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Himbeeren einfrieren & lagern: Tipps zum Haltbarmachen von Himbeeren

Das Einfrieren oder das Einkochen von Himbeeren sind zwei Möglichkeiten, um auch im Herbst oder Winter Himbeeren aus dem eigenen Garten genießen zu können.

Himbeeren im Einmachglas

Um Himbeeren nach der Ernte haltbar zu machen, gibt es verschiedene Möglichkeiten [Foto: Elena.Katkova/ Shutterstock.com]

Wer seine Himbeeren (Rubus idaeus) das ganze Jahr über liebevoll gepflegt hat und reichlich ernten kann, der möchte selbstverständlich gerne nicht nur im Sommer die süßen Früchten verzehren. Wir verraten Ihnen daher Möglichkeiten, wie Sie Ihre Himbeeren auch für die restlichen Jahreszeiten haltbar machen können. Wie immer gibt es dabei – je nach Methode – Vor- und Nachteile. Wir geben Ihnen im Folgenden zu jeder Methode eine kurze Anleitung.

Himbeeren im Kühlschrank lagern

Unverarbeitet lassen sich Himbeeren kaum länger als einen Tag lagern. Wenn Sie Ihre süßen Früchte für einen Kuchen am nächsten oder übernächsten Tag benötigen, halten es die empfindlichen Beeren durchaus mal ein bis zwei Tage im Kühlschrank aus, jedoch ist das keine ideale Lagerart für die Himbeeren, die im Kühlschrank schnell matschig werden und zu schimmeln beginnen. Am besten vertragen die Himbeeren die Lagerung im Kühlschrank übrigens, wenn sie nicht übereinander liegen, sondern nebeneinander, beispielsweise auf einem Teller oder einem flachen Sieb.

Himbeeren einfrieren

Himbeeren lassen sich hervorragend einfrieren. Jeder kennt die großen Beutel oder Kartons aus der Tiefkühlabteilung, die prall gefüllt sind mit den süßen Früchten. Vor dem Einfrieren sollten Sie Ihre Himbeeren aber waschen und vorsortieren. Entfernen Sie alle Früchte, die Fraß- oder Schimmelspuren aufweisen. Nach dem Waschen und Sortieren sollten die Himbeeren noch gründlich abtropfen und mit einem Küchentuch abgetupft werden, damit sich beim Einfrieren keine unnötigen Eiskristalle bilden. Je nachdem, wozu die zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgetauten Himbeeren dienen sollen, gibt es nun zwei Möglichkeiten:

  1. Wenn es egal ist, dass die Himbeeren zu einem kleinen Klumpen zusammenfrieren, gibt man sie einfach in eine luftdichte Gefrierbox oder einen Gefrierbeutel und stellt sie so in den Gefrierschrank. Diese Methode ist einfacher und beispielsweise für Himbeersaucen, -pürees, -smoothies oder -shakes komplett ausreichend.
gefrorene Himbeeren in Schüssel

Beim Einfrieren von Himbeeren bleiben viele Vitame erhalten [Foto: Thomas Klee/ Shutterstock.com]

Tipp: Verwenden Sie lieber Gefrierbehältnisse anstatt Beutel. Die Himbeeren sind sehr druckempfindlich und können im Beutel noch Schaden nehmen, bevor sie gefrieren.

  1. Manchmal sollen tiefgefrorene Himbeeren gut portionierbar sein, weil sie beispielsweise als Kuchenbelag dienen oder eine Bowle, Bacardi Razz oder andere Cocktails bereichern sollen. Gelegentlich möchte man auch beim Backen mit tiefgefrorenen Himbeeren vermeiden, dass zu viel Wasser abgegeben wird. In diesen oder ähnlichen Fällen ist die zuerst beschriebene Möglichkeit des Einfrierens nicht gut geeignet. Hier empfiehlt es sich vielmehr, die Beeren nebeneinander auf einen mit Frischhaltefolie belegten Teller oder eine Schale zu legen und so in den Gefrierschrank zu stellen. Nach einigen Stunden nimmt man den Teller wieder aus der Gefriertruhe heraus, legt die bereits gefrorenen Beeren zügig in eine verschließbare Gefrierbox, lässt die Luft aus dem Gefäß entweichen und stellt die Box schnell wieder in den Gefrierschrank. Wenn die Beeren in den nächsten paar Monaten dann wieder aus der Kühltruhe herausgenommen werden, sind sie gut portionierbar und geben nur relativ wenig Wasser ab.

Unser Tipp: Das Einfrieren von Himbeeren oder verarbeiteten Himbeerprodukten wie Püree ist eine sehr schonende Konservierung, bei der im Vergleich zum Einkochen viele Vitamine erhalten bleiben. Selbstverständlich können diese aber bei der anschließenden Verarbeitung (beispielsweise im Ofen beim Kuchenbacken oder beim Erhitzen der Himbeeren zum Herstellen einer Sauce) ebenso verloren gehen. Werden frisch eingefrorene Himbeeren jedoch langsam im Kühlschrank aufgetaut und dann roh beispielsweise für einen Smoothie, für ein Müsli oder einen Milchshake verwendet, haben die Himbeeren noch einen hohen gesundheitlichen Wert.

Himbeersmoothie

Aus gefrorenen Himbeeren lässt sich beispielsweise ein leckerer Smoothie herstellen [Foto: Bozhena Melnyk/ Shutterstock.com]

Himbeeren einfrieren: Himbeereis oder -püree

Wer Himbeeren gerne als Eis, als Sauce oder Püree beispielsweise zu Joghurt, einer Quarkspeise, einer Mousse oder einem Pudding verspeist, der kann statt den rohen Himbeeren diese auch gleich verarbeitet einfrieren. Cremiges Himbeereis aus geschlagener Sahne, Eigelb, Vanillezucker und leicht pürierten Himbeeren lässt sich übrigens auch ohne Eismaschine herstellen. Nach dem Einfrieren muss die Creme lediglich alle paar Stunden umgerührt werden, damit sich das Eigelb nicht absetzt. Nach zwei- oder dreimaligem Umrühren merkt man, dass die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Das Eis ist dann mehrere Monate haltbar. Stieleis lässt sich ebenfalls gut aus pürierten Himbeeren oder aus mit Himbeeren gemischtem Joghurt herstellen. Himbeerpüree oder -sauce kann man in eine Gefrierbox füllen und für Desserts wieder auftauen oder leicht erhitzen. Wer nur kleine Mengen benötigt, kann das Püree oder die Sauce gut in einer Eiswürfelform einfrieren und die Würfel, sobald sie gefroren sind, in einen Behälter oder eine Plastiktüte füllen. Diese Würfel sind später besser portionierbar.

Himbeeren einkochen

Wie fast jede süße Frucht lässt sich auch die Himbeere gut einkochen. Vor dem Einkochen gilt aber auch hier: gut waschen und vorsortieren. Bestreuen Sie die Himbeeren mit reichlich Zucker und lassen Sie diesen ein bis zwei Stunden einwirken. Anschließend können Sie Ihre jetzt noch süßeren Himbeeren auf Einmachgläser verteilen. Aber Achtung: Füllen Sie die Gläser nur zu maximal zu zwei Dritteln, damit noch genügend Raum zum Ausdehnen während des Einkochens ist.
Zum Auffüllen der Gläser können Sie reines Zuckerwasser verwenden oder das Ganze auch mit etwas Himbeersirup verfeinern. Sobald Sie alle Früchte portioniert haben und alle Gefäße mit dem Einkochsud aufgefüllt sind, verschließen Sie die Gläser fest und kochen diese für eine Stunde ein.

Himbeeren im Glas

Wie fast jede süße Frucht lässt sich auch die Himbeere gut einkochen [Foto: TYNZA/ Shutterstock.com]

Unser Tipp: Natürlich kann man Himbeeren auch zu Gelee oder Marmelade verarbeiten. Das Vorgehen ist ähnlich. Die Früchte werden in dem Fall zusätzlich noch püriert und statt des normalen Zuckers wird Gelierzucker verwendet. Gegebenenfalls können auch noch störende Himbeerkerne vor dem Einkochen entfernt werden, indem man die Himbeeren mit einem Sieb passiert.

Himbeeren trocknen

Getrocknetes und gedörrtes Obst (und Gemüse) wird immer beliebter. Nicht wenige Hobbygärtner und ernährungsbewusste Menschen haben diese Art der Konservierung für sich entdeckt und sich zu diesem Zweck einen Dörrofen zugelegt.
Leider ist das Trocknen keine geeignete Art der Konservierung für die Himbeere. Mit einem Wasseranteil von rund 80 % ist die Himbeere eine sehr saftige Frucht, bei der am Ende des Trocknens nur die Schale und die Samen übrigbleiben. Sogenannte gefriergetrocknete Himbeeren, die man manchmal beispielsweise im Müsli findet, werden durch einen technisch aufwendigen Prozess hergestellt, der zuhause leider nur schwer nachzuahmen ist.

Wie Sie sehen, gibt es unzählige Möglichkeiten, um die leckeren Früchte für die Zeit nach der Himbeersaison haltbar zu machen. Bei der großen Bandbreite an Speisen, die Sie mit gefrorenen oder eingekochten Himbeeren – zusätzlich zur leckeren Himbeermarmelade – zubereiten können, wird Ihnen der Appetit auf die aromatischen Beerchen sicher nie vergehen.

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