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Rosen schneiden: Experten-Tipps zum richtigen Zeitpunkt & Schnitt

Damit Rosen nicht außer Kontrolle geraten, müssen sie regelmäßig geschnitten werden. Wir verraten, was Sie beim Schneiden von Rosen beachten sollten.

Rosen werden geschnitten
Das Schneiden von Rosen ist wichtig und gar nicht so schwer [Foto: perfectlab/ Shutterstock.com]

Das Schneiden von Rosen (Rosa) ist gar nicht so schwierig, wie oft angenommen wird. Auch als Hobbygärtner kann einem mit etwas Übung der optimale Rosenschnitt gelingen. Hierzu muss man die Pflanzen nur gut genug beobachten, um die unterschiedliche Wuchskraft der verschiedenen Rosensorten sowie ihr Blühverhalten kennenzulernen. In diesem Artikel erklären wir Ihnen genauer, was es beim Schneiden zu beachten gilt, damit Ihre Rose Jahr für Jahr üppig wächst und zahlreiche Blüten hervorbringt.

Rosen schneiden

Wann Sie Rosen am besten schneiden und wie Sie dabei am besten vorgehen, erklären wir Ihnen nachfolgend. Zudem geben wir Ihnen einen Überblick, wie Sie bei speziellen Rosensorten verfahren sollten.

Wann Rosen schneiden?

Einen Grundschnitt der Rose sollten Sie im Frühjahr vornehmen. Doch auch während der Wachstumsperiode kann das Schneiden von Rosen unter bestimmten Voraussetzungen durchaus sinnvoll sein.

Rosen im Frühjahr schneiden

Am besten schneiden Sie Ihre Rose im Frühjahr (März/April) vor dem Neuaustrieb. Dies gilt vor allem für öfterblühende Sorten. Die Rosen sollten schon vor ihrer Blütenhochsaison beschnitten werden, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Orientieren Sie sich hierbei am besten am Blühbeginn der Forsythien (Forsythia × intermedia), wenn Sie diese in Ihrem Garten haben.

Rosen schneiden
Ein Pflegeschnitt wird bei Rosen meist im Frühjahr vorgenommen [Foto: Karen Kaspar/ Shutterstock.com]

Rosen im Sommer schneiden

Verwelkte Blüten und kranke Triebe können und sollten sogar während des Jahres entfernt werden, um zum Beispiel eine Ausbreitung von Pilzkrankheiten auf die restliche Pflanze zu vermeiden. Auch kaputte Pflanzenteile und Triebe aus der Unterlage veredelter Pflanzen können Sie jederzeit herausschneiden. Diese Pflegemaßnahmen fördern die Pflanzengesundheit, verlängern die Blüte und sorgen dafür, dass die Wildrosen-Unterlage Ihre Edelrose nicht überwuchert.

Rosen im Herbst nach der Blüte schneiden

Einige Rosensorten – wie zum Beispiel Ramblerrosen – blühen nur einmal im Jahr und werden erst nach der Blüte zurückgeschnitten. Die Seitentriebe, welche Blüten getragen haben, werden hierbei eingekürzt. Gehen Sie dabei aber lieber etwas zurückhaltender vor: Weniger ist beim Rückschnitt von einmalblühenden Sorten meist mehr. Junge Einmalblüher müssen beispielsweise nicht jährlich geschnitten werden. Sie können die Triebe ganz einfach in die Horizontale biegen, wodurch die Rose aufgrund des Saftstaus dazu angeregt wird, blütenreiche Seitentriebe zu bilden.

Das richtige Vorgehen beim Rosenschneiden

Das richtige Schneiden von Rosen ist im Grunde gar nicht so schwierig. Folgende Grundregeln sollten Sie beim Rosenschnitt unbedingt beachten:

  1. Verwenden Sie eine scharfe Schere für einen glatten Schnitt
  2. Immer über einer nach außen zeigenden Knospe schneiden
  3. Etwa 5 mm über der Knospe schneiden, damit sie nicht verletzt wird
  4. Schnittfläche schräg anlegen, damit Wasser abfließen kann
  5. Erfrorenes (totes) Holz entfernen
  6. Dünne und schwache Triebe entfernen
  7. Kranke Triebe bis in das gesunde Holz hinein wegschneiden
  8. Zu dicht stehende Triebe herausschneiden
Rose mit kranken Blättern
Kranke Pflanzenteile der Rose sollten so rasch wie möglich entfernt werden [Foto: Grandpa/ Shutterstock.com]

Tipp vom Profi: Das Schnittgut von kranken Pflanzen sollte nicht auf den Kompost wandern. Entsorgen Sie den befallenen Rosenschnitt lieber im Hausmüll, um Neuinfektionen über die Kompostdüngung zu vermeiden.

Spezielle Rosensorten schneiden: Überblick

Schneiden Sie Ihre Rosen nur wenig oder gar nicht, werden auch nur wenige und schwache Triebe gebildet. Ein starker Rückschnitt hat hingegen einen üppigen Zuwachs und eine reiche Blüte zur Folge. Wie radikal zurückgeschnitten werden sollte, hängt dabei vor allem von der Wuchsform der Rosen ab. Nachfolgend gehen wir auf die wichtigsten Aspekte beim Schnitt von verschiedenen Rosensorten näher ein.

Besonderheiten beim Schneiden von Kletterrosen/Ramblerrosen

Schneidet man Kletterrosen nicht regelmäßig, verkahlen diese mit der Zeit und bilden nur noch im oberen Teil Blüten. Für eine reiche Blüte ist der Schnitt bei Kletterrosen daher unerlässlich. Ramblerrosen blühen in der Regel nur einmal im Jahr und werden im Herbst zurückgeschnitten. Blühen Ihre Kletterrosen mehrmals im Jahr, erfolgt der Rückschnitt im Frühjahr. Eine genaue Anleitung zum Schneiden von Kletterrosen finden Sie hier.

Besonderheiten beim Schneiden von Beetrosen

Beetrosen sollten im Idealfall buschig wachsen und gleichzeitig viele Blüten hervorbringen. Zu lange Triebe würden allerdings dazu führen, dass die Rose auseinanderfällt. Folgende einprägsame Regeln können Sie sich daher merken: Bei schwachwachsenden Beetrosen sollten drei gesunde Triebe mit drei Augen übriggelassen werden. Starkwachsende Beetrosen können Sie auf fünf Triebe mit je fünf Knospen zurückschneiden. Ausführliche Informationen zum Schnitt von Beetrosen haben wir außerdem in unserem Spezialartikel für Sie zusammengestellt.

Eine Beetrose
Damit die Beetrose nicht zu sehr wuchert, muss sie zurückgeschnitten werden [Foto: theapflueger/ Shutterstock.com]

Besonderheiten beim Schneiden von Bodendeckerrosen

Bodendeckerrosen sind sehr robust und pflegeleicht. Sie müssen nur etwa alle drei bis vier Jahre im Frühjahr ausgelichtet werden. Alle kräftigen Triebe werden dabei um zwei Drittel zurückgeschnitten. Nur wenn Sie Ihre Rose niedrig halten möchten, kann ein jährlicher Rückschnitt notwendig sein. Eine genaue Anleitung zum Schnitt von Bodendeckerrosen finden Sie hier.

Besonderheiten beim Schneiden von Edelrosen

Bei Edelrosen möchte man im Gegensatz zu den Beetrosen möglichst die Bildung langer und gerader Blütenstiele anregen. Verzweigungen sind hier nicht erwünscht. Bei schwachwachsenden Sorten lassen Sie daher drei bis vier gesunde, kräftige Triebe stehen, alle anderen schneiden Sie am Ansatz ab. Bei starkwachsenden Sorten können Sie fünf bis sechs Triebe stehenlassen. Weitere Informationen zum richtigen Schnitt von Edelrosen erhalten Sie hier.

Besonderheiten beim Schneiden von Stammrosen

Die jungen Triebe von Hochstammrosen werden auf vier Augen zurückgeschnitten. Weitere Schnittmaßnahmen können gegebenenfalls zur Formerhaltung der Krone beitragen. Wie Sie beim Schneiden von Stammrosen genau vorgehen, erklären wir Ihnen nochmal ausführlich in unserem Spezialartikel zu diesem Thema.

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