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Bohnen pflanzen: Anleitung zum Anbauen von Bohnen

Bohnen sind ein zuverlässiger Lieferant vieler Nährstoffe. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die gesunde Bohne im eigenen Garten pflanzen können.

Bohne nah im Garten

Bohnen sind beliebt und ein zuverlässiger Lieferant vieler Nährstoffe

Die Buschbohne ist deutlich kleiner als die Stangenbohne und daher vor allem in kleinen Gärten beliebt. Die Stangenbohne ist bei weitem anspruchsvoller als die Buschbohne: Sie braucht viel Wärme, viel Platz und einen guten Boden. Dafür sind Stangenbohnen ertragreicher als ihre kleinen Verwandten.

Bohnen anbauen: Bohnen wann und wie pflanzen?

Beide Varietäten der Phaseolus vulgaris, also sowohl Busch- als auch Stangenbohne, sollten erst ausgesät werden, wenn sich die Erde genügend erwärmt hat und kein Frost mehr zu erwarten ist. Mitte Mai ist in der Regel ein guter Aussaatzeitpunkt. Um über längere Zeit ernten zu können, können Buschbohnensamen zu mehreren Zeitpunkten, zum Beispiel jeweils um 14 Tage versetzt, gelegt werden. Insgesamt empfiehlt sich das Säen bis Mitte Juni. Anschließend besteht die Gefahr, dass die Keimlinge leicht vertrocknen. Die Erntezeit von Stangenbohnen ist etwas länger, weshalb das versetzte Legen der Bohnenkerne nicht unbedingt nötig ist.

Bohnen mögen leichten, humosen Boden und eine sonnige, geschützte Lage. Im Halbschatten wachsen Buschbohnen noch besser als Stangenbohnen. Vor der Aussaat wird der Boden gut gelockert und etwas Kompost flach eingearbeitet. Die Bohnensamen werden 3 cm tief und mit einem Abstand von 15 cm zum nächsten Samen in der Reihe ausgesät. Zwischen den Reihen sollte 40 cm Platz sein. Oft keimen nicht alle Bohnen, deshalb können sicherheitshalber zwei Bohnen immer direkt nebeneinander gepflanzt werden. Falls doch beide keimen, kann der schwächere Keimling herausgezogen und gegebenenfalls versetzt oder auf dem Kompost entsorgt werden.

Gute Pflanznachbarn für Bohnen sind Gurken, Kohlgemüse, Salate und Sellerie. Bohnenkraut und Kapuzinerkresse können pflanzenschützend wirken. Lauchgewächse wie alle Zwiebelarten und natürlich Lauch sowie Knoblauch und Erbsen sollten nicht neben Bohnen wachsen.

Tipp: Bohnen brauchen recht lange, bis sie ihre volle Größe erreicht haben. Säen Sie bereits einige Wochen vor dem Legen der Buschbohnensamen Radieschen neben die zukünftigen Pflanzstellen der Bohnen. Diese nutzen den freistehenden Platz und können geerntet werden, bevor die Bohnen den gesamten Standort für sich einnehmen.

Der Name lässt bereits vermuten, dass Stangenbohnen eine Rankhilfe benötigen. Diese kann aus Holz, Aluminium, Draht oder anderen Materialien sein. Für bestmöglichen Ertrag braucht jede Pflanze eine eigene Stange. Möchten Sie zwei Reihen anbauen, können immer zwei Stangen schräg gegeneinander gelehnt und zusammengebunden werden. Diese und auch weitere Möglichkeiten, die Stangen aneinander zu lehnen, werfen teils Schatten auf die Pflanzen und sind daher nur in manchen Gärten von Vorteil. Damit sich die Bohnenpflanze gut entwickeln kann, müssen die Keimlinge genügend Wasser zur Verfügung haben.

Wann und wie pflanzt man Bohnen?

  • Bohnensamen werden üblicherweise gesät bzw. circa 3 cm tief in die Erde gelegt
  • Zeit zum Säen ist ab ungefähr Mitte Mai, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist
  • Keimlinge sind vor Schnecken und Trockenheit zu beschützen (morgens gießen)
  • Buschbohnen sind unkomplizierter, haben aber eine kürzere Ernteperiode und sind weniger ertragreich
  • Sonnige bis halbschattige, bestenfalls windgeschützte Standorte werden von Bohnen präferiert
  • Bohnen wachsen gut neben Bohnenkraut, Gurken, Kohlgemüse, Salaten und Sellerie
  • Lauch, Knoblauch, Zwiebeln und Erbsen mögen sie nicht in ihrer Umgebung
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Bohnen im Topf und auf dem Balkon pflanzen

Bohnen haben einen bodenverbessernden Wert, da sie wie alle Leguminosen Luftstickstoff im Boden fixieren. Eigentlich sind es nicht die Bohnen, die dies machen, sondern sogenannte Knöllchenbakterien, die in Symbiose mit den Bohnen leben. Diese Bakterien erhalten Zucker von den Bohnen und liefern im Gegenzug Stickstoff. Verbleiben die Wurzeln und die Pflanzmasse nach der Bohnenernte auf dem Beet, sorgt dies nach deren Zersetzung für eine Stickstoffanreicherung im Boden. Um diese positive Wirkung ausnutzen zu können, empfiehlt es sich für Beetbesitzer, Bohnen ins Beet zu pflanzen. Wem kein Beet zur Verfügung steht, der kann bei ausreichend großen Pflanzgefäßen auch dort Bohnen säen. Auf Balkonen können Stangenbohnen den vertikalen Platz gut ausnutzen und optisch sogar einiges hermachen.

Bohnen pflegen: Gießen und düngen

Gießen ist vor allem bei den Keimlingen von großer Bedeutung. Abgesehen davon sind weiter entwickelte Pflanzen in Trockenperioden ebenso vor Trockenheit zu bewahren. Bohnenkeimlinge werden leider gerne von Schnecken gefressen. Das Gießen am Morgen kann helfen, sie vor dem nächtlichen Schneckentod zu retten.

Aufgrund ihrer Symbiose mit den stickstofffixierenden Knöllchenbakterien, sind Bohnen gut mit Stickstoff versorgt und müssen daher eigentlich nicht gedüngt werden. Um die Entstehung der Symbiose zu unterstützen, können die Keimlinge leicht mit Stickstoff gedüngt werden. Dies kann zum Beispiel in Form von einer kleinen Kompostgabe beim Legen der Bohnensamen geschehen.

Bohnenarten und -sorten: Eine große Vielfalt

Bei der Auswahl der Bohnenart und -sorte kann man vor Vielfalt leicht den Überblick verlieren. Aufgrund der Wuchseigenschaften werden die Sorten der Gartenbohne, der Phaseolus vulgaris, in Busch- und Stangenbohnensorten unterteilt. Üblicherweise sind deren Hülsen grünlich, es gibt aber sowohl Busch- als auch Stangenbohnen mit gelben Hülsen. Diese Art von Bohnen wird auch Wachsbohne genannt. Zusätzlich gibt es spezielle Busch- und Stangenbohnensorten, von denen nicht wie üblich, die gesamten Hülsen zubereitet und verzehrt werden, sondern nur die Bohnenkerne geerntet werden. Diese Bohnen bleiben sehr viel länger im Beet, schließlich müssen die Bohnensamen komplett ausreifen.

Bohnen Sorten

Die Sortenauswahl bei Bohnen ist riesig und farbenfroh

Typische Sorten zur Nutzung der Bohnenkerne sind beispielsweise ‚Borlotto‘ oder ‚Canadian Wonder‘ (das sind die typischen roten Kidney-Bohnen). Um es noch ein bisschen komplizierter zu machen, gibt es auch noch die Feuerbohnen und die dicken Bohnen. Beide haben fleischigere Hülsen, die nur verzehrt werden, wenn sie ganz jung geerntet werden. Wartet man länger, können bei diesen Bohnenarten milchreife Bohnenkerne oder ausgereifte, trockene Bohnenkerne geerntet werden. Feuerbohnen (‚weiße Riesen‘, ‚Preisgewinner‘) eignen sich besonders gut für kühlere, feuchte Standorte. Eine große Auswahl an grünen und gelben Busch- und Stangenbohnensorten sowie Dicke Bohnen Sorten finden Sie hier.

Bohnen ernten: Die richtige Erntezeit

Die Haupterntezeit für Bohnen ist im Juli und August. Wurden die Bohnen erst später gelegt (bis Anfang Juli möglich), kann bis in den Oktober geerntet werden. Stangenbohnen haben eine etwas längere Erntezeit verglichen mit Buschbohnen.

Wann sind Bohnen reif zum Ernten?  

Brechen Sie eine Bohne in der Mitte durch: Wenn sie sich gut brechen lässt und Sie einen glatten Bruch erhalten, sind die Bohnen wahrscheinlich reif zum Ernten. Meistens zeichnen sich die Bohnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht deutlich an der Hülse ab. Die Bohnensamen im Inneren der Hülse sollten nicht größer als 1 cm sein. Je jünger die Hülsen geerntet werden, desto zarter sind die Bohnen. Wer Bohnenkerne ernten möchte, muss selbstverständlich die (Milch-) Reife der Bohnensamen abwarten. Weitere Tipps zum Ernten und Haltbarmachen von Bohnen finden Sie hier.

Bohnen lagern und haltbar machen

  • Bohnen einfrieren

Die vitamin-schonendste Art, Bohnen haltbar zu machen, ist das Einfrieren. Anders als oft behauptet, müssen Bohnen nicht unbedingt vor dem Einfrieren blanchiert werden. Bohnen werden vor dem Einfrieren gewaschen und die Enden abgeschnitten. Sollen die Bohnen später beispielsweise für einen Eintopf verwendet werden, kann man sie auch schon vor dem Einfrieren in kleinere Stücke schneiden.

  • Bohnen einkochen

Bohnen werden traditionell wie auch vieles andere Gemüse gerne mit Essig und Zucker in Gläsern eingekocht. Diese Art des Haltbarmachens hat den Vorteil, dass man beim späteren Öffnen der Gläser fertig verzehrbare Bohnen servieren kann, zum Beispiel als Beilage zum Abendbrot. Der Nachteil des Einkochens ist jedoch, dass Vitamine und Geschmack verloren gehen.

Eine weitere Art, grüne Bohnen für eine kürzere Zeit haltbar zu machen, ist das Einlegen. Ein Rezept zum Einlegen finden Sie hier.

  • Bohnen trocknen

Wer Körnerbohnen ernten möchte (dazu sind die Sorten ‚Borlotti‘ und ‚Canadian Wonder‘ gut geeignet), sollte die Bohnen vollkommen ausreifen lassen und bei trockenem Wetter so lange wie möglich trocknen lassen. Um sicher zu gehen, dass die Bohnen vollkommen trocken und gut haltbar sind, werden sie nach der Ernte noch mindestens zwei Wochen an einem trockenen Ort (beispielsweise auf Zeitungspapier) ausgebreitet. Zur Aufbewahrung eignen sich Dosen oder Gläser am besten.

Theresa

Ich studiere Nutzpflanzenwissenschaften und habe schon immer gern gegärtnert, auch wenn mir die ersten Versuche als kleines Kind eher missglückten. Mit der Expertise aus meinem Studium gelingt mir jetzt fast alles – besonders spannend finde ich Themen wie Mischkultur, Hochbeete und Kompostierung.
Lieblingsobst: Kirschen, Zwetschgen und Birnen
Lieblingsgemüse: Brokkoli, Mangold und Erbsen

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