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Rasen sanden: Nutzen & Profi-Anleitung

Beim Thema Sanden kommen viele Fragen auf. Wir klären die Wichtigsten und haben weitere Tipps parat, damit beim Rasensanden auch sicher nichts schief geht.

Sandverteiler Fußballfeld Rasen sanden

In Verbindung mit dem Vertikutieren und Lüften steht ebenfalls das anschließende Sanden des Rasens [Foto: Dziurek/ Shutterstock.com]

In Verbindung mit dem Vertikutieren und Lüften steht ebenfalls das anschließende Sanden des Rasens. Beim Vertikutieren wird die oberste Bodenschicht leicht angekratzt, um Filzschichten zu entfernen. Dies sorgt dafür, dass Luft und Regenwasser besser in den Boden eindringen können. Außerdem wird durch das Vertikutieren unerwünschter Moosbewuchs beseitigt. Beim Lüften dringen verschiedene sogenannte Aerifizierungsgeräte noch etwas tiefer in den Boden ein und führen zu verbessertem Luft- und Wassertransport im Oberboden. Das Sanden ergänzt diese beiden Maßnahmen – vor allem bei sehr lehmigen und stark zu Verdichtung neigenden Böden optimal.

Warum Rasen sanden?

Das Sanden des Rasens optimiert den Erfolg des Vertikutierens und Lüftens, indem es deren Effekte für längere Zeit aufrechterhält. Sand ist viel gröber als Lehm und sorgt im Boden für eine gute Struktur und Hohlräume für Luft- und Wasserbewegungen. Deshalb ist das Sanden vor allem bei lehmigen Böden von großem Vorteil. Sand steigert die Durchlässigkeit von Luft und Wasser und sorgt für eine gute Drainage des Bodens. Wasser kann so leichter abfließen und staut sich weniger im Oberboden. Sowohl funktionierender Luft- als auch Wassertransport sind wichtige Bedingungen für einen schönen Rasen. Wenn sich Wasser im Oberboden staut, werden vor allem Moos, Flechten und Unkräuter gefördert, Gräser hingegen geschwächt.

Rasen sanden: Profi-Anleitung in 7 Schritten

1. Wann den Rasen sanden?

Im Frühjahr, nach dem Vertikutieren und/oder Lüften des Bodens. Bei sehr lehmigen Böden gegebenenfalls nochmals im Herbst.

2. Welcher Sand und welche Körnung?

Verwenden Sie scharfgewaschenen Quarzsand mit einer Korngröße von 0,06 bis 2 mm.

3. Wie viel Sand/welche Menge?

Bei leicht sandigen Böden streuen Sie 3l Sand pro m2. Bei sehr lehmigen Böden 6 l/m2. Bei sandigen Böden wird nicht zusätzlich gesandet. Im Herbst wird auch auf den lehmigsten Böden maximal mit 5 l/m2 gesandet.

4. Sand mit Dünger mischen?

Eine Zugabe von Dünger kann dem Rasen einen Wachstumsschub verschaffen und ihn nach der stressigen Vertikutier- und Aerifizier-Behandlung etwas stärken. 30 bis 60 g Spezial Rasendünger kann pro Quadratmeter zur passenden Sandmenge beigemischt und gleichzeitig ausgebracht werden.

5. Sand mit Saatgut mischen?

Wenn der Rasen nach dem Vertikutieren sehr licht aussieht, ist es manchmal angebracht, nachzusäen. Dichterer Rasen sieht nicht nur schöner aus, sondern verhindert auch neuen Moos- und Unkrautbefall. Will man gleichzeitig sanden und nachsäen, ist allerdings Vorsicht geboten. Der ausgestreute Sand hält Wasser sehr schlecht, die nachgesäten Samen brauchen aber über einige Wochen kontinuierlich Wasser. Um nicht jeden Tag bewässern zu müssen, kann man entweder nach dem Vertikutieren nachsäen (wenn der Rasen sehr licht ist) und dann mit dem Sanden warten, bis der junge Rasen das erste Mal gemäht wurde. Oder man sandet nach dem Vertikutieren (und gegebenenfalls auch Lüften) und wartet mit der Nachsaat einige Wochen, bis sich der Sand abgesetzt hat.

6. Wie den Rasen sanden?

Sie geben die für Ihren Boden passende Menge auf jeweils ungefähr einen Quadratmeter Ihres Rasens. Dann verteilen Sie den Sand mit dem Rücken eines Rechens oder einem hartborstigen Besen auf der entsprechendenFläche. Anschließend sollten keine Grasspitzen mehr von Sand bedeckt sein.

7. Was nach dem Rasensanden?

In der Hauptwachstumszeit (also im Frühjahr) wird der Rasen den Sand innerhalb von ungefähr einer Woche überwachsen haben. Sollte es nach dem Sanden längere Zeit nicht oder nicht ausreichend regnen, freut sich der Rasen über eine Bewässerung. Das Vertikutieren und Lüften bedeutet schließlich sehr viel Stress für den Rasen, weshalb dieser genügend Wasser braucht, um sich von diesem Pflege-Marathon zu erholen. Durch einen kräftigeren Niederschlag oder eine künstliche Beregnung gelangt der Sand auch dorthin, wo er hin soll: In die oberen Bodenschichten.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Plantura Bio-Rasendünger: BIO-Rasendünger mit Langzeitwirkung (3 Monate) für einen dichten und tiefgrünen Rasen ohne Unkraut und Moos.
  • Floragard Rasensand: Verbessert die Wasserdurchlässigkeit und erhöht die Belastbarkeit der Rasenfläche.
  • Plantura Bio-Herbstrasendünger: Organischer Dünger zur optimalen Nährstoffversorgung. Fördert einen robusten und dicht wachsenden Rasen.
 
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