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Kopfsalat anpflanzen & ernten: Unsere Experten-Tipps

Kopfsalat anbauen ist nicht schwer: Unsere Experten-Tipps von der Aussaat bis zur Ernte und Haltbarkeit von Kopfsalat und Hinweise zur richtigen Pflege.

Kopfsalat rote und grüne Sorte
Kopfsalat muss nicht immer nur grün sein – es gibt auch rote und bunte Sorten [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Kopfsalat (Lactuca sativa var. capitata) gehört zu den bekanntesten Salaten überhaupt. Glücklicherweise lässt sich der leckere Kopfsalat in fast jedem Klima anbauen und ist außerdem leicht in der Pflege. Damit Sie immer frischen Kopfsalat ernten können, verraten wir Ihnen in diesem Artikel alles, was Sie über Kopfsalat wissen müssen: Von der Herkunft über verschiedene Sorten, den Anbau, Pflege und Ernte bis hin zur Verwendung von Kopfsalat.

Herkunft und Eigenschaften von Kopfsalat

Der Kopfsalat gehört zu den Gartensalaten (Lactuca sativa). Er zählt somit zur Gattung der Lattiche (Lactuca) und zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Anders als seine Geschwister – Eisbergsalat (Lactuca sativa var. crispum) und Bataviasalat (Lactuca sativa var. capitata) – zählt er nicht zur Crisphead-, sondern zur Butterhead-Gruppe. Seine Blätter sind also vor allem zart und nicht so knackig wie bei anderen Salaten. Daher trägt der Kopfsalat mitunter auch den Namen Buttersalat. In Österreich sagt man zu ihm „Häuptlsalat“. In Deutschland liegt der Kopfsalat mit 20 Prozent der Anbaufläche auf Platz zwei hinter dem Eisbergsalat.

Ursprünglich stammt der Kopfsalat wohl aus Vorderasien. Er soll vom Wilden Lattich (Lactuca serriola) abstammen, einer Steppenpflanze, die in Südeuropa und Vorderasien heimisch ist. Kopfsalat ist eine krautige Pflanze, die eine lange Pfahlwurzel und Blattrosette ausbildet. Die Sprossachse ist beim Kopfsalat stark gestaucht, so dass sich die Blätter um den Stängel überlappen und einen festen Kopf bilden. Die Blätter des Salates sind sehr breit mit einer weichen Oberfläche, die sich leicht ölig anfühlt. Zur Blütezeit schießt der Salat und bildet eine verlängerte Sprossachse, an der sich zahlreiche kleine, gelbe Blüten entwickeln.

Beliebte Kopfsalatsorten

Der klassische Kopfsalat, wie wir ihn kennen, hat hellgrüne, glatte Blätter. Doch ein Blick über den Tellerrand lohnt sich bei der Sortenvielfalt von Kopfsalat allemal. Diese ist nämlich sehr vielfältig und umfangreich. So gibt es auch Kopfsalatsorten mit rotem oder mehrfarbigem Laub.

Empfehlenswerte Kopfsalatsorten für den Anbau:

  • ˈBriweiriˈ: Trägt kompakte, gut geschlossene, eher kleinere Köpfe mit kräftigen grünen Blättern
  • ˈGoldforelleˈ: Ein besonderes Farbenspiel bringt diese Kopfsalatsorte in Ihren Garten: Die Blätter sind goldgrün mit altrosa Sprenkeln und werden zur Mitte hin heller
  • ˈIndianerperleˈ: Bringt schöne mittelgroße Köpfe hervor, die innen hellgelb und außen stark rötlich getuscht sind
  • ˈLunaˈ: Ist für den Frühjahrs- und Sommeranbau geeignet und liefert große, grüne Köpfe
  • ˈMaikönigˈ: Diese Kopfsalatsorte hat einen besonders würzigen Geschmack und mittelgroße, feste Köpfe mit grünem Blatt
  • ˈMerveille des quatre saisonsˈ: Diese Variation schenkt Ihnen rotbraun gefärbte Kopfsalate mit guter Kopfbildung und guter Schossfestigkeit
  • ˈNeckarriesenˈ: Für Frühjahrs-, Frühsommer- und Herbstanbau gut geeignet; bildet besonders große, feste Köpfe in satter grüner Farbe
  • ˈPiratˈ: Sehr schnell wachsende, kompakte Kopfsalatsorte mit rotbraunen Blättern; bildet ein feines, leicht blasiges Blatt

Einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Formen und Salatsorten finden Sie hier.

Kopfsalat Sorte ˈMerveille des quatre saisonsˈ
Die Sorte ˈMerveille des quatre saisonsˈ hat schöne, bunte Köpfe [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Kopfsalat-Pflanzen kaufen: Das sollten Sie beachten

Kopfsalat kann ganz einfach selbst vorgezogen oder auch direkt ins Beet gesät werden. Das dauert natürlich aber beides länger und ist mit einem höheren Risiko verbunden als der Kauf von bereits vorgezogenen Salat-Pflanzen. Jungpflanzen können Sie in vielen Gärtnereien, Gartencentern und Baumärkten erwerben. Auch spezialisierte Online-Händler bieten bereits vorgezogene Jungpflanzen zum Versand an.

Folgende Fragen sollten Sie sich beim Kauf von Kopfsalat-Pflanzen stellen:

  • Welche Sorte ist für meinen Garten geeignet?
  • Machen die Pflanzen einen vitalen und gesunden Eindruck?
  • Sind die Pflänzchen unbeschädigt, sind keine Blätter oder Stängel abgeknickt?
  • Kann ich Fraßspuren erkennen?
  • Sehe ich Anzeichen von Krankheiten?
  • Riecht der Wurzelballen muffig oder faulig?

Wenn Sie sich diese Fragen beim Kauf stellen, haben Sie gute Chancen, Kopfsalat-Pflanzen zu kaufen, die robust sind und in Ihrem Garten gut wachsen werden.

Kopfsalat junge Pflanzen Zustand
Beim Kauf von Kopfsalat-Pflanzen sollten Sie auf einen guten Gesundheitszustand [Foto: InfoFlowersPlants/ Shutterstock.com]

Kopfsalat anpflanzen

Beim Anbau von Kopfsalat spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: Sowohl der passende Standort als auch der richtige Zeitpunkt zum Aussäen oder Anpflanzen und natürlich die korrekte Vorgehensweise sind wichtig, damit der Anbau des buttrigen Salates gelingt. Eine ausführliche Anleitung zum Anpflanzen von Salat können Sie in unserem Spezialartikel zu diesem Thema nachlesen.

Der ideale Standort für Kopfsalat

Kopfsalat liebt es sonnig. Fehlt ihm das Licht, wird sein Wachstum eingeschränkt. Pflanzen Sie ihn daher immer an einen vollsonnigen Standort. Der Boden für den Salat sollte locker und tiefgründig sein. Als Mittelzehrer freut sich der Kopfsalat außerdem über einen hohen Humus- und Nährstoffgehalt im Boden. Wichtig ist außerdem der richtige pH-Wert, denn in zu sauren Böden fühlt sich der Kopfsalat nicht wohl. Unter 5,5 sollte der pH-Wert daher nicht liegen.

Der perfekte Standort für Kopfsalat im Überblick:

  • Vollsonnig
  • Tiefgründiger, lockerer Boden
  • Reich an Humus und Nährstoffen
  • Kein pH-Wert unter 5,5

Tipp: Besonders gute Beetnachbarn für eine Mischkultur mit Kopfsalat sind Erdbeeren (Fragaria), Erbsen (Pisum sativum), Bohnen (Phaseolus vulgaris), Rote Bete (Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva), Zwiebeln (Allium cepa) und Spinat (Spinacia oleracea).

Wann baut man Kopfsalat an?

Mit der Anzucht von Kopfsalat können Sie schon früh im Jahr beginnen: Bereits ab Ende Februar ist es Zeit, Kopfsalat im Warmen vorzuziehen. Ab Anfang April kann der zarte Salat dann auch direkt ins Gartenbeet gesät werden. Besonders späte Sorten können Sie noch bis in den Oktober hinein anbauen. Vorgezogene oder gekaufte Kopfsalat-Pflanzen sollten am besten ab Anfang März ausgepflanzt werden.

Kopfsalat auf Fensterbank vorziehen
Ab Ende Februar können Sie Kopfsalat auf der Fensterbank vorziehen [Foto: dmitriy19/ Shutterstock.com]

Richtiger Zeitpunkt, um Kopfsalat anzubauen im Überblick:

  • Voranzucht ab Ende Februar
  • Direktsaat ab Anfang April bis Ende Oktober
  • Pflanzen: Anfang März / April

Tipp: Achten Sie bei der Aussaat auf das zur Jahreszeit passende Saatgut. Nicht alle Sorten sind für den Anbau zur gleichen Jahreszeit geeignet. Sorten für den Frühjahrsanbau werden im Sommer schneller schießen und umgekehrt. Deshalb sollten Sie, bevor Sie mit der Aussaat Ihres Kopfsalates loslegen, immer noch einmal auf das Saatgutpäckchen schauen.

Kopfsalat vorziehen

Kopfsalat können Sie sehr gut vorziehen. Dazu säen Sie die Samen in Anzuchtschalen aus. Die Lichtkeimer werden dann nur ganz leicht mit Erde bedeckt und angegossen. Bei Temperaturen zwischen 15 und 18 °C keimt der Salat. Steigen die Temperaturen über 20 °C, kann das Saatgut nicht mehr keimen. Sobald das Saatgut aufgegangen ist, sollten Sie es in einzelne Töpfchen vereinzeln. Sobald die Jungpflanzen dann vier bis fünf Blätter besitzen und es draußen warm genug ist, können die Salat-Pflanzen ins Beet umziehen.

Tipp: Wenn Sie besonders früh mit dem Anbau Ihres Kopfsalates loslegen möchten, es nachts aber noch immer etwas kalt ist, lohnt es sich, die jungen Salat-Pflänzchen nachts mit einem Vlies abzudecken.

Kopfsalat aussäen und auspflanzen

Kopfsalat kann direkt ins Beet gesät werden. Oder aber Sie pflanzen gekaufte Pflanzen in Ihren Garten. Wie Sie dabei genau vorgehen, haben wir als Schnitt-für-Schritt-Anleitung für Sie zusammengefasst.

Anleitung: Kopfsalat aussäen und auspflanzen

  1. Boden gut auflockern
  2. Kompost oder einen Dünger mit organischer Langzeitwirkung einarbeiten
  3. Saatrillen anlegen
  4. Reihenabstand: 25 – 30 cm
  5. Saatgut nur leicht mit Erde bedecken
  6. Angießen
  7. Ideale Keimtemperatur: 15 – 18 °C
  8. Nach dem Aufgehen vereinzeln
  9. Pflanzabstand: 25 – 30 cm
  10. Salat-Pflanzen nicht zu tief in die Erde setzen

Kopfsalat pflegen: Richtig gießen und düngen

Die erste Regel bei der Pflege von Kopfsalat lautet: Der Boden muss immer ausreichend feucht sein. Bekommt der Salat nicht genügend Wasser, werden die Blätter schlapp und hängen herunter. Um das zu vermeiden, sollten Sie gerade im Sommer und an heißen Tagen regelmäßig gießen.

Tipp: Mulchen Sie Ihren Salat, beispielsweise mit Grünschnitt oder Stroh. So bleibt der Boden länger feucht, zudem wird Unkraut unterdrückt.

Wurde bei der Pflanzung oder Aussaat Kompost oder ein Dünger mit organischer Langzeitwirkung in den Boden eingearbeitet, ist Ihr Kopfsalat bestens mit Nährstoffen versorgt. Unser Plantura Bio-Universaldünger gibt seine wertvollen Inhaltsstoffe langsam und schonend an den Kopfsalat ab und versorgt ihn so nachhaltig mit allem, was er zum Wachsen braucht. Eine weitere Düngergabe ist deshalb nicht notwendig.

Zur Pflege des buttrigen Salates gehört auch regelmäßiges Hacken in den Reihen. Zudem können Sie etwas Erde um die Salatköpfe anhäufeln. So wird Unkraut beseitigt und der Boden bleibt schön locker. Dass Schnecken Salat lieben, ist leider nicht nur ein Gerücht, sondern Realität, wie sicher jeder Hobbygärtner und jede Hobbygärtnerin bestätigen kann. Damit Ihr Kopfsalat von Ihnen und nicht von lästigen Schnecken gegessen werden kann, sollten Sie ihn schützen oder aber die Schnecken bekämpfen.

Im Überblick: Kopfsalat pflegen

  • Ausreichend gießen
  • Nach einer Grunddüngung vor der Saat/Pflanzung ist keine weitere Düngergabe mehr notwendig
  • Regelmäßig hacken und Erde um die Salatköpfe anhäufeln
  • Salat vor Schnecken schützen bzw. Schnecken bekämpfen
Kopfsalat Schnecken
Leider haben auch Schnecken Kopfsalat zum Fressen gern [Foto: Lisa S./ Shutterstock.com]

Kopfsalat vermehren

Kopfsalat selbst zu vermehren, ist kein einfaches Unterfangen. Wir empfehlen Ihnen daher, auf gekauftes Saatgut zurückzugreifen, um sich die Mühen der Saatgut-Vermehrung zu ersparen. Wenn Sie es aber trotzdem einmal selbst versuchen möchten, haben wir im Folgenden eine Anleitung vorbereitet.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Kopfsalat vermehren

  1. Einige Salatköpfe nicht abernten, sondern stehen lassen, damit sie Samen ausbilden
  2. Die zur Vermehrung ausgewählten Salate müssen blühen
  3. Regelmäßig von unten her die braunen, verwelkten und fauligen Blätter entfernen
  4. Samen sind 12 – 24 Tage nach der Blüte reif
  5. Samen in ein Gefäß klopfen
  6. Samen in einem Stoffsack an einem luftigen Ort gut nachtrocknen
  7. Saatgut reinigen
  8. Beschriften
  9. Gereinigtes Saatgut kühl und trocken lagern

Wenn Sie mehr über die Vermehrung von Salat erfahren möchten, können Sie hier Genaueres nachlesen.

Kopfsalat-Blüten
Kopfsalat kann über Samen vermehrt werden [Foto: benhammad/ Shutterstock.com]

Kopfsalat ernten und aufbewahren

Wer die Ernte seines Kopfsalates gar nicht abwarten kann, beginnt schon fünf Wochen nach der Aussaat mit dem Schneiden der ersten, noch kleinen Köpfchen. Acht bis zehn Wochen nach dem Aussäen sind die Köpfe dann voll ausgereift. Bei dem buttrigen Salat werden die ganzen Köpfe geerntet. Dazu benutzen Sie am besten ein scharfes Messer und schneiden den Strunk des Salates knapp über dem Boden ab. Genießen Sie Ihren selbst geernteten Kopfsalat nun am besten frisch und so bald wie möglich, denn die zarten Salatblätter sind nicht sehr lange lagerfähig. Im Kühlschrank bleiben sie höchstens zwei bis drei Tage lang frisch.

Im Überblick: Kopfsalat ernten und lagern

  • Ernte: 8 – 10 Wochen nach der Aussaat
  • Ganzen Kopf kurz über der Erde abschneiden
  • Am besten frisch verwenden
  • Im Kühlschrank wenige Tage lagerfähig

Wie Sie Salat richtig ernten und aufbewahren, haben wir für Sie in unserem Artikel zusammengefasst.

Kopfsalat mit Messer ernten
Mit einem scharfem Messer wird der gesamte Kopfsalat geerntet [Foto: Lapis2380/ Shutterstock.com]

Kopfsalat: Inhaltsstoffe und Verwendung

Kopfsalat ist nicht nur lecker, sondern gilt zurecht auch als gesund. Zunächst besteht der zarte Salat zu 95,5 Prozent aus Wasser. Daher hat Kopfsalat auch nur 13,8 Kalorien pro 100 Gramm. Zusätzlich enthält er Mineralstoffe und Vitamine.

100 Gramm frischer Kopfsalat enthalten durchschnittlich:

  • 1,25 g Proteine
  • 2,4 g Kohlenhydrate
  • 0,21 g Fette
  • 0,5 g Ballaststoffe
  • 7 mg Natrium
  • 11 mg Magnesium
  • 26 mg Phosphor
  • 260 mg Kalium
  • 35 mg Kalzium
  • 8 mg Vitamin C

Am besten schmeckt der Kopfsalat frisch mit Dressing. Zubereitet als Blattsalat mit leichtem Joghurtdressing oder einer klassischen Vinaigrette wird er von vielen geschätzt. In Norddeutschland genießt man Kopfsalat als süßliche Variante mit Sahne, Zitrone und Zucker. Egal wie er zubereitet wird, Kopfsalat kann sowohl als frische Vorspeise als auch als Beilage zu Hauptgerichten gegessen werden. Beliebt ist er zum Beispiel auf dem Teller neben Fischgerichten oder Schnitzel.
Er kann aber auch als knackige Schicht auf Brote oder Sandwiches gelegt werden. Wer es etwas exotischer mag, kann den Kopfsalat auch in der asiatischen Küche einsetzen. Besonders gut schmeckt er in Gerichten wie frischen vietnamesischen Sommerrollen oder Reisnudelschalen.

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