaum eine Zimmerpflanze, die so bekannt ist und um die sich so viele Gerüchte ranken. Auch wenn wir den Mythos um die berühmte Spinne nicht aufklären können, lüften wir ein anderes der bekannten Gerüchte: Ja, die Yucca-Palme (Yucca) ist giftig. Besonders im Stamm und den Blättern kommen wie bei Aloe Vera und Drachenbaum Saponine vor, die eine toxische Wirkung haben. So können Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall und Apathie nach Verzehr der Pflanze auftreten. Aber nicht nur deshalb ist die Pflanze für Haustiere gefährlich: Die Blätter der Yucca-Palme sind weiterhin überaus scharfkantig und können beim Spielen mit der Pflanze zu schmerzhaften Schnitten im Maulbereich führen. Deshalb sollte die Yucca-Palme immer außerhalb der Reichweite von Tieren aufbewahrt werden.

Yucca Palmen und zwei Hunde in einem Einkaufswagen

Die Yucca Palme kann zu schmerzhaften Schnitten führen [Foto:  Ursa Major/ Shutterstock.com]

Giftige Zimmerpflanze 4: Wunderstrauch

Bunte Blätter in allen Herbstfarben bietet der Wunderstrauch (Codiaeum variegatum), auch Kroton genannt, das ganze Jahr. Gepaart mit einer Höhe von bis zu einem Meter und den großen Blättern ist der Wunderstrauch ein wahrer Hingucker und wird gerne als Zimmerpflanze genutzt. Gleichzeitig ist der Wunderstrauch noch pflegeleicht – also eine perfekte Wahl? Leider nicht, denn alle Teile des Wunderstrauch sind sowohl für Menschen als auch für Tiere giftig. Typische Symptome einer Vergiftung durch den Wunderstrauch sind Reizungen der Schleimhäute sowie Erbrechen und Durchfall, der sogar blutig sein kann. Auch der Mensch sollte beim Umgang mit dem Wunderstrauch vorsichtig sein: Bei häufigem Hautkontakt kann es zu allergischen Reaktionen kommen, weshalb die Pflanze nur mit Handschuhen berührt werden sollte.

Wunderstrauch orange

Der Wunderstrauch ist sowohl für Menschen als auch für Tiere giftig [Foto: pisitpong2017/ Shutterstock.com]

Giftige Zimmerpflanze 3: Einblatt

Ein wahrer Dauerbrenner unter den Zimmerpflanzen ist wohl das Einblatt (Spathipyllum). Mit seinen dunkelgrünen Blättern und den strahlend weißen Blüten ist das Einblatt ein echter Hingucker und nicht halb so langweilig wie sein Name vermuten lässt. Auch als Lufterfrischer leistet das Einblatt gute Dienste: So ist die Pflanze vor allem dafür bekannt, zu einem guten Raumklima beizutragen. Im Inneren der schönen Pflanze ist jedoch eine unschöne Überraschung für Tierhalter versteckt. Blätter und Stiele der Pflanzen enthalten unlösliche Kalziumoxalat-Kristalle und Oxalsäure, die Vergiftungserscheinungen verursachen. So treten Schleimhautreizungen, Schluckbeschwerden, Erbrechen und Durchfall bei einer Vergiftung mit Einblatt auf. Auch eine langfristige Schädigung der Nieren kann durch die Einnahme von Einblatt erfolgen.

Einblatt

Das Einblatt kann Vergiftungserscheinungen verursachen [Foto: Little honey/ Shutterstock.com]

Giftige Zimmerpflanze 2: Palmfarn

Er ist der Dinosaurier unter den Pflanzen: Die Palmenfarnen (Cycadeen) zählen zu den ältesten Pflanzengruppen, die es auf unserer Erde noch gibt. Hierzulande wird der Palmfarn gerne als Zimmer- oder Kübelpflanze gehalten. Besonders ihre ausladenden Wedel sind dabei ein echter Hingucker und bringen etwas Natur in die Wohnung. Für Vierbeiner jedoch ist der Palmenfarm alles andere als geeignet. Alle Pflanzenteile sind für Tiere giftig und führen zu Bauchkrämpfen, Erbrechen und Durchfall. Besonders gefährlich sind aber die Samen – bereits zwei Samen können für einen Hund tödlich sein.

Palmfarn mit Holz im Hintergrund

Bei dem Palmfarn sind besonders die Samen gefährlich [Foto: CHOTE BKK/ Shutterstock.com]

Giftige Zimmerpflanze 1: Lilien

Betörend, exotisch, wunderschön – Lilien (Lilium) gibt es in allen Formen und Farben. Doch so unterschiedlich sie auch sein mögen, eine Gemeinsamkeit teilen sich alle Lilien: Besonders für Katzen sind die Lilien hoch giftig. Bereits kleinste Mengen der Pflanze, sogar Blumenwasser oder Erde von Lilien, kann zu Vergiftungssymptomen führen. Gesteigerter Durst, häufiges Urinieren, Appetitlosigkeit und Erbrechen zählen zu den Hauptsymptomen einer solchen Vergiftung. Richtig gefährlich ist aber die Heimtücke der Vergiftung – erst mehrere Tage nach dem Kontakt mit der Pflanze tritt plötzlich akutes Nierenversagen ein, von dem sich nur jede zweite Katze gänzlich erholt. Deshalb haben Lilien in der Nähe von Katzen nichts zu suchen. Halter von Hunden und Nagern können dagegen aufatmen: Auch größere Mengen von Lilien haben bei ihnen keine tödliche Wirkung.

Katze riecht an Lilie

Besonders für Katzen sind Lilien hoch giftig [Foto:  Yuliia Hurzhos/ Shutterstock.com]

Eine Liste mit haustierfreundlichen Pflanzen finden Sie hier.

 

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