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Grabbepflanzung im Herbst: Beispiele für eine schöne Herbstbepflanzung

Nach dem Sommer muss das Grab neu bepflanzt und auf den Winter vorbereitet werden. Wir geben Pflege-Tipps und zeigen Beispiele für eine schöne Bepflanzung.

Grab im Herbst
Auch im Herbst ist eine stilvolle Grabbepflanzung möglich [Foto: Gaschwald/ Shutterstock.com]

Wenn die Tage kürzer werden und sich die Bäume in prachtvollen Rot- und Gelbtönen schmücken, wird es Zeit, auch die Grabbepflanzung an die neue Jahreszeit anzupassen. Obwohl der Herbst oft als grau und trist gilt, ist es nämlich durchaus möglich, das Grab stillvoll und farbenfroh zu gestalten – wenn man auf die richtigen Pflanzen setzt. Was Sie bei einer herbstlichen Grabbepflanzung beachten müssen, erfahren Sie hier.

Grabbepflanzung für den Herbst

Damit das Grab Ihrer Liebsten auch im Herbst noch schön aussieht, ist es wichtig, sich frühzeitig Gedanken über die richtige Bepflanzung zu machen. Was man dabei alles beachten sollte, erfahren Sie hier.

Grabbepflanzung für den Herbst: Darauf sollten Sie achten

Nachdem Sommerblumen die letzten Monate der Grabgestaltung dominiert haben, müssen sie nun der herbstlichen Bepflanzung weichen. Auch wenn es manchem Gärtner weh tut: Im Herbst sollten die alten Pflanzen aus der sommerlichen Grabbepflanzung entfernt werden. So verhindern Sie nicht nur, dass die verblühten Blumen ein ungepflegtes Bild abgeben, sondern schaffen auch Platz für neue, die das Grab verschönern können. Besonders intensiv leuchtende Herbstblumen sind in der Grabgestaltung überaus beliebt, da sie nicht nur wunderschön aussehen, sondern meist auch sehr robust sind.

Herbstblumen auf Grab
Strahlende Herbstblumen sind in der Grabgestaltung besonders beliebt [Foto: katarinag/ Shutterstock.com]

Bei der Bepflanzung im Herbst sollte zusätzlich drauf geachtet werden, dass die Pflanzen nicht (wie im Frühjahr üblich) weit auseinander, sondern etwas näher zusammen gesetzt werden sollten. Grund dafür ist das geringe Wachstum der Pflanzen im Herbst – werden die Pflanzen nämlich zu weit auseinander gepflanzt, können ungewollt unschöne Lücken entstehen. Ist die herbstliche Grabbepflanzung erst einmal abgeschlossen, sinkt der Pflegeaufwand im Gegensatz zum Sommer erheblich. Da die Pflanzen sich nicht mehr in der Wachstumsperiode befinden, brauchen sie auch nicht gedüngt werden. Das regnerische Herbstwetter sorgt zusätzlich dafür, dass nicht gegossen werden muss (außer natürlich, es handelt sich um einen besonders trockenen Herbst). Nur auf das Laubharken sollte nicht verzichtet werden: Nicht nur sieht das nasse Laub auf den Gräbern nicht schön aus, es kann auch Bodendecker und Herbstblumen schädigen.

Neben der Bepflanzung werden im Herbst besonders gerne Gestecke zur Grabgestaltung genutzt. Besonders natürliche, selbstgemachte Dekorationen sind am Grab eines geliebten Menschen ein schöner persönlicher Gruß. Um diese herzustellen, kann man sich im Herbst wunderbar an der Natur bedienen: Nadelzweige, Holzstücke oder Moos können wunderbar mit Hagebutten, Tannenzapfen oder Eicheln zu einem dekorativen Gesteck oder Kranz gestaltet werden. Dabei können ganz individuelle Wünsche und Vorlieben in Größe, Form und Farbe berücksichtig werden.

Blumen von oben
Im Herbst müssen Pflanzen enger gesetzt werden – sonst gibt es unschöne Lücken [Foto: Irina Fischer/ Shutterstock.com]

Die schönsten Grabpflanzen für den Herbst

Herbstblumen und winterharte Bodendecker sind für die Grabgestaltung besonders gut geeignet. Die schönsten Pflanzen für die Grabbepflanzung im Herbst haben wir hier für Sie aufgelistet.

10. Alpenveilchen

Mit seinen interessanten, sanften Blüten und den zarten Farben ist das Alpenveilchen (Cyclamen persicum) ein echter Hingucker im Herbst. Auch ihre herzförmigen Blätter, welche eine tolle Zeichnung aufweisen, machen den Charme der Pflanze aus. Aufgrund ihrer geringen Winterhärte waren die zarten Blumen allerdings lange als Zimmerpflanzen verschrien – moderne Züchtungen zeigen sich jedoch deutlich robuster und lassen sich auch zur Grabgestaltung im Herbst verwenden. Jedoch sollte man auch hier immer Sorten mit kleinen Blüten wählen, da diese Minusgrade insgesamt besser überstehen.

Alpenveilchen
Alpenveilchen sehen mit ihren zarten Blüten sehr charmant aus [Foto: NeydtStock/ Shutterstock.com]

9. Purpurglöckchen

Im Herbst sind die kleinen Blüten des Purpurglöckchens (Heuchera Cultivars) leider bereits verblüht. Glücklicherweise besteht der besondere Reiz dieser Pflanze nicht in den zierlichen Blüten, sondern in ihren außergewöhnlichen Blättern: Komplett in dunklem Rot, aber auch in Grün mit roter Blattunterseite, ist die Pflanze auch im Herbst ein ungewöhnlicher Hingucker. Zusätzlich glänzt das Purpurglöckchen durch seine überaus pflegeleichte Art.

Purpurglöckchen
Mit seinen roten Blättern ist das Purpurglöckchen ein echter Hingucker [Foto: Dragana Gordic/ Shutterstock.com]

8. Hornveilchen

Mit seinen zahlreichen kleinen Blüten zählt das Hornveilchen (Viola cornuta) wohl zu den schönsten Herbstblumen. Besonders sein unermessliches Farbspektrum, das sich von strahlendem Weiß über leuchtendes Gelb und intensives Rot bis zu kräftigem Blau erstreckt, macht das Hornveilchen gestalterisch interessant. So kann man die Pflanze beinahe mit jeder anderen Herbstblume kombinieren – es lassen sich aber auch nur mit Hornveilchen interessante Kontraste setzen.

Hornveilchen
Hornveilchen lassen sich in der Grabgestaltung vielfältig einsetzen [Foto: galsand/ Shutterstock.com]

7. Aster

Während andere Blumen schon ihre Köpfe hängen lassen, blüht die Aster (Aster) erst richtig auf: Ab August bezaubert uns die schöne Pflanze mit ihren zahlreichen, leuchtenden Blüten. Ob in strahlendem Weiß, sanftem Rosa oder intensivem Blau – die Aster lässt sich wunderbar in jede Grabbepflanzung einfügen und strahlt mit den anderen Herbstblumen um die Wette. Zusätzlich ist sie auch noch sehr robust – Temperaturen bis -20 °C hält die Pflanze ohne Probleme aus.

Aster
Die Aster strahlt mit anderen Blumen um die Wette [Foto: sasimoto/ Shutterstock.com]

6. Scheinbeere

Die Scheinbeere (Gaultheria procumbens) sorgt im Herbst nicht etwa mit bunten Blüten, sondern mit feuerroten Früchten für etwas Farbe. Doch auch ihre dunkelrote bis tiefviolette Herbstfärbung lässt sich in der herbstlichen Grabgestaltung wunderbar einsetzen. Durch seine robuste Art und gute Winterhärte ist der immergrüne Strauch gleichzeitig auch eine tolle Pflanze für die Grabbepflanzung im Winter.

Scheinbeere
Die Scheinbeere sorgt für Farbe im Herbst [Foto: wheatley/ Shutterstock.com]

5. Herbstenzian

Im Herbst dominieren in der Grabgestaltung klassischerweise die Farben Rot und Gelb. Wer es lieber etwas moderner mag, kann auf den Herbstenzian (Gentiana scabra) zurückgreifen. Mit seinen großen, intensiv blaugefärbten Blüten setzt die polsterbildende Staude eindrucksvolle Akzente in der Grabbepflanzung und ist mit einer Winterhärte bis zu -20 °C auch noch überaus robust. Kombinieren lässt sich der Enzian am besten mit der violetten Knospenheide (Calluna vulgaris), aber auch mit Efeu (Hedera helix) oder Torfmyrthe (Pernettya mucronat).

Herbstenzian
Für Blautöne in der Grabgestaltung sorgt der Herbstenzian [Foto: Manfred Ruckszio/ Shutterstock.com]

4. Silberblatt

Schöne Grabpflanzen müssen nicht immer durch ihre Blüten auffallen – das Silberblatt (Senecio cineraria) schafft es allein mit seinen silbrig-grünen, gefiederten Blättern zu einem tollen Hingucker zu werden. Dabei setzt die Pflanze tolle Akzente im Beet und lässt sich perfekt mit Klassikern wie dem Hornveilchen oder der Knospenheide kombinieren. Auch seiner pflegeleichten und unkomplizierten Art hat es das Silberblatt zu verdanken, dass es in der herbstlichen Grabgestaltung immer beliebter wird.

Silberblatt
Das Silberblatt setzt tolle Akzente [Foto: RaksyBH/ Shutterstock.com]

3. Stiefmütterchen

Nicht nur bei der Grabbepflanzung im Frühling, sondern auch im Herbst ist das Stiefmütterchen (Viola wittrockiana) ein altbewährter Klassiker. Besonders seine äußerst robuste Art ist für seine große Popularität verantwortlich. Aber auch ihre hübschen Blüten, die sich auch im Herbst sehr zahlreich zeigen, sorgen für den Charme der Pflanze. Zusätzlich hat das Stiefmütterchen noch eine tiefe symbolische Bedeutung: Als Zeichen für den Abschied, aber auch das Erinnern und Gedenken wird sie überaus gerne für die Grabgestaltung verwendet.

Stiefmütterchen
Das Stiefmütterchen ist ein Klassiker in der Grabbepflanzung [Foto: Firma V/ Shutterstock.com]

2. Stacheldrahtpflanze

Der Name der Stacheldrahtpflanze (Calocephalus brownii) hört sich im Zusammenhang mit der Grabbepflanzung erst einmal befremdlich an. Tatsächlich stellt die ungewöhnliche Pflanze, die auch als Gitter- oder Silberkraut bekannt ist, aber eine tolle Bereicherung für die Grabgestaltung dar. Durch ihre eigenwillige Wuchsform und sein markantes, silberfarbenes Laub lässt sich die Stacheldrahtpflanze wunderbar als Strukturpflanze einsetzen. Besonders schön sieht die Kombination mit Herbstblumen wie dem Alpenveilchen oder der Knospenheide aus, aber auch immergrüne Pflanzen wie der Efeu oder die Scheinbeere harmonieren wunderbar mit ihr.

Stacheldrahtpflanze
Die ungewöhnliche Stacheldrahtpflanze ist eine Bereicherung für die Grabgestaltung [Foto: PicsEKa/ Shutterstock.com]

1. Knospenheide

Wer eine Pflanze sucht, die sich nicht nur für den Herbst, sondern auch für die Grabbepflanzung im Winter eignet, sollte nach der Knospenheide (Calluna vulgaris) Ausschau halten. Der hübsche Herbstblüher, der auch als Besenheide bekannt ist, überzeugt mit seinen zarten Blütenknospen, die oft über den ganzen Winter hinweg zu sehen sind. Selbst Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können der robusten Pflanze im Regelfall nichts anhaben – durch diese Eigenschaft hat die Heide auch eine schöne Symbolik bekommen, die sie als Grabbepflanzung noch beliebter macht: Sie steht nämlich für Beständigkeit und Treue.

Knospenheide
Die Heide steht für Beständigkeit und Treue [Foto: Sophie McAulay/ Shutterstock.com]

Nicht nur im Herbst soll die Grabgestaltung gelingen – wie Sie die Gräber Ihrer Liebsten zu Allerheiligen und für den Winter herrichten können, erfahren Sie in den jeweiligen Spezialartikeln.

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