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Kinder- und tiersichere Pflanzen für den Garten: Unsere Top 10

Ungefährlich oder doch giftig? Wir zeigen Ihnen, welche zehn Pflanzen auch für Kinder und Haustiere absolut sicher sind.

Kind gärtnert mit Hund

Für Kinder und Tiere ist ein Garten etwas Tolles – leider können giftige Pflanzen zur Gefahr werden [Foto: Maria Evseyeva/ Shutterstock.com]

Für Kinder und Haustiere ist der Garten etwas Tolles. Hier kann man ungestört herumtoben, spielen und viel Zeit an der frischen Luft verbringen. Doch auch an diesem Ort lauert eine heimliche Gefahr – einen Moment nicht aufgepasst und schon stecken sich Kinder Blumen in den Mund oder Haustiere knabbern an den Blättern.

Kinder- und tiersichere Pflanzen für den Garten

Handelt es sich nun um giftige Pflanzen, führt kein Weg am Kinder- oder Tierarzt vorbei. Aber auch Dornen und scharfe Blätter führen schneller als gedacht zu schmerzhaften Schnitten und Verletzungen. Damit Sie ganz ungestört mit Kind und Tier draußen spielen können, verraten wir Ihnen, welche zehn Pflanzen absolut ungefährlich sowie kinder- und haustiersicher sind.

1. Tagetes

Als bunter Sommerblüher fand die Tagetes (Tagetes), auch Studentenblume genannt, bereits vor etwa 400 Jahren Einzug in die deutschen Gärten. Noch heute ist sie überaus beliebt – besonders ihre strahlenden, großen Blüten verwandeln die Tagetes in einen echten Hingucker. Zusätzlich ist die schöne Blume besonders robust und vertreibt zuverlässig Schädlinge wie Nematoden (Fadenwürmer) und Ameisen. Für Kinder und Haustiere ist die Tagetes jedoch absolut ungefährlich – alle Sorten sind ungiftig. Essbar hingegen sind nur wenige Sorten wie der Gewürz-Tagetes (Tagetes tenuifolia), denn auch wenn die Tagetes absolut ungiftig ist, schmecken die meisten Sorten unangenehm bitter, sodass sie oft schnell wieder ausgespuckt werden.

Tagetes

Die strahlenden, großen Blüten verwandeln die Tagetes in einen echten Hingucker [Foto: milart/ Shutterstock.com]

2. Korkenzieherweide

Schnörkelige Äste und spiralförmig gedrehte Zweige – die Korkenzieherweide (Salix matsudana ‚Tortuosa‘) ist auch eine wahre Augenweide. Ihre einmalige Wuchsform sorgt dafür, dass die Korkenzieherweide auch in Gärten immer beliebter wird. Jedoch ist sie nur für große Grundstücke geeignet, denn sie erreicht schnell Höhen von 8 bis 12 Metern und bildet lange Wurzeln aus. Wer jedoch mit einem großen Garten gesegnet ist, kann sie ohne Bedenken pflanzen: Wie beinahe alle Weidengewächse ist die Korkenzieherweide ungiftig und eignet sich ausgezeichnet für Gärten mit Kindern und Tieren. Besonders Nager wie Kaninchen und Meerschweinchen profitieren sogar von der Weide, denn ihre gedrehten Triebe sind ideal zum Knabbern geeignet. Nur bei Katzen sollte man etwas aufpassen – sie sollten keine größeren Mengen der Blätter fressen.

3. Lavendel

Lavendel (Lavendula angustifolia) beeindruckt nicht nur mit seinen schönen violetten Blüten, sondern wird vor allem wegen seinen aromatischen Duftes angebaut. Der intensive Geruch verzaubert aber nicht nur die Nase, sondern hält auch Ungeziefer fern und wirkt beruhigend. Von dieser Eigenschaft können auch Kinder und Hunde profitieren – besonders bei Nervosität und Angst kann der Geruch von Lavendel Linderung verschaffen. Katzen dagegen meiden wegen des intensiven Geruches den Lavendel, gefährlich ist die Pflanze jedoch nicht: Für Hunde, Katzen und Menschen ist der Lavendel absolut ungiftig, auch wenn er aufgrund seines bitteren Geschmacks nicht gerne gegessen wird. Hamster, Meerschweinchen, Kaninchen und Hasen sollten dagegen nicht in die Nähe der Pflanze gelangen – bei ihnen kann der Lavendel toxisch wirken.

Lavendel mit Hund

Für Hunde ist Lavendel absolut ungiftig [Foto: dezy/ Shutterstock.com]

4. Kapuzinerkresse

Die einjährige Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) wird in Deutschland vor allem wegen ihrer schönen Blüten angebaut. Die leuchtend gelben, orangen oder roten Blüten der zahllosen Sorten sind von Juli bis Oktober zu erleben und bieten einen richtigen Augenschmaus. Doch die Kapuzinerkresse kann noch mehr: Seit langem ist die Pflanze auch als Heilkraut bekannt, welche das Immunsystem stärken und verschiedene Infektionen bekämpfen soll. Auch als essbare Dekoration ist die Kapuzinerkresse beliebt, denn ihre Blüten sind nicht nur schön, sondern schmecken auch leicht würzig. Die Blätter können zwar ebenfalls gegessen werden, haben aber einen leicht muffigen Geschmack. Gelegentliches Knabbern an der Pflanze wird also weder Ihrem Kind noch Ihrem Haustier schaden.

5. Sonnenblume

Wenn man an Herbstblumen denkt, ist die Sonnenblume (Helianthus annuus) wohl die erste, die einem in den Sinn kommt. Die Pflanze, welche innerhalb weniger Wochen eine stattliche Höhe von bis zu 3 Metern erreichen kann, gehört mit ihren tellergroßen, strahlend gelben Blütenköpfen wohl zu den imposantesten Blumen im Herbst. Auch die leckeren Sonnenblumenkerne sind für viele schon Grund genug, um der Sonnenblume im Garten einen Platz einzuräumen. Glücklicherweise sind aber nicht nur die Kerne, sondern auch die ganze Pflanze essbar und absolut ungiftig – Haustiere und Kinder können also unbesorgt mit den großen Blumen spielen.

Sonnenblume mit Kind

Kinder können unbesorgt mit den ungiftigen Sonnenblumen spielen [Foto: Vitalinka/ Shutterstock.com]

6. Stiefmütterchen

Ein allseits beliebter Klassiker im Garten ist das Stiefmütterchen (Viola x wittrockiana). Kindern gefallen vor allem ihre bunten Blüten, die das Stiefmütterchen in den Farben von Rot über Weiß bis Violett trägt. Dabei gibt es unter den unzähligen Sorten sogar Pflanzen, die mit zwei Farben oder Mustern brillieren. Doch nicht nur im Garten ist das Stiefmütterchen eine Augenweide, auch als Dekoration für Torten oder Bestandteil eines Salates schindet es mächtig Eindruck. Die schönen Blüten sind nämlich nicht nur ungiftig, sondern haben auch einen angenehm süßen Geschmack. Für Kinder und Haustiere ist die Pflanze damit ideal, schließlich ist Naschen ausdrücklich erlaubt.

7. Linde

Schon lange ist die Linde (Tilia) ein beliebter Haus- und Hofbaum, der vor allem bei alten Bauernhäusern zu finden ist. Auch heute ist die Linde als Baum nach wie vor beliebt, eignet sich jedoch eher für größere Grundstücke: Mit einer imposanten Höhe von bis zu 40 Metern sprengt der Baum nämlich schnell den Rahmen in kleinen Gärten. Wer trotzdem nicht auf eine Linde verzichten will, kann mittlerweile auch auf kleinere Zuchtformen wie die Winter-Linde ‚Rancho‘ zurückgreifen, die nur etwa 10 Meter groß werden. Für Tiere und Kinder ist die Linde jedoch sehr zu empfehlen. Nicht nur spendet der Baum im Sommer wertvollen Schatten, er ist außerdem nicht giftig. Tatsächlich sind Lindenblüten sogar eine beliebte Zutat für Tees und Aufgüsse, die bei Halsschmerzen helfen soll – das Naschen der süßlich riechenden Blüten schadet also nicht.

Linde

Die Linde kann eine imposante Höhe von 40 Metern erreichen [Foto: Wolfilser/ Shutterstock.com]

8. Dahlie

Mit beinahe tausend Sorten ist die Auswahl an Dahlien (Dahlia) schier endlos. Verschiedene Formen und Farben und sogar mehrfarbige Variationen bieten für jeden Garten das Richtige und laden fast schon zum Sammeln ein. Zusätzlich haben die exotisch wirkenden Blüten einen Vorteil gegenüber vielen anderen Pflanzen: Sie sind absolut ungiftig und können somit gefahrlos in der Nähe von Kindern und Tieren angepflanzt werden. Tatsächlich ist die Dahlie sogar essbar und fügt sich mit ihrem würzig-säuerlichen Geschmack perfekt in herzhafte Salate oder Fischplatten ein. Für Kinder ist die Pflanze besonders schön, weil sie auch leicht anzupflanzen und zu pflegen ist – so steht dem ersten eigenen Blumenbeet nichts im Wege.

9. Ringelblume

Die Ringelblume (Calendula officinalis) gehört zu den ältesten Gartenpflanzen überhaupt und ist auch heute noch überaus beliebt. Kein Wunder – schließlich ist die Ringelblume mit ihren leuchtenden Blüten ein echter Hingucker. Von Juni bis Oktober blüht die Pflanze in Farbvariationen von Cremegelb bis Karminrot. Doch die Ringelblume ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch noch überaus nützlich: Ihre Blütenblätter enthalten entzündungshemmende Substanzen und werden deshalb bis heute zu Salben und Cremes verarbeitet. Für Kinder und Haustiere eignet sich die Ringelblume besonders gut, weil sie gefahrlos gegessen werden kann – früher wurden gemahlene Ringelblumenblätter sogar als Safranersatz genutzt. Außerdem ist die Ringelblume absolut robust und stört sich auch nicht daran, wenn sie beim Toben auch mal einen Tritt abbekommt.

Ringelblume

Für Kinder und Haustiere eignet sich die Ringelblume besonders gut, weil sie gefahrlos gegessen werden kann [Foto: LianeM/ Shutterstock.com]

10. Zierapfel

Einen Apfelbaum (Malus domestica) kennt wohl jedes Kind. Aber haben Sie schon einmal etwas vom Zierapfel gehört? Dieser dekorative Bruder des Apfels umfasst etwa 35 Wildarten – als besonders schön gelten aber vor allem der Vielblütige Apfel (Malus floribunda), der Tee-Apfel (Malus hupehensis) und der Pflaumenblättrige Apfel (Malus prunifolia). Je nach Sorte werden die Zieräpfel bis zu 8 Meter hoch und bilden im Alter oft breite Kronen aus. Im Garten verzücken die Zieräpfel gleich zweimal: Im Frühling begeistern sie mit einem Meer aus weißen, hellrosa oder roten Blüten. Im Sommer und Herbst bilden die Zieräpfel dagegen walnussgroße gelbe und rote Früchte aus, die bis in den Winter am Baum bleiben können. Doch auch wenn der Zierapfel Zierapfel heißt, sind seine Früchte nicht nur zum Anschauen da: Mit einem leicht herb-säuerlichen Geschmack eignen sie sich ideal als Snack für zwischendurch. Auch sonst ist der Zierapfel ungiftig und kann bedenkenlos in der Nähe von Kindern und Haustieren .

Falls Sie nach Tipps suchen, wie Sie Kindern die Freude am Garten vermitteln können, dann sollten Sie hier bei unserem Spezial-Artikel vorbeischauen.

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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