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Gartentrends 2019: Unsere Top 10 für Ihren Garten

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu – wir wagen aber schon einmal eine Aussicht auf 2019 und zeigen Ihnen, welche Gartentrends Sie erwarten werden.

Vertikaler Garten Salat

Vertikale Gärten sind einer unserer Trends für das neue Jahr [Foto: Piyachok Thawornmat/ Shutterstock.com]

Alles hat seine Zeit – auch Modeerscheinungen in der Gartenwelt. So waren die 60er Jahren die Zeit der Hollywood-Schaukeln, die 70er kamen mit Nadelgehölzen im Formschnitt und die 80er trumpften mit wilden Naturgärten auf. Auch heute befindet sich die Gartenwelt in einem stetigen Wandel und bringt jedes Jahr neue Produkte und Trends auf den Weg.

Gartentrends 2019: Unsere Top 10 für Ihren Garten

Welche zehn Trends Sie für die kommende Saison auf keinen Fall verpassen sollten, haben wir für Sie nachfolgend zusammengefasst.

10. Hochbeet und Kräuterschnecken

Schon in den letzten Jahren zählte das Hochbeet zu den Gartentrends schlechthin. Und auch 2019 will die Begeisterung für das Hochbeet nicht abnehmen. Kein Wunder, schließlich ermöglicht die angenehme Arbeitshöhe eine einfache Pflege der Pflanzen im Stehen – selbst für Menschen mit Rücken- oder Kniebeschwerden wird die Arbeit im Gemüsebeet so wieder ein Vergnügen. Mittlerweile hat das Hochbeet sogar einen kleinen Bruder bekommen: Die Kräuterschnecke verlegt unsere Gewürzvielfalt ebenfalls eine Etage nach oben. Durch die spiralförmige Anordnung spart man zusätzlich noch Platz und kann auch Kräuter mit verschiedensten Standortansprüchen dicht nebeneinander pflanzen: Mediterrane Kräuter wie Rosmarin (Rosmarinus officinalis) wachsen im oberen, trockenen und nährstoffarmen Bereich, während die Pfefferminze (Mentha x piperita) am unteren Ende der Schnecke einem feuchten und nährstoffreichen Platz findet.

Kräutergarten Kräuterschnecke

Die Kräuterschnecke sorgt für rückenfreundliches Arbeiten [Foto: Bildagentur Zoonar GmbH/ Shutterstock.com]

9. Bienenfreundlicher Garten

Das Bienensterben ist zurzeit in aller Munde. Besonders die Zahl von Wildbienen hat in den vergangenen Jahrzehnten extrem abgenommen, denn die moderne Landwirtschaft, die Verwendung von Pestiziden und zu wenig Nahrung machen den fleißigen Helfern schwer zu schaffen. Glücklicherweise geht der Trend immer stärker in die Richtung bienenfreundlicher Gärten: Mit bienenfreundlichen Pflanzen, einem kleinen Wasserlauf oder einem Insektenhotel lässt sich der eigene Garten ganz einfach in ein echtes Bienenparadies verwandeln. Auch der Verzicht auf Chemie zur Unkraut- und Schädlingsbekämpfung hilft den Bienen, welche unter den Spritzmitteln oft genauso leiden wie Blattläuse, Ameisen und Co. Neben einem guten Gewissen und der Unterstützung der Bienen haben bienenfreundliche Gärten in der Regel noch einen weiteren Vorteil: Die Ernte fällt oftmals größer aus, weil die fleißigen Bienen vermehrt die Blüten von Obst und Gemüse bestäuben.

Biene orange Blumen

Der Trend zum bienenfreundlichen Garten hält auch 2019 an [Foto: HABRDA/ Shutterstock.com]

8. Nachhaltiges Düngen

Wer eine gute Ernte einfahren will, muss seine Pflanzen auch ordentlich mit Kraft versorgen. Für dieses Ziel greifen viele Hobbygärtner immer noch zu mineralischen Kunstdüngern. Diese haben jedoch einige Nachteile, die nicht sofort erkennbar sind: Da der mineralische Dünger seine Nährstoffe beinahe schlagartig freisetzt, kann es zur Überdüngung der Pflanzen oder zum Auswaschen der Nährstoffe kommen. Gleichzeitig führen die mineralischen Dünger zu einem Ungleichgewicht im Boden, was sich in Änderungen des pH-Wertes und dem Abbau von Humus zeigt. Deshalb geht der Trend für das Jahr 2019 zur organischen Düngung. Bei dieser Form Düngung bleiben die Nährstoffe länger im Boden, haben auf diese Weise eine Depotwirkung und werden nicht so leicht ausgewaschen. Außerdem verbessern die organischen Alternativen die Bodenstruktur durch die Förderung der Humusbildung. Die bekannteste organische Düngung ist wohl die Düngung mit Kompost oder Mist. Wer nicht selber kompostieren will, kann mittlerweile aber auch aus einer ganzen Reihe von abgepackten organischen Düngern – wie unserem Plantura Bio-Universaldünger – auswählen. Diese verbinden die Vorteile einer nachhaltigen, umweltfreundlichen Düngung mit der praktischen Handhabung von abgepackten Düngemitteln.

Plantura Bio Universaldünger

Unser Plantura Bio-Universaldünger ist eine gute Alternative zu Kompost

7. Blühende Zäune

Störende Blicke und ungewollte Besucher? Ein Zaun ist in vielen Gärten ein Muss, wenn man ein wenig Privatsphäre behalten möchte. Nur leider ist solch ein Sichtschutz oft nicht besonders ansehnlich und zerstört obendrein das naturnahe Ambiente ihres Gartens. Abhilfe schafft ein Trend, der 2019 wohl viele Gärten erobern wird: die blühenden Zäune. Hierbei werden unsere schlichten Zäune im Sommer einfach zum Lebensraum von farbenfrohen Pflanzen. Ob Rankengewächse, Kletterpflanzen oder Großstauden – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Blauregen (Wisteria) hängt beispielsweise mit üppiger Blütenpracht am Zaun herunter und sorgt gleichzeitig für einen dekorativen Hingucker. Kletterrosen (Rosa wichuraiana) und Waldreben (Clematis) hingegen wachsen elegant an Zaun und Mauer hinauf und verleihen ihnen auf diese Weise einen verwunschenen Charme. So schützt der Zaun nicht nur vor ungeliebten Blicken, sondern zieht bald selbst alle Blicke im Garten auf sich.

Zaun mit Blumen

Mit Kletterrosen und Lavendel wird aus einem Zaun ein echter Hingucker [Foto: Jorge Salcedo/ Shutterstock.com]

6. Wasser in allen Variationen

Ob ein kleines Wasserspiel oder ein großer Schwimmteich – 2019 dreht sich im Garten alles um das blaue Nass. Verbaut als elegantes Designelement oder ganz natürlich als Fischteich – die kleinen Wasserstellen passen in jeden Garten und verwandeln ihn in eine Wohlfühloase. Doch nicht nur für Menschen ist Wasser im Garten ein wahrer Segen – auch Tiere wie Bienen oder Igel profitieren in warmen Sommern von der kostenlosen Wasserstelle. Zusammen mit dekorativen Sumpf- oder Wasserpflanzen wird der eigene kleine Teich somit bald zum Mittelpunkt des Gartens und zum Lieblingsort für Groß und Klein.

Gartenteich Blumen

2019 wird Wasser im Garten zu einem echten Muss [Foto: Wonder Life/ Shutterstock.com]

5. Smart Garden

Technik und Garten passen nicht zusammen? Von wegen – in einem „intelligenten Garten“, dem Smart Garden, wird unser Hausgarten mit neuester Technik ausgestattet und auf diese Weise unsere Arbeit erleichtert. Besonders lästige Routinearbeiten fallen beim Smart Gardening weg oder lassen sich einfach per Knopfdruck in der passenden App erledigen. So hält der automatische Rasenmäher ihren Rasen kurz, während Sie im Garten entspannen, und der Sprenger verteilt schon Wasser, während Sie noch auf der Arbeit sind. Für Reiselustige gibt es sogar Blumentöpfe, die automatisch gießen, wenn der Boden zu trocken wird – somit nimmt Ihnen die geliebte Topfpflanze auch einen spontanen Kurzurlaub nicht übel. So smart ausgestattet können wir ganz entspannt in das Jahr 2019 starten und haben viel mehr Zeit, die schönen Dinge im Garten zu genießen.

automatischer Rasenmäher

Dem automatischen Rasenmäher kann man ganz entspannt beim Mähen zusehen [Foto: UlfsFotoart/ Shutterstock.com]

4. Pflanzenampeln, hängende Töpfe, vertikales Gärtnern

Pflanzenampeln hatten lange den Ruf als altbackende Deko, 2019 erleben Sie jedoch eine sensationelle Rückkehr als schicker Blickfang für ihre Lieblingspflanzen. Besonders neue Materialien – wie Beton, Metall oder Glas – und moderne geometrische Formen lassen normale Pflanzenkübel alt aussehen. Doch auch hängende Töpfe an der Wand und vertikales Gärtnern rücken 2019 wieder verstärkt in den Fokus: Ihre Pflanzen werden bei beiden Methoden nicht nur gekonnt in Szene gesetzt, sondern Sie können zugleich auch viel Platz sparen. Vor allem für kleine Gärten lohnt sich die Anlage eines vertikalen Gartens, um Obst und Gemüse anzubauen. Auf diese Weise kann man trotz Platzmangels einen tollen Gemüsegarten anlegen und schafft zusätzlich noch einen tollen.

3. Naturnahe Gärten

Englischer Rasen und penibel geschnittene Hecken? Nicht im Jahr 2019 – dieses Jahr geht der Trend weg von akkurat gepflegten Gärten und hin zu freiwachsenden Stauden und Sträuchern. Doch obwohl im naturnahen Garten alles wachsen darf, wie es will, sehen die Pflanzen nicht etwa unordentlich, sondern mystisch und geheimnisvoll aus. Wildblumen, Hecke und Wiese bieten aber nicht nur einen zauberhaften Anblick, sondern auch vielen Tieren ein Zuhause. Besonders wenn Sie zusätzlich noch mit Naturmaterialien wie Steinen und Holz dekorieren, schaffen Sie sich so aus ihrem Garten ein wildes Paradies.

wilder Garten

Ein naturnaher Garten sieht nicht nur schön aus, sondern bietet auch Tieren ein Zuhause [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

2. Zwerg-Gemüse und Patio-Obst

Immer mehr Menschen haben nur einen kleinen Garten oder sogar nur einen Balkon zum Gärtnern zur Verfügung – leider bleibt dort nicht viel Platz für einen großen Gemüsegarten oder gar einen eigenen Obstbaum. Wer trotzdem nicht auf selbstangebaute Lebensmittel verzichten will, kommt mit dem nächsten Trend voll auf seine Kosten: Zwerg-Gemüse und Patio-Obstbäume sind immer öfter in Gärten und auf Balkons anzutreffen. Klassischerweise kennen wir die kleinen Früchte ja schon von der Tomate (Solanum lycopersicum) oder vom Spinat (Spinacia oleracea), doch auch Auberginen (Solanum melongena), Salat und sogar Kürbisse (Curcurbita) gibt es im kleinen Format für beengte Platzverhältnisse. Auch bei Obstbäumen kommen zahlreiche kleinbleibende Sorten vor. Die sogenannten Patio- oder Mini-Obstbäume werden selten höher als 1,5 Meter und bilden eine kompaktere Krone aus, sodass sie selbst auf manchen Balkons Platz finden. Auch hier gibt es eine beinahe unendliche Auswahl: Vom altbekannten Apfel (Malus) über die Kirsche (Prunus) bis hin zur exotischen Zitrone (Citrus x limon) ist für jeden Geschmack etwas dabei.

kleiner Obstbaum Patio Obst

Patio-Obstbäume passen auch in kleine Gärten [Foto: effective stock photos/ Shutterstock.com]

1. Alte Sorten

Immer mehr rücken alte, schon fast vergessende Sorten in den Fokus von ambitionierten Hobbygärtnern. Obwohl die alten Sorten oft einen geringeren Ertrag aufweisen als neue Leistungszuchten, sind sie besonders gut für den Garten geeignet, da sie sehr robust sind. So trotzen alte Gemüse- und Obstsorten auch schlechtem Wetter und lästigen Schädlingen, ohne dabei den Kopf hängen zu lassen – perfekte Vorrausetzungen also für ein langes, glückliches Leben. Auch die Inhaltstoffe dieser Sorten überzeugen, denn sie weisen häufig bedeutend mehr Vitamine und Mineralien auf. Außerdem schwören viele Gärtner darauf, dass die alten Sorten einen deutlich intensiveren Geschmack haben. So ist es nicht verwunderlich, wenn immer mehr Menschen sich auf diese zurückbesinnen und somit ihren Anteil zur Erhaltung der Biodiversität leisten möchten. Und das ist tatsächlich gar nicht so schwer, wie man denkt: Mittlerweile gibt es viele Saatgutversender für alte Sorten, bei denen Sie ganz entspannt im Internet bestellen können.

bunte Gemüsesorten

Mehr Vielfalt und Biodiversität durch alte Sorten liegt gerade im Trend [Foto: GoodMood Photo/ Shutterstock.com]

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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