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Rheinischer Winterrambur: Beschreibung & Anbau des Apfels

Die Apfelsorte ‘Rheinischer Winterrambur’ eignet sich hervorragend für den Anbau als Hochstamm. Was man sonst noch über den Anbau des Rheinischen Winterramburs wissen sollte, sowie eine genaue Beschreibung des Apfels, finden Sie hier.

Apfelbaum Rheinischer Winterrambur in einem Obstgarten
Die Apfelsorte ‘Rheinischer Winterrambur’ gehört zu den ältesten Deutschlands [Foto: M. Volk/ Shutterstock.com]

Eine wirklich alte Apfelsorte ist der ‘Rheinischer Winterrambur’ (Malus ‘Rheinischer Winterrambur’). Auch wenn diese Sorte heute kaum noch kommerziell angebaut wird, wissen einige Hobbygärtner sie trotzdem zu schätzen, denn die Apfelbäume sind genügsam und pflegeleicht. Alles, was Sie über den Rheinischen Winterrambur wissen müssen, erfahren Sie in unserem Artikel.

Rheinischer Winterrambur: Herkunft und Geschichte

Die Apfelsorte ‘Rheinischer Winterrambur’ ist unter vielen Namen bekannt: Der Apfelbaum wird auch Schwedischer Rotkanzler, Jägerapfel, Haslinger oder Schönster vom Neckartal genannt. Er ist eine sehr alte Apfelsorte und wurde wohl schon im Jahr 1650 angebaut. Bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war diese Sorte ein beliebter Winterapfel und wurde vor allem im Rheinland angebaut. Neue Sorten haben diese alte Apfelsorte heute abgelöst, und die langlebigen Bäume kommen nicht mehr im Erwerbsobstbau zum Einsatz. Für Hobby-Gärtner kann der Rheinische Winterrambur trotzdem interessant sein, da die Sorte sehr pflegeleicht ist.

Rheinischer Winterrambur: Beschreibung von Eigenschaften und Geschmack

Rheinischer Winterrambur Apfelbäume sind starkwüchsig und wachsen ausufernd. Sie bilden eine große und breite Krone. Der Baum kann bis zu fünf Meter hoch wachsen. Er eignet sich daher für den Hochstammanbau oder für den Anbau als Halbstamm. Für den Spalier ist die Sorte weniger geeignet. Die Blütezeit des Apfelbaums ist im Mai. Mehr über die Beschaffenheit und den Geschmack der Früchte erfahren Sie im Folgenden.

Apfelbaum-Blüte
Der ‘Rheinische Winterrambur’ blüht im Mai [Foto: Anastasiia Malinich/ Shutterstock.com]

Eigenschaften von Winterrambur Äpfeln:

  • Größe Früchte, plattrund, meist stark gerippt
  • Farbe der Schale: Gelb-grün mit roten Streifen
  • Viele helle Punkte auf der Schale
  • Gelblich-weißes, festes Fruchtfleisch
  • Sehr süß, ohne viel Würze, säurearm

Anbau der Apfelsorte ‘Rheinischer Winterrambur’

Der Rheinische Winterrambur benötigt kaum Pflege und ist außerdem widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Er ist damit der ideale Apfelbaum für eine extensive Streuobstwiese. Sie sollten beim Anbau lediglich beachten, dass der Rheinische Winterrambur Befruchter braucht, um Früchte ausbilden zu können. Dazu eignen sich zum Beispiel die Sorten Ingrid Marie, Goldparmäne oder Freiherr von Berlepsch. Alles, was sonst noch wichtig ist beim Anbau von Rheinischen Winterrambur Apfelbäumen, haben wir für Sie nachfolgend zusammengefasst.

Der Anbau der Apfelsorte Rheinischer Winterrambur im Überblick:

  • Benötigt einen sonnigen und geschützten Standort
  • Die Sorte ist nur wenig frosthart
  • Auf einem durchlässigen, gleichmäßig feuchten Boden pflanzen
  • Muss nicht jährlich geschnitten werden
  • Resistent gegenüber Apfelbaum-Krankheiten und Schädlingen
  • Lediglich anfällig gegenüber Mehltau
  • Benötigt andere Apfelbäume als Befruchter
Apfelbaum auf einer Streuobstwiese
Der ‘Rheinische Winterrambur’ eignet sich besonders für Streuobstwiesen [Foto: Alice-D/ Shutterstock.com]

Eine ausführliche Anleitung zum Anbau von Apfelbäumen im eigenen Garten können Sie in unserem Spezial-Artikel nachlesen.

Erntezeit und Verwendung des Apfels ‘Rheinischer Winterrambur’

Mit der Ernte und dem Ertrag von Rheinischen Winterrambur Äpfeln geht ein ganz besonderes Phänomen einher: Die Apfelsorte liefert hohe Erträge, allerdings nur alle zwei Jahre. Dank des sogenannten alternierenden Ertrags, kann alson jedem zweiten Jahr mit einer reichen Apfelernte gerechnet werden.

Ab Mitte Oktober können Sie die Früchte des Rheinischen Winterrambur ernten. Bei richtiger Lagerung sind die Früchte bis in den Frühling genießbar.
Durch ihren sehr süßen und nicht besonders auffälligen Geschmack eignet sich die Sorte weniger als Tafelapfel. Besser ist es, daraus Apfelsaft zu pressen oder ihn für Apfelkuchen, als Bratapfel oder Kompott zu verwenden.

Mehr über das richtige Ernten und Lagern von Äpfeln können Sie hier nachlesen. Und wenn Sie von Äpfeln und Apfelsorten einfach nicht genug bekommen können: Weitere tolle alte Apfelsorten finden Sie in unserem Artikel „Alte & altbewährte Apfelsorten: Die 30 Besten im Überblick“.

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