Birnensorten: Die 35 besten altbewährten & neuen Sorten (Übersicht)

Es gibt eine große Auswahl an Birnensorten – wir haben die besten Birnensorten für Ihren Garten in einer Übersicht mit Bildern für Sie aufgelistet.

Leider kennen viele die Birne nur noch aus dem Supermarkt. Dort wird das beliebte einheimische Obst häufig als Tafelbirne vermarktet. Um den Sortennamen zu finden, muss der Kunde aber schon einen genaueren Blick auf das Etikett werfen. Damit auch wieder vermehrt Birnenbäume in den eigenen Garten gepflanzt werden, finden Sie hier eine ausführliche Liste mit Beschreibungen und Bildern zu den besten Birnensorten.

Birnensorten: Altbewährte Sorten

Während die Sorten Williams Christ (1770) und Conference (1894) aus England stammen, haben die Gute Luise (1778) und Abate Fetel (ursprünglich 1866 nach ihrem Entdecker Abbé Fétel benannt) in Frankreich ihren Ursprung. Diese Sorten haben es bis heute geschafft, einen festen Platz in den Obstregalen einzunehmen. Dass einige dieser Sorten weit über 200 Jahre alt sind, verwundert nicht, wenn man die Kulturgeschichte der Birne näher betrachtet. Neben diversen Arten von Wildbirnen hat die Tafelbirne, auch Kulturbirne genannt, ihren Ursprung in Asien. Von dort aus verbreitete sich die Kulturbirne über den Balkan nach Griechenland, wo diese vor über 3.000 Jahre bereits gezielt gezüchtet und vermehrt wurde. Besonders im 18. und 19. Jahrhundert blühte die Birne regelrecht auf. Europäische Züchter, vornehmlich aus Belgien, England und Frankreich, kreuzten, selektionierten und vermehrten allerlei Birnensorten. Viele dieser Sorten verbreiteten sich durch Händler und Geschäftsleute schnell in Zentraleuropa.

Birnen an Ast Birnen im Garten Birnenbaum

Einige Birnensorten sind weit über 200 Jahre alt und noch immer sehr beliebt [Foto: Imagarium/ Shutterstock.com]

Birnensorten: Bewahrung der guten, alten Sorten

Leider findet man viele der früher weit verbreiteten Sorten mittlerweile nur noch an einigen wenigen Orten. Besonders gefährdet sind die alten Regionalsorten, die sich teilweise jahrhundertelang in den jeweiligen klimatischen Bedingungen bewährt haben. Mit diesen Sorten verschwindet nicht nur ein Teil des Naturerbes beziehungsweise des natürlichen Genpools, sondern auch ein Teil an Lebensqualität und Lebensart.

Besonders auf alten Streuobstwiesen findet man sie jedoch manchmal noch: Die guten alten Birnensorten. Oft auf wüchsige Unterlagen veredelt, bieten diese Hochstammbirnen einen Unterschlupf für allerlei Lebenswesen wie Bunt- und Grünspechte, Waldkäuze oder auch Schiebenschläfer. Erfreulicherweise haben sich einige Spezialisten dem Vermehren von alten und besonderen Birnensorten angenommen und bieten auch Hochstämme an. Aus diesem Grund möchten auch wir von Plantura unseren Teil dazu beitragen, dass zumindest einige dieser Birnensorten weiterhin in den Köpfen und Gärten erhalten bleiben.

Nachfolgend finden Sie die Liste mit den neuen, robusten und alten Birnensorten.

Birnensorten: Die besten Sorten (Liste)

Abate Fetel: Um 1866 in Frankreich gefunden; große, lange Früchte; gelb-grüne Schale mit leichter Berostung; Pflückreife ab Ende September, Genussreife Oktober bis November; saftig-süßes, halbschmelzendes Fruchtfleisch; Befruchter: alle guten Pollenspender.

Alexander Lucas: Diese Sorte wurde 1870 in Frankreich gezüchtet; wird sowohl im Intensiv- als auch im Liebhaberanbau sehr geschätzt; mittelgroße, kelchbauchige Früchte; glatte, grünlich-gelbe Schale, später leuchtend gelb gefärbt und leicht rot oder rostig punktiert; Reife ab Ende September; im Kühllager bis zu 6 Monate haltbar; saftiges Fruchtfleisch mit angenehmen mild-süßem Geschmack; widerstandsfähig gegen Schädlinge, aber wind- und schorfempfindlich; Befruchter: Conference, Gute Luise, Bosc’s Flaschenbirne, Williams Christbirne, Madame Verte.

Bayerische Weinbirne (auch: Badische Mostbirne): Wird zum ersten Mal 1906 erwähnt; sehr große, flaschenförmige Früchte; weißlich-grüne Schale mit attraktiver orange-roter Sonnenseite; Reife im Oktober; circa 6 Monate lagerbar; saftiges Fruchtfleisch mit süß-herbem Aroma; wenig anfällig für Krankheiten, feuerbrandresistent, winterhart; gute Streuobstsorte.

Blumenbachs Butterbirne (auch: Soldat Laboureur, Auguste van Mons Soldat): Wurde 1820 gezüchtet; gehört zu den gefährdeten Birnensorten; mittelgroße, birnenförmige Früchte; weißlich-grüne Schale, später weißlich-gelb und netzartig berostet, am Steil oft einseitig stärker eingezogen; Reife ab Ende Oktober; früher und reicher Ertrag; feines, schmelzendes Fruchtfleisch mit einem erfrischenden, melonenartigen Aroma.

Blutbirne: Sehr seltene Sorte; Mittelgroße Früchte; grün bis rot verwaschene, gestreifte Schale; Pflückreife ab September, Genussreife bis Oktober; Auffälliges, rosenrotes Fruchtfleisch mit weißen Adern; beliebt als: Saft; Befruchter: alle guten Pollenspender.

Boscs’s Flaschenbirne (auch: Kaiser Alexander, Kaiserkrone, Alexanderbirne): Wurde 1780 in Frankreich gefunden und kam 1810 nach Deutschland; mittelgroße, flaschenförmige Früchte mit dickem Bauch; gelblich-grüne, trübe Schale, zur Vollreife gelblich-braune Färbung und bräunliche Berostung; Herbstbirne: Reife ab Ende Oktober; hart gepflückt lange haltbar; Sehr saftiges Fruchtfleisch, süß im Geschmack mit einer edlen Würze; nicht schorfanfällige, leicht kupfer- und schwefelempfindlich; guter Pollenspender; Befruchter: Conference, Williams Christbirne, Madame Verté.

Bunte Julibirne: 1857 zum ersten Mal in Frankreich verzeichnet; mittelgroße, kegel- bis birnenförmige Frucht; Schale grün-gelb bis leuchtend gelb, sonnenseits rot geflammt; Sommerbirne: Reife ab Juli; saftiges, zartschmelzendes Fruchtfleisch; winterhart; bevorzugt sonnigen bis halbschattigen, geschützten Standort; beliebt als: Tafelobst, Kompott, Saft, Obstbrand, Kuchenbelag, zum Einkochen.

Clapps Liebling: Gleichmäßige, mittelgroße bis große Früchte; helle, gelblich-grüne Schale, sonnenseits gelblich-rot; Herbstbirne: Reife Mitte bis Ende August; hartreif ernten; süß-saures, saftiges Fruchtfleisch; anspruchslose Frühbirne; windgeschützt anbauen; hohe Erträge; Befruchter: Gute Luise, Williams Christbirne, Bosc‘s Flaschenbirne.

Concorde: 1969 in England aus Comice x Conference gezüchtet; mittelgroße, länglich-flaschenförmige Früchte; grün-gelbe, raue Schale mit kleinen Rostflecken; Reife Mitte bis Ende September; hoher Ertrag; knackiges, saftiges Fruchtfleisch mit angenehmen süß-säuerlichem Aroma; wenig anfällig für Schorf; wächst auch im Kübel; beliebt als: Tafelbirne, Kompott.

Condo: 1965 in den Niederlanden aus den Sorten Vereinsdechants x Conference gekreuzt; junge Birnensorte; mittelgroße, schief-birnenförmige Früchte; glatte, grün-gelbe Schale; Reife ab Ende September; Genussreife von Oktober bis Dezember; saftiges, schmelzendes Fruchtfleisch mit süßem Aroma und feiner Säure; frosthart; beliebt als: Tafelbirne.

Conference: 1894 in England gezüchtet; flaschenförmige Früchte; grüne Schale, im fortgeschrittenen Reifestadium hellgelb; Reife ab Mitte September bis Anfang Oktober; sehr saftiges und zart schmelzendes Fruchtfleisch, wohlschmeckend mit leicht würzigem Aroma; winterfest und mehrjährig; Formobstbau, Hochstämme, Spalier, auch als Kübelpflanze für Balkon oder Terrasse; kaum Gehäuse; sehr kalorienarm und ballaststoffreich; beliebteste Tafelbirne.

Doppelte Phillipsbirne (auch: Beurré de Mérode, Sommer Diel): In Belgien im 19. Jahrhundert gezüchtet; große, abgestumpft-kegelförmige Früchte; grüne, später hellgelbe Schale, sonnenseits attraktiv rot gefärbt; Herbstbirne: Reife ab September; früh einsetzende, hohe Erträge; sehr saftiges, zart schmelzendes Fruchtfleisch mit erfrischend süßem Aroma; wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge; beliebt als: Tafelbirne, Obstsalat, Kuchenbelag.

Fäßlebirne: Alte, lokale Birnensorte des Breisgaues und Markgrälerlandes; mittelgroße, bauchige Früchte; grün-gelbe Schale, sonnenseits gerötet; Reife ab September; würzig-süßes Fruchtfleisch; beliebt als: Tafel-, Wirtschafts-, Koch- und Mostbirne

Frühe aus Trevoux: Mittelgroße bis große, birnenförmige Früchte; glatte grün-gelbe Schale, sonnenseits gelb-rot; Pflückreife im August (hartreif ernten), Genussreife Ende August bis Anfang September; erfrischendes, saftig schmelzendes Fruchtfleisch; sehr resistent gegenüber Krankheiten; Befruchter: Bosc‘s Flaschenbirne, Gellerts Butterbirne, Williams Christbirne, Madame Verté.

Gellerts Butterbirne: 1820 in Frankreich gezüchtet und nach dem Lieddichter Gellert benannt; große, abgestumpfte, breit-birnenförmige Früchte; stumpfgrüne bis gelbe Schale mit typischen braunem Rostüberzug, sonnenseits orange-rot; Reife ab Anfang September bis Mitte Oktober; bis Ende Oktober haltbar; sehr saftiges, schmelzendes Fruchtfleisch mit süßem-weinsäuerlichem Aroma; wenig schorfanfällig, gute Frosthärte; bevorzugt sonnigen, geschützten Platz; beliebt als: Tafelbirne, Obstsalat, Dörr-, Saft-, und Konservenbirne; Befruchter: Gute Luise, Williams Christbirne.

Gräfin von Paris: 1884 in Frankreich gezüchtet; große, längliche Früchte; hellgrüne Schale, Deckfarbe gelblich; pflückreif von Mitte bis Ende Oktober, genussreif November bis Februar; grobkörniges, süß-saftiges Fruchtfleisch, erlesener Geschmack; Bestäuber: Bosc‘s Flaschenbirne, Bunte Julibirne, Clapps Liebling, Gellerts Butterbirne, Madame Verté, Williams Christbirne.

Großer Katzenkopf (auch: Kronprinz Ferdinand, Schinkenbirne, Winterbutterbirne): Wurde bereits 1590 in fränkischen Baumschulen gezogen; heute nur noch vereinzelt verbreitet; sehr große, kugelig-kreiselförmige Früchte; dicke, mattglänzende Schale, gelblich gefärbt, sonnenseits bräunlich-rot geflammt, viele braune Schalenpunkten und leichte Berostung; Pflückreife ab Mitte Oktober; Genussreife von Dezember bis Januar; reichlicher Ertrag; festes, saftiges Fruchtfleisch mit süßem Aroma; färbt sich beim Kochen rötlich ein; beliebt als: Koch-, Dörr- und Mostbirne.

Gute Luise (auch: Frau Louise Bonne Louise d’Avranches, Bonne de Longueval, William IV, Prinz von Württemberg, Französische Rousselet): Traditionsreiche Sorte aus der Normandie; kleine bis mittelgroße, birnenförmige Früchte; glatt-glänzende, grüne Schale mit verwaschen-rötlicher Deckfarbe; Reife ab Anfang September bis Oktober; im Kühllager haltbar bis Januar; feinzelliges Fruchtfleisch mit sortentypischem süßlichem, schwach fruchtigem Aroma; sehr schorfanfällig, etwas holzfrostempfindlich; bevorzugt sonnigen, geschützten Standort; beliebt als: Tafelbirne, Obstsalat, Kuchenbelag, zum Einmachen.

Hofratsbirne (auch: Conseiller de la Cour, Marchal de Cour): Eine der letzten Züchtungen des Belgiers van Mons; große, kreisel- bis flaschenförmige Früchte; raue, hellgrüne Schale mit dicken, braunen Schalenpunkten, bei Vollreife düster gelblich-grün und auffällig zimtfarbig berostet; Pflückreife ab Ende September, Genussreife ab Mitte Oktober; gut lagerfähig, wird aber schnell überreif; weißes, sehr saftiges Fruchtfleisch mit angenehmer Säure und feiner Würze; äußerst robuste Sorte gegen Pilzkrankheiten und andere Schädlinge; geringe Bodenansprüche; beliebt als: Tafelbirne, Kompott; Befruchter: Bosc‘s Flaschenbirne, Gellerts Butterbirne, Gute Luise, Kongressbirne, Köstliche von Charneux, Madame Verté.

Kongressbirne (auch: Souvenir du Congress): 1852 in Frankreich gezüchtet; erhielt ihren Namen in Erinnerung an den internationalen Pomologenkongress 1867 in Paris; sehr große, unregelmäßige und verbeulte Früchte; glatte, gelblich-grüne Schale; zur Reife tiefgelb gefärbt und sonnenseits attraktiv rot verwaschen und gestreift, einzelne Rostflecken; Herbstbirne: Reife im September; nur kurz haltbar; sehr saftiges Fruchtfleisch mit süßem Aroma ohne Säure; mäßig schorfanfällig; eine der größten Birnensorten; beliebt als: Tafelbirne, Kompott; Befruchter: Williams Christbirne, Köstliche von Charneux.

Köstliche von Charneux: In Belgien gezüchtet; große, ovale oder kegelförmige Früchte; feine, grünlich-gelbe, später goldgelbe Schale, sonnenseits streifige Rötung; Reife ab Mitte Oktober; sehr saftiges, schmelzendes Fruchtfleisch mit intensiv süßem und würzigem Aroma; beliebt als: Tafel- und Wirtschaftsbirne; äußerst robuste Sorte, eignet sich auch zum Anbau als Hausbaum auf normalem Gartenboden; Befruchter: Bosc‘s Flaschenbirne, Gellerts Butterbirne, Gute Luise, Williams Christbirne.

Kuhfuß: Vor allem in Norddeutschland verbreitet; dickbauchige, mittelgroße Früchte; gelb-grüne bis rote Schale; pflückreif ab September, genussreif bis Mitte Oktober; feines, süß-saftiges Fruchtfleisch; eignet sich sehr gut für feuchte Böden; beliebt als: Wirtschaftsbrine; Befruchter: alle guten Pollenspender.

Lebruns Butterbirne (auch: Le Brun): 1855 in Frankreich gezüchtet; große, langkegelige, kelchbauchige oder walzenförmige Früchte; zitronengelbe Schale, fein punktiert und mit Rostflecken um Kelch und Stiel; Reifezeit von September bis Oktober; sehr saftiges, schmelzendes Fruchtfleisch mit süßweinigem, würzigem Aroma; Liebhabersorte; nicht windfest; beliebt als: Tafelbirne.

Madame Verté: 1820 in Belgien gezüchtet; mittelgroße, dickbauchige Früchte; dicke, mattgraue Schale, mattgelb gefärbt und sonnenseits leicht gerötet; Winterbirne: Pflückreife im Oktober, Genussreife von November bis Januar; festes, aber saftreiches Fruchtfleisch mit erfrischend fruchtig-herb-süßem Aroma; hoher Ertrag; geeignet für Spalieranbau, Streuobstwiesen oder auch als Hausbaum; beliebt als: Tafelbirne, Lagerbirne, Kompott; Befruchter: Bosc‘s Flaschenbirne, Gellerts Butterbirne, Köstliche von Charneux, Vereins Dechantsbirne, Williams Christbirne.

Minister Dr. Lucius (auch: Lucius): 1884 bei Leipzig gezogen; gehört zur Familie der Apothekerbirne; große, rundliche bis eiförmige oder länglich-birnenförmige Früchte; glatte, grünliche Schale, zur Reife gold-gelb, sonnenseits ansprechend leicht gerötet, zahlreiche Schalenpunkte, Berostung und Rostflecken; Reife von September bis Oktober; sehr saftiges Fruchtfleisch mit angenehmen herb, süß-säuerlichem Aroma; äußerst gesund; unempfindlich gegen Schädlinge; große Fruchtbarkeit; beliebt als: Tafelbirne, Kompott, Saft; Befruchter: Gute Luise, Blumenbachs Butterbirne, Bosc‘s Flaschenbirne.

Pitmaston (auch: Pitmaston Duchesse, Pitmastons Herzogin, Williams Duchess): 1841 in England aus Herzogin von Angouleme x Hardenponts Butterbirne gezüchtet; sehr große, länglich-birnenförmige, beulig-unebene Früchte; glatte, grüne Schale, zur Reife zitronengelb, viele Punkte und einzelne Rostflecken; pflückreif ab Mitte September, genussreif ab Mitte Oktober; circa 4 Wochen haltbar; saftreiches, schmelzendes Fruchtfleisch mit weinsäuerlichem Aroma; schorfanfällig, empfindlich gegenüber Gitterrost und Birnblattsauger; mit bis zu 800 g pro Frucht eine der größten Tafelbirnen; beliebt als: Tafelbirne, Schaufrucht.

Prinzessin Marianne: Um 1800 gezüchtet; nach einer Tochter des holländischen Königs benannt; mittelgroße, flaschenförmige Früchte; raue, grünlich- bis bräunlich-gelbe Schale mit zimtfarbiger Berostung zur Reife; Herbstbirne: Reife ab Ende September; saftig-schmelzendes Fruchtfleisch mit süß-säuerlichem Aroma; sehr widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten; beliebt als: Tafelobst.

Schweizerhose (auch: Frühe Melonen-Birne, Gurken-Birne, Schweitzer Bergamotte): Schon um 1800 in der Schweiz bekannt; kleine Früchte mit auffälligen roten, gelben und grünen Längsstreifen (erinnern an das Gewand der Schweizer Garde im Vatikan); Herbstbirne: Reife von September bis Oktober; saftiges, schmelzendes Fruchtfleisch mit süßem Geschmack; robuste und winterharte Liebhabersorte; beliebt als: dekorative Tafelbirne.

Ulmer Butterbirne: Erstmals 1868 unter dem Namen Albecker Steigbirne beschrieben; kleine, rundliche bis eiförmige Früchte; hellgelbe bis leicht grünliche Schale, sonnenseits kräftig rot gefärbt; Herbstbirne: Reife von Ende September bis Mitte Oktober; 2 Wochen haltbar; saftiges, schmelzendes Fruchtfleisch mit süßem, leicht würzigem Aroma; wird überwiegend für den Streuobstbau in höheren Lagen angebaut; beliebt als: Tafelbirne, Dörrbirne, zum Schnappsbrennen.

Vereins-Dechantsbirne (auch: Vereinsdechant, Doyenné du Comice, Comice): 1850 in Frankreich gezüchtet; große, runde bis kegelförmige Früchte; grau-grüne bis gelb-grüne Schale, sonnenseits leicht gerötet, überzogen mit gelb-braunen Punkten, Roststreifen und Flecken; Herbstbirne: Reife ab November; saftiges, butterartiges Fruchtfleisch mit verführerischem süßem Aroma und leichter Würze (wird wegen des außergewöhnlichen Geschmacks auch als „Königin der Birnen“ bezeichnet); wächst steil nach oben und sollte am Spalier gepflanzt werden; Befruchter: Bosc‘s Flaschenbirne, Conference, Gellerts Butterbirne, Köstliche von Charneux, Williams Christbirne.

Rias Butterbirne: Der Mutterbaum dieser Sorte steht in Barmstedt; mittelgroße, birnenförmige Früchte; grünliche Schale, zur Reifezeit eher gold-gelb bis rötlich; pflückreif von Mitte August bis Anfang September; bis 3 Wochen haltbar; gelblich-weißes, zartschmelzendes Fruchtfleisch; Befruchter: Clapps Liebling; Gute Luise; Madame Verté; Williams Christbirne.

Rote Williams Christbirne: Besonderheit unter den Birnensorten; große, glockenförmige Früchte; glatte, gelbliche Schale, zur Genussreife attraktiv dunkelrot gefärbt; Sommerbirne: Reife von August bis September; zartschmelzendes, süßes Fruchtfleisch mit süßem, muskatartigem Aroma; beliebt als: erfrischende Tafelbirne, Saft, Most, Kompott, Marmelade, zur Obstbrandherstellung; Befruchter: Vereins Dechantsbirne, Köstliche von Charneux.

Sommerbergamotte: Eins sehr langlebige Sorte; kleine bis mittelgroße Früchte; glatte gelbe Schale, sonnenseits rot; Reife ab Ende August; sehr aromatischer Geschmack Befruchter: alle guten Pollenspender.

Stuttgarter Geißhirtle: Angeblich in der Nähe von Stuttgart von einem Ziegenhirten gefunden; kleine bis mittelgroße Frucht; gelblich-grüne Schale, sonnenseits trüb rötlich; Sommerbirne: Reife von August bis September; saftiges, leicht körniges Fruchtfleisch mit Zimtnote; sehr anspruchslose Sorte, gute Widerstandfähigkeit gegen Schädlinge und Krankheiten; beliebt als: Tafel- und Wirtschaftsbirne; Befruchter:  Clapps Liebling, Gellerts Butterbirne, Gute Luise, Williams Christbirne.

Triumph aus Vienne: 1874 in Frankreich gezüchtet; sehr große Früchte; raue, grün-gelbe Schale, sonnenseits rot; Reife ab Mitte September; 3 Wochen haltbar; saftiges, angenehm süßes Fruchtfleisch; Ertrag in jedem zweiten Jahr sehr hoch; Befruchter: Clapps Liebling, Gräfin von Paris, Gute Luise.

Felix

Ich bin studierter Wirtschaftsingenieur, aber im Herzen schon immer ein begeisterter Hobbygärtner. Seit über zehn Jahren baue ich Obst und Gemüse im eigenen Garten an, dabei liegt meine Leidenschaft vor allem bei seltenen und besonderen Sorten.
Lieblingsobst: Rotfleischige Pfirsiche und Pluots (Kreuzung Aprikose und Pflaume)
Lieblingsgemüse: Palmkohl, Tomaten und Kardonen

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