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Eisendünger: Anwendung, Wirkweise & Giftigkeit von Eisensulfat

Eisen als Nährstoff wird vor allem für die Bildung von Enzymen gebraucht. Hier erfahren Sie, wie Eisendünger angewendet wird und ob er giftig ist.

Rose mit hellen Blättern
Das Gelbwerden von Blättern ist ein Symptom von Eisenmangel [Foto: Maren Winter/ Shutterstock.com]

Nicht nur wir Menschen können an Eisenmangel leiden, sondern auch Pflanzen kann dieses Spurenelement fehlen. In diesem Fall wird eine Düngung mit Eisen nötig. Bei uns zeigt sich Eisenmangel durch Kopfschmerzen, Müdigkeit, brüchige Nägel und viele weitere Symptome. Wie erkennen wir aber nun bei unseren Pflanzen, ob es ihnen an Eisen mangelt und wir mit etwas Dünger nachhelfen müssen? Auf diese Frage liefern wir Ihnen hier die Antwort wie auch weitere Informationen rund um das Thema Eisendüngung.

Bevor wir genauer auf die Anwendung von Eisendünger und seine Wirkweise eingehen, ist es wichtig zu verstehen, welche Eigenschaften Eisen besitzt und warum unsere Pflanzen Eisen benötigen.

Eigenschaften von Eisen im Überblick

Eisen ist ein wichtiger Bestandteil in unserem Leben. Als Baustoff findet es in unseren Häusern Verwendung und sogar unser Frühstücksaft ist mit Eisen angereichert. Wir können Eisen aber auch im Periodensystem entdecken, und zwar unter dem Elementsymbol Fe, von der lateinischen Bezeichnung ferrum abgeleitet. Eisen ist ein Schwermetall, das entweder als zwei- oder dreiwertiges Eisen (Fe2+ oder Fe3+) oder in Verbindungen (Oxide, Salze) vorkommt. Für unsere Pflanzen ist nur das Fe2+ interessant, denn dieses können sie aufnehmen und sich davon ernähren. Das Fe3+ ist nicht direkt für die Pflanzen verfügbar. Das gebundene Eisen kann durch Verwitterung aus den unterschiedlichen Mineralen freigesetzt werden. Bei dieser Verwitterung werden Eisen-Ionen frei, jedoch beeinflussen mehrere Faktoren die Verfügbarkeit von Eisen, so beispielsweise der pH-Wert und die Feuchtigkeit. In einem feuchten Boden mit einem pH-Wert von 6 bis 6,5 befindet sich meistens hohe Menge des Fe2+. Steigt der pH-Wert auf über 6,5 und hat man zusätzlich noch mit Trockenheit zu kämpfen, nimmt diese Verfügbarkeit immer mehr ab. Das Eisen wird gebunden und steht der Pflanze dann nicht mehr zur Verfügung.

Warum benötigen Pflanzen Eisen?

Das Eisen ist zwar kein direkter Bestandteil des Blattgrüns (Chlorophyll), das für die Photosynthese verantwortlich ist, aber es spielt eine wichtige Rolle bei dessen Bildung. Es fungiert dabei als Katalysator – das bedeutet, es beschleunigt und unterstützt die Bildung des Blattgrüns.

Himbeerpflanze mit grünen Blättern
Eisen spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung von Blattgrün [Foto: genkur/ Shutterstock.com]

Eine weitere wichtige Aufgabe hat Eisen bei der Atmung der Pflanzen, genauer gesagt im Zusammenhang mit der Atmungskette. Die Atmungskette ist ein Teil des Energiestoffwechsels. Hierbei wird aus den aufgenommenen Nährstoffen Energie erzeugt – ein überaus wichtiger Vorgang für alle Lebewesen. Eisen ist oftmals auch Bestandteil von verschiedenen Enzymen, die im Stoffwechsel unterschiedliche Rollen übernehmen. Das Fe3+ ist nicht direkt für die Pflanzen verfügbar, denn es muss erst im Boden in Fe2+ umgewandelt oder chelatisiert werden. Pflanzen können nur Fe2+ oder chelatisiertes Fe3+ aufnehmen. Chelate sind Komplexe, die als ganze Moleküle von den Pflanzen aufgenommen werden können. Das Wort „Chelat“ stammt vom griechischen chele und bedeutet so viel wie Kralle oder Krebsschere – und das beschreibt auch gut, was Chelate überhaupt sind. In der Mitte eines Chelats befindet sich ein Ion, oft ein Schwermetall wie Eisen. An dieses klammern sich größere organische Moleküle und halten es fest. Diese Verbindungen sind sehr stabil, Nährstoffe können als Chelat von der Pflanze einfacher aufgenommen werden.

Eisenmangel bei Pflanzen erkennen

Wie zeigt sich nun ein Eisenmangel bei unseren Pflanzen? Ein Symptom von Eisenmangel ist das Gelbwerden von Blättern, wobei die Blattadern grün bleiben – dies sind sogenannte Chlorosen. Diese Chlorosen bilden sich zuerst an den jungen Blättern. Wenn der Mangel stärker wird, bilden sich Nekrosen (absterbendes Gewebe) vom Blattrand ausgehend. Wenn ein Eisenmangel auftritt, tritt zugleich auch ein Mangel an Chlorophyll, Protein und Energie auf. Daher vermindert sich das Wachstum wie auch der Ertrag der Pflanze. Auch die Farbe von Blüten kann verblassen und diese können insgesamt kleiner bleiben. Die Wurzeln sind bei einem Eisenmangel meistens kurz und haben viele kurze Seitenwurzeln. Wird der Eisenmangel nicht behandelt, können Ihre Pflanzen sogar absterben – allerdings nur, wenn es sich um einen starken Mangel handelt.

Himbeere mit Eisenmangel
Bei einem Eisenmangel färben sich die Blätter gelb, wobei die Blattadern grün bleiben [Foto: Sarah2/ Shutterstock.com]

Besonders auf kalkreichen Böden ist Eisenmangel oftmals anzutreffen, denn dort wird Eisen durch das dort vorhandene Calciumcarbonat ausgefällt. Dadurch kann das Eisen nicht mehr aufgenommen werden. Einige Pflanzen können dabei bereits aufzeigen, auf welchem Boden sie wachsen – zum Beispiel sind Böden, auf denen viel Huflattich, Brennnesseln oder Löwenzahn wachsen, oft kalkreich. Weitere Informationen zu Chlorosen haben wir auch hier in einem Spezialartikel für Sie zusammengetragen.

Zusammenfassung Anzeichen für Eisenmangel bei Pflanzen:

  • Vorliegen einer Chlorose, wobei die Blattadern grün bleiben
  • Anzeichen treten zuerst an den jungen Blättern auf
  • Später treten Nekrosen vom Blattrand beginnend auf
  • Gehemmtes Wachstum
  • Geringer Ertrag
  • Blasse, kleine Blüten
  • Auftreten kurzer Wurzeln und vieler Seitenwurzeln

Trockenheit und Verdichtungen können ebenfalls Gründe sein, dass die Pflanze Eisen nicht aufnehmen kann. Daher lohnt es sich nach einer längeren Dürre, die Pflanzen ordentlich zu wässern. Auch staunasse und verdichtete Böden können für die Eisenaufnahme der Pflanzen hinderlich sein. Solche Böden hemmen oft das Wurzelwachstum und es entsteht ein Sauerstoffmangel beziehungsweise zugleich ein Kohlendioxid-Überschuss. Mechanisches Lockern und das Einarbeiten von vornehmlich organischen Düngern wie unseren Plantura Bio-Düngern kann Verdichtungen den Garaus machen.

Ein weiterer wichtiger Faktor, der Eisenmangel auslöst, ist der Überschuss von anderen Schwermetallen im Boden. Der Transport und die Aufnahme von Eisen kann gehemmt werden, wenn viele Ionen von Chrom, Kupfer, Kobalt, Zink, Mangan oder Nickel sich im Boden tummeln. Rindenhumus kann viel Mangan enthalten und besonders ein Zink-Überschuss kann zu einem Eisenmangel führen.

Weinblatt mit Eisenmangel
Ein Eisenmangel kann viele Auslöser haben [Foto: Sarah2/ Shutterstock.com]

Generell kann man sagen, dass man mit Problemen rechnen muss, sobald das Gleichgewicht der Ionen im Boden gestört ist. Besonders interessant ist das Zusammenspiel von Eisen und Phosphor. Wenn viel Phosphor im Boden vorhanden ist, ist es möglich, dass sich diese beiden Nährstoffe verbinden und Eisen(III)-Phosphat bilden. Diese Verbindung kennen wir als Schneckenkorn, aber es kann sich auch im Boden bilden und somit die Nährstoffe binden.

Hier haben wir Ihnen noch einmal kurz die Eisenmangel-Auslöser aufgelistet:

  • Zu hoher pH-Wert
  • Staunässe
  • Trockenheit
  • Gehemmtes Wurzelwachstum
  • Ungleichgewicht und Überschuss anderer Nährstoffe
  • Hoher Phosphor-Gehalt

Eisendünger richtig anwenden

Sind Ihre Pflanzen nun von einem Eisenmangel betroffen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihnen dieses zuzuführen. Da Eisen über die Wurzeln und über die Blätter aufgenommen werden kann, stehen Ihnen hierbei mehrere Anwendungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Eisen-Blattdüngung

Eisen kann man nicht nur über den Boden düngen, sondern auch als Blattdüngung. Die Vorteile einer Blattdüngung ist, dass die Wirkung sehr schnell eintritt. Da der Dünger nicht in den Boden eingebracht wird, kann er auch nicht ausgewaschen werden und ist trotz Bodentrockenheit wirksam. Eine Blattdüngung kann allerdings nur mit einer geringen Konzentration angewendet werden, um Schäden an den Blättern zu vermeiden.

Tomatenpflanze mit Eisenmangel
Wir empfehlen Ihnen Eisendünger nur zu verwenden, wenn dies absolut notwendig ist [Foto: Burapawalker/ Shutterstock.com]

Diese Form der Düngung muss zudem häufiger angewendet werden und die Dünger sind leider auch etwas teurer als andere Eisendünger. Es ist durchaus auch möglich, vorbeugend regelmäßig Eisendünger zu verwenden und Mangelsymptomen so entgegenzuwirken. Halten Sie sich dabei aber immer an die Produktbeschreibung und die empfohlenen Dosen. Bei der Verwendung von Eisendüngern ist es zudem wichtig, diese nicht in praller Sonne und bei Temperaturen über 25 °C anzuwenden – das kann zu Pflanzenschäden führen.

Eisendünger im Gießwasser

Auch kann man Eisen mit dem Gießwasser hinzugeben. Dazu löst man den Eisendünger gemäß der Produktbeschreibung im Gießwasser auf und gibt ihn zu den Pflanzen. Im Gießwasser reicht eine Menge von 1 bis 2 mg Eisen pro Liter Wasser für eine ordentliche Eisendüngung aus. Spülen Sie danach die Gießkanne gründlich aus, um auch die letzten Produktrückstände daraus zu entfernen. Achten Sie auch darauf, nicht den Boden oder Ihre Kleidung mit dem Eisendünger zu beschmutzen. Das ergibt unschöne Rostflecken, die entweder nur schwer oder gar nicht zu entfernen sind.

Welche Pflanzen sind oft von einem Eisenmangel betroffen?

Vereinfacht gesagt sind besonders stark zehrende Kulturen oft betroffen. Zierpflanzen wie Rosen (Rosa), Hortensien (Hydrangea), Magnolien (Magnolia) und Rhododendren leiden besonders häufig darunter. Rhododendron- und Rosendünger enthalten oftmals schon einen kleinen Anteil an Eisen, um einer Chlorose durch Eisenmangel vorzubeugen. Auch Starkzehrer unter den Gemüsearten wie Tomaten (Solanum lycopersicum), Gurken (Cucumis sativus) und Paprika (Capsicum) haben mit dem Mangel an Eisen zu kämpfen.

Rote Petunien
Petunien sind besonders häufig von Eisenmangel betroffen [Foto: McGraw/ Shutterstock.com]

Bei Obst findet man oft einen solchen bei Beeren, Äpfeln (Malus) und Quitten (Cydonia oblonga). Die Blumenliebhaber unter Ihnen, die gerne Petunien (Petunia) am Balkon haben, werden sicherlich auch schon einmal mit einem Eisenmangel konfrontiert gewesen sein. Wenn eine Chlorose bei den Petunien auftritt, handelt es sich meist um einen Eisenmangel. Mehr über eine Chlorose bei Petunien erfahren Sie auch hier.

Eisendünger für Rasen und gegen Moos

Auch Ihr liebster grüner Rasen kann unter Eisenmangel leiden. Dies wird meistens durch die Bodenbeschaffenheit verursacht. Manch ein Boden enthält mehr Eisen, ein anderer dafür weniger. Um sich aber ganz sicher zu sein, können Sie eine Bodenuntersuchung vornehmen. Eine Möglichkeit der Verwendung von Eisendünger auf dem Rasen ist die Bekämpfung von unliebsamem Moos. Wenn Ihr Rasen stark vermoost ist, können Sie das feuchte Moos mit Eisendünger behandeln. Zuvor sollten Sie den Rasen dafür auf ungefähr 3 bis 4 cm Länge mähen und das Moos danach mit dem Eisendünger (Eisen(II-)Sulfat) behandeln. Anwenden kann man Eisendünger entweder als Granulat oder, wie bereits beschrieben, als flüssigen Dünger in das Gießwasser gemischt. Die Anwendung sollte dabei im Frühling in den Monaten März oder April geschehen, falls der Boden bereits völlig aufgetaut ist. Danach stirbt das Moos nach circa zwei Wochen ab und verfärbt sich bräunlich bis schwarz. Sie können das Moos dann einfach mit einer Harke oder einem Rechen entfernen. Besonders wichtig ist, dass Sie die Lücken, die das Moos hinterlässt, wieder füllen.

Rasen wird von Moos entfernt
Wird der Rasen mit organischem Langzeitdünger behandelt, kann der Rasen gleich nach der Düngung wieder betreten werden [Foto: stephen chatterton/ Shutterstock.com]

Nach der Entfernung sollten Sie wieder Gras säen, damit sich keine anderen Unkräuter oder Moos ansiedeln. Wenn Sie diese Moosentfernung im Frühjahr vornehmen, ist dies ideal, damit die Nachsaat gut anwachsen kann. Betreten Sie den Rasen nach der Anwendung von Eisendüngern für ungefähr zwei Wochen nicht. Halten Sie zudem Ihre Haustiere von den Rasenflächen fern – es könnte zu Vergiftungserscheinungen kommen. Was Sie noch gegen Moos im Rasen unternehmen können, erfahren Sie hier in unserem Spezialartikel.

Wir empfehlen Ihren Rasen stets mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen und auf organische Langzeitdünger wie unsere Plantura Bio-Rasendünger zu setzen. Damit wird Ihr Rasen nicht nur fit und sattgrün, sondern Sie schonen auch noch das Bodenleben und können Ihren Rasen stets gleich nach der Düngung wieder betreten. Mehr Infos zu unserem Bio-Rasendünger finden Sie hier.

Plantura Bio-Rasendünger
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Vitaler, satt-grüner Rasen,
gut für den Boden,
unbedenklich für Mensch, Tier & Natur

Eisendünger für Aquarien

Auch Aquarienpflanzen brauchen Nährstoffe, denn wenn die Pflanzen Chlorosen zeigen, fehlt es auch ihnen an Eisen. Dass ein Eisenmangel im Aquarium gar nicht so selten ist, zeigt sich allein schon daran, dass der erste Aquariumdünger im Handel ein Eisendünger war. Eine generelle Mengenempfehlung kann man für die Anwendung nicht geben. Jedes Aquarium ist individuell bezüglich der Füllmenge, der Filtersysteme, des Besatzes, der Fütterung und der Bepflanzung. Ein optimaler Eisengehalt in einem Aquarium liegt bei 0,03 bis 0,1 mg/l. Dieser kann mit Teststreifen aus der Zoofachhandlung ganz leicht überprüft werden. Ein weiterer Indikator für einen ausreichenden Eisengehalt ist das Wachstum von Wasserlinsen. Wenn Sie Wasserlinsen im Aquarium haben und genug Eisen, dann vermehren sich die Linsen gut. Gibt es einen Mangel an Eisen, stellen die Wasserlinsen ihr Wachstum ein. Leider ist die Düngung im Aquarium – egal, um welchen Nährstoff es geht – oft mit der Bildung von Algen verbunden. Daher sollten Sie bei der Dosierung sehr vorsichtig sein und eher etwas weniger als zu viel zu düngen.

Ist Eisendünger giftig?

Generell sind Eisendünger giftig und Sie sollten den Körperkontakt mit diesen Düngemitteln stets meiden. Waschen Sie Ihre Hände gründlich, wenn Sie damit in Kontakt gekommen sind. Sollten Sie Beschwerden nach einem Kontakt mit Eisendünger haben, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf.

Hände werden unter Wasserstrahl gewaschen
Bei Hautkontakt mit dem giftigen Eisendünger sollten Sie Ihre Hände sofort gründlich waschen [Foto: Alexander Raths/ Shutterstock.com]

Aber nicht nur die Giftigkeit gilt es zu beachten, sondern auch die unschönen Flecken, die der Eisendünger auf Ihrem Boden oder anderen Gegenständen hinterlassen könnte. Die Rostflecke lassen sich meistens nur schwer oder gar nicht entfernen. Seien Sie dabei auch mit Ihrer Kleidung vorsichtig. Es wäre doch sehr schade um Ihre Lieblingshose, wenn sie mit unschönen Flecken beschmutzt würde.

Eisendünger kaufen

Eisendünger haben je nach Produkt eine unterschiedliche Zusammensetzung. Sie enthalten aber in aller Regel immer die Nährstoffe Stickstoff und Eisen, die mit den Abkürzungen N und Fe gekennzeichnet sind. Wir empfehlen Ihnen Eisendünger nur zu verwenden, wenn dies absolut notwendig ist. Oft kann Nährstoffmängeln vorgebeugt werden. Unser Plantura Bio-Hortensiendünger mit organischer Langzeitwirkung enthält beispielsweise eine kleine Menge Eisen, um einem Eisenmangel bei Hortensien von Vorneherein vorzubeugen.

Plantura Bio-Hortensiendünger
Plantura Bio-Hortensiendünger
Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur

Eisendünger selbst herstellen

Wer keinen Eisendünger kaufen möchte, dem steht auch eine andere Möglichkeit offen: Die der eigenen Herstellung. So werden Ihr Geldbeutel und natürlich auch die Umwelt geschont. Weil Pflanzen Eisen als essentielles Nährelement aufnehmen, ist es natürlich in pflanzlichen Abfällen, Bokashi oder Kompost enthalten. Stark eisenhaltiges Pflanzenmaterial wie Spinat, Kichererbsen, Linsen oder Kidneybohnen sind zur Erzeugung eisenhaltigen Düngers besonders geeignet. Weil das zweiwertige, besser pflanzenverfügbare Eisen auch im Kompost nur bei niedrigem pH-Wert vorrangig vorliegt, kann man diesen vor der Verwendung als Dünger mit Zitronensaft oder Orangensaft mischen.

Ähnlich funktioniert ein alter Trick, mit dem unserem Körper Eisen zugeführt werden sollte. In einen Apfel gesteckte Eisennägel oxidieren infolge des Kontaktes mit Äpfelsäure. Die Apfelschnitze dann zerkleinert unter die Pflanzerde zu mischen liefert also ebenfalls leicht pflanzenverfügbares Eisen. Doch es geht noch einfacher: Viele Pflanzen haben selbst so effektive Taktiken zur Gewinnung von Eisen aus dem Boden, dass bereits das Einstecken von Eisennägeln in die Pflanzerde ausreichen kann. Bei der Pflanzung – vor allem im Kübel – reichlich gelben Sand mit einzumischen kann einem Eisenmangel ebenfalls vorbeugen. Denn die Gelbfärbung des Sandes stammt von anhaftenden Eisenoxiden. Ein weiterer sehr effektiver Eisenlieferant ist Blutmehl, das man käuflich erwerben oder aus eigener Schlachtung gewinnen kann.

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