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Kartoffelanbau im Blumentopf: Für den kleinen Garten oder die Terrasse

Auch ohne eigenen Garten kann man selber Kartoffeln anbauen. Wir zeigen Ihnen wie sie eine erfolgreiche Ernte im Topf erzielen.

rotschalige Kartoffelsorte Ernte im Garten

Auch Süßkartoffeln erfreuen sich immer größerer Beliebtheit [Foto: Local Food InitiativeCC BY 2.0]

Die Kartoffel (Solanum tuberosum) hat nicht nur viele Synonyme (Erdapfel, Erdbirne, Knulle, usw.), sie zählt auch zu den beliebtesten Knollengemüsen in Deutschland. Weltweit existieren nach Expertenmeinungen über 10.000 verschiedene Kartoffelsorten. Wie gut Kartoffel schmecken können, weiß man meistens erst, wenn man sie malselbst angebaut hat. Der Geschmack ähnelt so gar nicht dem, was man von der Supermarktware kennt. Alte und traditionsreiche Sorten tragen meistens zwar meistens etwas weniger, sind aber dafür häufig deutlich aromatischer.

Auch wenn Sie keinen großen Garten ihr Eigen nennen, können Sie Kartoffeln selbst anbauen. Unter Beachtung von einigen wenigen Tipps lassen sie sich leicht in Blumentöpfen, Plastiksäcken, ausrangierten Regentonnen oder Badewannen kultivieren. Pro Kartoffelpflanzen benötigen Sie zirka 10 Liter an Topfvolumen. In größeren Gefäßen können Sie problemlos drei bis vier Kartoffelpflanzen ziehen. Wichtig ist, dass es sich um Pflanzen einer Sorte oder zumindest um Kartoffelsorten mit ähnlichem Erntezeitpunkt handelt. Für eine erfolgreiche Ernte haben wir Ihnen die wichtigsten Punkte kurz und knapp zusammengefasst.

Für Kartoffeln aus dem eigenen Garten empfehlen wir folgende Produkte:
  • Floragard Aktiv Tomaten- & Gemüseerde: Spezialerde für ein sattes und gesundes Wachstum von nährstoffbedürftigem Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Kartoffeln, Gurken oder Auberginen.
  • Potato-Pot: Kinderleichtes Anbauen & Ernten von Kartoffeln im Garten, auf der Terrasse oder Balkon. Beobachten Sie das Wachstum der Kartoffeln durch das 2in1 Topfsystem.
  • Plantura Bio-Tomatendünger: Ein hoher Kalium-Anteil sorgt für aromatisch duftende und schmackhafte Tomaten. Als organischer Dünger ist er für die langfristige Nährstoffversorgung von Tomaten und vielen anderen Gemüsearten hervorragend geeignet.
   
  • Kartoffelpflanzen mögen es gerne sonnig. Stellen Sie das Gefäß mit den Kartoffeln an einen sonnigen Ort. Wichtig ist, dass im Sommer die Hitze sich nicht zu sehr staut. Ab einer Temperatur von über 25°C reduziert die Kartoffel das Ausbilden von Knollen. Eine mögliche Lösung ist, das Gefäß anfänglich an einen sehr sonnigen Standort zu stellen und im Hochsommer an einen etwas kühleren Standort umzusetzen.
  • Kartoffeln sind Starkzehrer und benötigen einen sandig-humosen Boden. Um jenen zu erzielen,können Sie Mutterboden mit Kompost oder Blumenerde und etwas Sand mischen.
  • Zum Treiben benötigen die Pflanzen je nach Sorte eine Bodentemperatur von 7-8°C. Wollen Sie früh ernten können Sie die Knollen bereits Ende Februar vorkeimen. Legen Sie die Kartoffeln an einen hellen Ort mit Temperaturen zwischen 10-18°C. Zur Pflanzzeit können die vorgetriebenen Kartoffeln dann direkt gesetzt werden.
  • Die Art des Gefäßes ist nebensächlich. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und greifen Sie zu Blumentöpfen, Regentonnen oder speziellen Kartoffelanbausäcken. Viel wichtiger ist, dass sich keine Staunässe bildet. Sorgen Sie für ausreichend viele Löcher am Boden des Gefäßes.
  • Wählen Sie am besten frühreife Sorten. Erstens reifen diese Knollen auch in raueren Gegenden garantiert aus und zusätzlich entgehen Sie der lästigen Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans), die meistens erst im Hoch- bzw. Spätsommer wütet. Empfehlenswerte frühe Sorten sind: Annabelle, Charlotte Lady, Christl, Erstling, Leyla und Sieglinde.
  • Achten Sie darauf, dass die Erde stets leicht feucht ist und nie komplett austrocknet. Zwar ist Staunässe zu vermeiden, aber leidet die Kartoffelpflanze unter Trockenheit, wird sie Ihnen dies mit einem niedrigen Ertrag quittieren. Freilandkartoffeln können tiefer in den Boden einwurzeln, der auch besser die Feuchtigkeit reguliert und nicht so schnell austrocknet. Besonders in kleineren Blumentöpfen kann die Erde an heißen Sommertagen schnell austrocknen, also ist besondere Vorsicht geboten.
  • Auch Kartoffeln freuen sich über ein reiches Nährstoffangebot. Die Erde sollte vorab mit Humus angereichert werden. Zusätzlich kann während der Pflanzsaison mit einem Flüssigdünger (Guano, etc.) gearbeitet werden.
  • Den richtigen Erntezeitpunkt zu finden erfordert etwas Geschick. Kurz nach der Blüte kann man mit der Hand vorsichtig in die Erde greifen und die Knollen abtasten. Die meisten Sorten können geerntet werden, wenn die Knolle die Größe eines Hühnereies erreicht hat. Nachdem frühreife Sorten nicht lange gelagert werden können, kann jeweils nur die Menge an Kartoffeln direkt aus dem Pflanzgefäß genommen werden, die auch verarbeitet wird. Die restlichen Knollen können noch weiter reifen und etwas größer werden.
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