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Buchsbaumzünsler: Alles, was Sie zum Zünsler wissen müssen

Wer ihn loswerden will, muss den Buchsbaumzünsler verstehen. Hier gibt es alles zum Erkennen und Bekämpfen der gefräßigen Schmetterlingsraupen.

Sie haben an Ihrem Buchsbaum (Buxus) verfärbte Blätter, abgestorbene Astpartien, weiße Gespinste und Raupen beobachtet – oder diese Symptome in der Nachbarschaft bemerkt?  Möglicherweise handelt es sich um einen Befall mit dem berüchtigten Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis). Nun heißt es, sich schnell zu informieren und zu handeln, um Schäden an Ihren Sträuchern zu minimieren.

Buchsbaumzünsler

Der Buchsbaumzünsler ist eine invasive Spezies aus Ostasien. Er wurde vor einigen Jahren nach Mitteleuropa eingeschleppt und ist auf unseren Buchsbaum spezialisiert, was in vielen Gegenden zu völligem Kahlfraß führt. Dieser Übersichtsartikel informiert Sie knapp darüber, wann der Buchsbaumzünsler im Jahresverlauf auftritt, wie Sie ihn erkennen und bekämpfen können und welchen Einfluss der Zeitpunkt auf den Bekämpfungserfolg hat.

Buchsbaumzünsler: Auftreten im Jahresverlauf

Das Problem mit dem Buchsbaumzünsler ist, dass er ein recht verstecktes Dasein führt. Die Falter sind nachtaktiv, die Eiablage geschieht daher unbemerkt – sofern man nicht eine geeignete Pheromonfalle verwendet. Direkt unter diesem Absatz sehen Sie eine Tabelle, welche die Entwicklung des Zünslers im Jahresverlauf abbildet. Es handelt sich dabei leider um keine allgemeingültige Darstellung, denn die Geschwindigkeit der Larvenentwicklung ist unter anderem temperaturabhängig. Bereits ein sehr mildes oder sehr harsches Frühjahr kann eine Verschiebung um einige Wochen bewirken. Die Beobachtung des Falterfluges mit Fallen und die regelmäßige Kontrolle der Sträucher zwischen März und September ist daher leider die einzig zuverlässige Möglichkeit, einen beginnenden Befall rechtzeitig zu bemerken.

MonatAprilMaiJuniJuliAugustSeptember
EntwicklungszustandRaupen (überwintert)KokonsFalter, EierEier, RaupenKokons, FalterFalter, Eier, Raupen
GenerationGeneration VorjahrGeneration 1Generation 2

Buchsbaumzünsler erkennen

Glücklicherweise ist die Erkennung lange vor dem Auftreten gelber und toter Triebe im Strauch möglich: Die gelblichen Eier befinden sich in den Außenbereichen des Buchsbaumes, in dicht gepackten „Eispiegeln“. Aus ihnen schlüpfen nur wenige Millimeter große Larven. Sie sind eher hell und grün-gelb gefärbt und besitzen eine typische schwarze Kopfkapsel. Sofort nach dem Schlupf machen sie sich auf den Weg ins geschützte Innere des Strauches, um sich dort in Gespinsten zu verstecken und schabend an den giftigen Buchsbaum-Blättern zu fressen. Sind sie etwas größer geworden und haben mehrere Häutungen hinter sich, verändert sich die Farbe der Raupen etwas ins Dunkle und die charakteristische schwarz-weiße Zeichnung entsteht. Nun verlassen sie das Innere des Buchsbaums und begeben sich wieder in die Außenbereiche. Nach 6 Larvenstadien schließlich folgt die Verpuppung, ebenfalls versteckt in Gespinsten. Der daraus entstehende kleine Schmetterling ist in der Regel hell gefärbt. Er sorgt für die nächste Generation gefräßiger Raupen. Wir haben für Sie detaillierte, mit Bildern versehene Artikel erarbeitet, welche die Eier des Zünslers, die zugehörigen Raupen sowie die Buchsbaumzünsler-Falter genau beschreiben. Mehr zum Erkennen des Zünslers finden sie in diesem Spezialartikel. Wenn Sie nach dieser Beschreibung doch eine andere Erkrankung Ihres Buchsbaumes vermuten, können Sie sich hier über weitere Krankheiten von Buxus informieren.

Buchsbaumzünsler Kokon
Der Kokon des Buchsbaumzünslers ist ebenfalls im Gespinst versteckt

Zusammenfassung Buchsbaumzünsler erkennen:

  • Bei starkem Befall kommt es zum Absterben von kleineren oder größeren Astpartien.
  • Ein Befall ist viel früher an Gespinsten und den maximal 5 cm langen Raupen erkennbar. Die Raupen sind grün-gelb, später mit schwarz-weißer Zeichnung und weißen Borsten. Typisch ist die schwarze Kopfkapsel.
  • Die Eier sind gelblich und werden zu mehreren in den Außenbereichen unter dem Blatt abgelegt.
  • Die etwa 4,5 cm breiten Falter sind nicht immer gleich gefärbt, meist sind sie hell mit schwarzen Flügelrändern.

Buchsbaumzünsler bekämpfen

Haben Sie den Befall früh erkannt oder ist er schwach ausgeprägt, empfehlen wir die Lektüre dieses Spezialartikels zu wirksamen Hausmitteln. Er beschreibt funktionierende Maßnahmen– wie dem Hochdruckreiniger – und weniger wirksamen Ansätze – wie Backpulver. Stehen sie aber bereits vor einem sterbenden Buchsbaum voller Raupen – müssen sie mit dem Absammeln nicht mehr beginnen. Sie können sich nun entscheiden: Sehen Sie sich nach Alternativen für den Buchsbaum um oder versuchen Sie sich an der Bekämpfung des Zünslers? Wie die Bekämpfung allgemein funktioniert, können Sie hier erfahren. Wer keinerlei Interesse an der Bekämpfung der Raupen mit Gift hat, findet hier biologische Wege, die ohne Chemie gute Erfolge erzielen. Die Nutzung von Nematoden, Neem-Öl und Präparaten mit Bacillus thuringiensis  sind weitaus vielversprechender, als die Umweltverträglichkeit dieser Produkte es vermuten lässt. Insektizide wie Bayer Calypso oder Schädlingsfrei Careo sind zwar oft auch wirkungsvoll – durch die Reduktion wichtiger Nützlinge im Garten werden jedoch oft neue Probleme mit Schädlingen geschaffen.

Buchsbaumzünsler wird entfernt
Bei reinem Hautkontakt ist der Buchsbaumzünsler nicht gefährlich [Foto: vvoe/ Shutterstock.com]

Tipp: Sie müssen sich nicht fürchten, wenn Sie die Buchsbaumzünsler absammeln und entsorgen. Die Raupen sind bei Hautkontakt nicht giftig. Essen sollten Sie sie aber nicht – und sich die Hände nach dem Kontakt besser waschen. Denn in ihrem Inneren beherbergen die Tierchen mehrere toxische Verbindungen, die sie aus dem ebenfalls giftigen Buchsbaum aufgenommen haben. Hier lernen Sie mehr zu Giftigkeit des Zünslers.

Wann bekämpft man den Zünsler am besten?

Für den Zünsler gilt: Die Wahl des Zeitpunktes entscheidet über den Erfolg der Bekämpfung. Wer ein Spritzmittel gegen die Raupen ausbringt, obwohl diese sich noch gut eingepackt in ihren Blatt-Gespinsten befinden, sollte nicht mit einer Reduktion des Befalls rechnen. Dasselbe gilt für den Fall, dass die Zünsler noch als Eier oder schon als Kokons vorliegen. Wann also ist es sinnvoll, Mittel gegen den Buchsbaumzünsler zu spritzen oder anderes anzuwenden? Dieser Artikel führt Sie zum richtigen Bekämpfungs-Zeitpunkt.

Buchsbaumzünsler biologisch mit XenTari® bekämpfen

Wer eine wirksame, einfache und trotzdem umweltschonende Bekämpfungsmethode sucht, der sollte zu unserem Plantura Zünslerfrei XenTari® greifen. Unser Plantura Zünslerfrei XenTari® wird im ökologischen Landbau und in professionell betreuten Zier- und Gemüsegärten angewendet, weil es keine Auswirkungen auf Nützlinge oder gar den Menschen hat. Es wirkt – anders als andere verfügbaren Spritzmittel – nur gegen die Raupen von bestimmten Schmetterlingen wie dem Zünsler.

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Bei dem enthaltenen Wirkstoff handelt es sich um Überdauerungs-Sporen eines spezialisierten Bakteriums, des Bacillus thuringiensis. Werden diese auf dem Blatt der befallenen Pflanze ausgebracht, können Sie von Raupen beim Fressen mit aufgenommen werden. Im Darm setzen die Bakterien ein Toxin frei, das nicht nur zum sofortigen Fraß-Stop führt, sondern die Raupen auch nach maximal fünf Tagen zugrunde gehen lässt. Wegen der hohen Spezifität, der Sicherheit für den Anwender und guten Wirksamkeit empfehlen wir bei die Anwendung dieses biologischen Spritzmittels.

Tipp: Sie können mit unserem Plantura Zünslerfrei XenTari® auch Kernobstbäume und Kohlpflanzen raupenfrei machen – hier werden der Große und Kleine Kohlweißling mit dem Mittel bekämpft.

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