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Rosen schneiden: Wann & wie werden sie geschnitten?

Wann und wie schneidet man Rosen? Wir zeigen, wie man beim Zurückschneiden von Rosen richtig vorgeht und was man beim Schnitt besonders beachten muss.

Rosen werden mit einer Gartenschere geschnitten
Das Schneiden von Rosen ist wichtig und gar nicht so schwer [Foto: perfectlab/ Shutterstock.com]

Das Schneiden verschiedenster Arten von Rosen (Rosa) ist gar nicht so schwierig, wie oft angenommen wird. Auch als Hobbygärtner kann Ihnen mit etwas Übung der optimale Rosenschnitt gelingen. Hierzu muss man die Pflanzen nur gut genug beobachten oder sich informieren, um den unterschiedlichen Wuchs der verschiedenen Rosen-Typen sowie ihr Blühverhalten kennenzulernen. In diesem Artikel erklären wir Ihnen genauer, wie Sie Ihre Rosen richtig schneiden. Dabei zeigen wir, was es im Hinblick auf den Zeitpunkt und die Schnitttechnik beim Rosenschneiden zu beachten gilt, damit Ihre Rosen Jahr für Jahr üppig wachsen und zahlreiche Blüten hervorbringen.

Wann sollte man Rosen schneiden?

Der Rosenschnitt erfolgt im Frühjahr und ausschließlich bei milder Witterung. In spätfrostgefährdeten, ungeschützten Lagen kann der erste Schnitt bis in den Mai verschoben werden. Denn Frost kann an den frischen Schnittstellen und am neuen Austrieb Schäden anrichten.

Wann Sie Rosen schneiden können:

  • Pflanzschnitt: Er wird im Frühling (März bis Mai) durchgeführt und zwar unabhängig davon, ob die Rose im Herbst oder im Frühjahr gepflanzt wird.
  • Jährlicher Frühjahrsschnitt: Dieser kann bei allen Rosen-Typen durchgeführt werden und erfolgt ebenfalls zwischen März und Mai. Wie er durchgeführt wird, hängt vom Wuchs- und Blühverhalten der Rose ab. Wir klären in den folgenden Absätzen im Detail, was das bedeutet.
  • Jährlicher Sommerschnitt: Der Sommerschnitt beschränkt sich auf das Entfernen von Wildtrieben und welken Blüten. Bei Letzteren gibt es jedoch einige Unterschiede zwischen den Rosen-Typen zu entdecken.
Rosenstrauch wird geschnitten
Ein Pflegeschnitt wird bei Rosen meist im Frühjahr vorgenommen [Foto: Karen Kaspar/ Shutterstock.com]

Tipp: Eine ausreichende Versorgung Ihrer Rosen mit Kalium macht sie widerstandsfähiger gegen kalte Winterfröste. So können die Schönheiten zum Beispiel mit einer Gabe unseres kaliumbetonten Plantura Bio-Rosendüngers gestärkt werden. Gerade bei lauwarmen Wintern und plötzlichen Kälteeinbrüchen im Frühjahr sollten Sie die jungen, empfindlichen Triebe dennoch besser mit einem Winterschutz abdecken.

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Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur

Das richtige Vorgehen beim Rosenschneiden

Folgende Grundregeln sollten Sie beim Rosenschnitt unbedingt beachten:

  1. Verwenden Sie eine scharfe Schere für einen glatten Schnitt
  2. Immer über einer nach außen zeigendene Knospe oder einem Auge schneiden
  3. Etwa 5 mm über der Knospe oder dem Auge schneiden, damit sie bzw. es nicht verletzt wird
  4. Schnittfläche schräg anlegen, damit Wasser abfließen kann

Tipp vom Profi: Sogenannte Augen sind versteckte, unentwickelte Knospenanlagen. Hier kann ein Seitentrieb entstehen. Bei Rosen lassen sie sich leicht erkennen: Sie bilden eine Art umgekehrtes „V“ oder sogar bereits den kugeligen Ansatz einer Knospe.

Pflanzschnitt bei Rosen

Der Pflanzschnitt bei Rosen soll eine gute Einwurzelung gewährleisten und ein Gleichgewicht von Wurzeln und Trieben herstellen. Wird die Pflanzung im Herbst durchgeführt, wird der Pflanzschnitt aufs Frühjahr verschoben. Bei einer Pflanzung im Frühjahr kann sofort geschnitten werden. Dabei müssen Sie nur ein paar kleine und einfache Regeln beachten:

  • Wurzelschnitt: Die Wurzeln auf eine Länge von etwa 20 – 30 cm unterhalb der Veredlungsstelle einkürzen. Durch diesen Wundreiz wird die Verzweigung der Wurzeln angeregt und die Rose wird zügiger anwachsen
  • Bei Strauch- und Wildrosen werden alle Triebe um die Hälfte einkürzt, sodass sie etwa 40 cm hoch sind
  • Kletterrosen werden auf 10 Augen über dem Boden zurückgeschnitten
  • Alle anderen Rosen sollten auf 3 – 5 Augen über dem Boden gekürzt werden
  • Auch beim Pflanzschnitt gelten natürlich die oben genannten Regeln zum richtigen Vorgehen beim Rosenschneiden
Stark zurückgeschnittene Rose
Nach der Pflanzung werden fast alle Rosen einmal stark eingekürzt [Foto: Antonina Vlasova/ Shutterstock.com]

Rosen im Frühjahr schneiden

Im Frühjahr können alle Rosen einen Rückschnitt erfahren. Für alle Rosenarten gelten die folgenden drei Grundregeln, nach denen der Grundschnitt durchgeführt wird:

  1. Totholz entfernen: Trockenes, verfrorenes Holz wird nah am Übergang zu gesundem Holz oder, falls nötig, an der Basis entfernt.
  2. Dünne und kranke Triebe entfernen: Diese rauben den gesunden und stärkeren Trieben die Kraft zum Blühen. Sie werden an der Basis der Pflanze oder an ihrem Ursprung an einem kräftigeren Trieb vollständig entfernt.
  3. Zu dicht wachsende Triebe auslichten: Stehen die Triebe zu dicht beieinander, wird derjenige mit dem schwächeren Wuchs oder der ungünstigeren Wuchsrichtung entfernt. Auf diese Weise lässt sich die Luftzirkulation im Rosenstock verbessern, sodass Rosenkrankheiten vorgebeugt wird.

Von diesem Grundschnitt ausgehend wird dann für verschiedene Rosengruppen ein individueller Schnitt durchgeführt, der einen guten Wuchs und eine reiche Blüte fördert.

Tipp: Eine Ausnahme bildet die Gruppe der Bodendeckerrosen. Diese werden nicht mit diesem Grundschnitt geschnitten.

Blühende Rose mit krankem Pflanzenteil
Kranke Pflanzenteile der Rose sollten so rasch wie möglich entfernt werden [Foto: Grandpa/ Shutterstock.com]

Wir haben für Sie die richtige Schnitttechnik für jede Rosengruppe zusammengefasst:

RosengruppeSchnitt im Frühjahr
BeetrosenRückschnitt auf 3 – 5 Augen über dem Boden. Schwach entwickelte Triebe werden dabei stärker eingekürzt als stark entwickelte. Extrem starkwüchsige Sorten (wie 'Gloria Dei') werden nicht ganz so tief (6 – 9 Augen über dem Boden), Zwergrosen sehr viel tiefer (2 – 3 Augen über dem Boden) zurückgeschnitten
EdelrosenEdelrosen erfahren ebenfalls einen Rückschnitt auf 3 – 5 Augen über dem Boden. Schwach entwickelte Triebe werden dabei stärker eingekürzt als stark entwickelte
Einmal blühende Strauchrosen
(Blüte im Juli und Juli, danach abnehmend)
Bei einmal blühenden Strauchrosen wird nur der oben beschriebene Grundschnitt durchgeführt. Nach Bedarf können dicht stehende oder blühfaule Triebe an der Basis entfernt werden
Öfter blühende Strauchrosen
(Blüte Juni – September)
Bei öfter blühenden Strauchrosen wird nach Bedarf leicht ausgelichtet, indem ganze Triebe entfernt werden. Alle 4 – 5 Jahre sollten ältere Triebe direkt über dem Boden entfernt werden
Einmal blühende Kletterrosen und Rambler
(Blüte im Juni und Juli, dann abnehmend)
Bei einmal blühenden Kletterrosen wird nur der oben beschriebene Grundschnitt durchgeführt. Nach Bedarf können dicht stehende oder blühfaule Triebe an der Basis entfernt werden
Öfter blühende Kletterrosen
(Blüte Juni – September)
Nach der ersten Blüte im Frühjahr werden die an den Langtrieben wachsenden Seitentriebe auf 3 – 5 Augen eingekürzt. Nur blühfaule, alte Langtriebe werden ganz an der Basis entfernt. Wie man Kletterrosen richtig schneidet, erklären wir Ihnen gerne auch noch einmal im Detail
BodendeckerrosenBodendeckerrosen erhalten keinen jährlichen Grundschnitt. Alle 3 – 4 Jahre werden sie ohne Rücksicht auf die Augen auf etwa 30 cm Höhe eingekürzt, wobei auf eine Heckenschere zurückgegriffen werden sollte
WildrosenBei Wildrosen wird nur der oben beschriebene Grundschnitt durchgeführt. Nach Bedarf können dicht stehende oder blühfaule Triebe an der Basis entfernt werden
Alte und historische RosenBei alten und historischen Rosen wird nur der oben beschriebene Grundschnitt durchgeführt. Nach Bedarf werden dicht stehende oder blühfaule Triebe an der Basis entfernt
Englische RosenJe nachdem, ob die Englischen Rosen einmal oder öfter blühen, werden sie genauso behandelt wie einmal oder öfter blühende Strauchrosen
StammrosenDie Kronen der Rosenstämmchen werden wie Beet- und Edelrosen auf 3 – 5 Augen oberhalb der Veredelungsstelle zurückgeschnitten
Kaskadenrosen/TrauerrosenStämmchen mit hängenden Trieben werden je nach ihrem Blühverhalten wie einmal oder öfter blühende Kletterrosen behandelt
Blühende Beetrose
Damit die Beetrose nicht zu sehr wuchert, muss sie zurückgeschnitten werden [Foto: theapflueger/ Shutterstock.com]

Rosen im Sommer schneiden: Soll man verblühte Rosen abschneiden?

Im Sommer werden keine größeren Schnittmaßnahmen mehr durchgeführt. Nur das Entfernen verwelkter Blütenstände steht in diesem Zeitraum an und auch hierbei sollte sich jeder Schnitt oberhalb eines nach außen weisenden Auges befinden. Dieser Sommerschnitt fördert das Wachstum und die Blütenbildung.

Tipp: Wenn sie Hagebutten als leuchtende Farbtupfer im Garten oder Nahrung für die Vögel behalten möchten, dürfen sie bei einmal blühenden Rosen keine verblühten Blütenstände abschneiden – es werden nämlich keine weiteren Blüten gebildet. Und auch bei öfter blühenden Rosen sollten Sie dann im Spätsommer das Abschneiden der Blüten unterlassen.

Wildtriebe bei Rosen erkennen und entfernen

Im Frühjahr und Sommer kann es bei veredelten Rosen – also fast allen Gartenrosen – zum Auswachsen eines Wildtriebes aus der Unterlage kommen. Wildtriebe lassen sich leicht an ihren kleineren, helleren Blättern erkennen. Außerdem besitzen sie mindestens sieben oder mehr Blättchen an einem Fiederblatt, während bei veredelten Sorten in der Regel fünf Blättchen am Fiederblatt stehen.

Rose wird zurückgeschnitten
Auch beim Abschneiden der Blüten wird knapp über einem Auge geschnitten [Foto: Petr Pohudka/ Shutterstock.com]

Rosen im Herbst und Winter schneiden?

Im Herbst und Winter gibt es in der Rosenpflege nicht viel zu tun. Geschnitten wird nicht, vor allem, weil ein Schnitt nun die Bildung von neuen Trieben anregen könnte. Diese jungen Triebe wären dann den Früh- oder Spätfrösten schutzlos ausgeliefert. Viele Rosen profitieren jedoch sehr von einem Winterschutz. Hierbei wird die Veredelungsstelle durch ein Häufchen Erde, Mulch oder mit Tannenzweigen abgedeckt, um sie vor Frost zu bewahren. Ganz besonders wichtig ist für winterfeste Rosen natürlich die richtige Düngung. Aus diesem Grund können Sie auch noch im Herbst mit unserem Plantura Bio-Rosendünger düngen. Dessen extra hoher Kaliumgehalt sorgt für frostsichere Pflanzenzellen und stabile Zellwände, denen kalte Temperaturen weniger anhaben können.

Für alle begeisterten Rosenfans haben wir noch viel weiteres Expertenwissen rund um die Rosenpflege, die Rosenpflege im Topf und alles, was Sie über den richtigen Rosendünger wissen sollten, vorbereitet.

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