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Gartenarbeit im Februar: Alles auf einen Blick!

Auch zu Beginn des Jahres fallen bereits einige Aufgaben im Garten an. Wir zeigen, welche Gartenarbeiten Sie im Februar unbedingt schon erledigen sollten und welche Pflanzen bereits ausgesät werden können.

Person im Beet arbeitend
Auch im Februar ist im Garten viel zu tun [Foto: Image Conscious/ Shutterstock.com]

Auch wenn der Februar oft noch grau und kalt ist, beginnt nun langsam wieder die Zeit des Gärtnerns. Die ersten Frühlingsblüher strecken vorsichtig ihre Köpfe aus der Schneedecke und zeigen ihre Schönheit. Leider kann man nicht allzu lang verweilen und ihnen dabei zugucken, denn es gibt eine Menge zu tun. Welche Gartenarbeit im Februar ansteht, erfahren Sie in unserem Artikel.

Aussaat im Februar: Diese Pflanzen werden jetzt ausgesät

Auch wenn die Temperaturen im Februar noch manches Mal unter den Nullpunkt fallen können, kann nun bereits mit der Aussaat der ersten Pflanzen begonnen werden.

Die folgenden Gemüsesorten werden im Februar ausgesät:

  • Auf der Fensterbank: Langsam wachsende Gemüsesorten wie Auberginen (Solanum melongena), Paprika (Capsicum) und Artischocken (Cynara scolymus); langsam wachsende Sommerblüher wie Löwenmäulchen (Antirrhinum) oder Lobelien (Lobelia)
  • Im Gewächshaus: Robustes Blattgemüse wie Eisbergsalate (Lactuca sativa), Römersalate (Lactuca sativa var. longifolia) oder Endivien (Cichorium endivia); Spinat (Spinacia oleracea); Zwiebeln (Allium cepa)
  • Direkt ins Beet: Ackerbohnen (Faba vulgaris var. major) und Dicken Bohnen (Faba vulgaris var. minor) in milden Regionen ab Ende Februar; Zwiebelpflanzen wie Knoblauch (Allium sativum), Schnittlauch (Allium schoenoprasum) und Krokusse (Crocus)

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Ernte im Februar: Diese Pflanzen haben jetzt Saison

Viele denken, dass im Februar nur wenige Gemüsesorten Saison haben. Wer sich aber nachhaltig und saisonal ernähren will, kann das auch im Winter tun – egal, ob er einen eigenen Garten hat oder nicht.

Das folgende Gemüse kann noch im Februar geerntet werden:

  • Ernte im Beet: Kohlsorten wie Wirsing (Brassica oleracea var. sabauda), Grünkohl (Brassica oleracea var. sabellica) und Rosenkohl (Brassica oleracea var. gemmifera); Pastinaken (Pastinaca sativa); Porree (Allium ampeloprasum); Champignons (Agaricus); Wintersalate wie Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum) und Feldsalat (Valerianella locusta)
  • Ernte im Gewächshaus: Spinat und Knollensellerie (Apium graveolens var. rapaceum)
  • Aus der Lagerung: Äpfel (Malus)

Einen ausführlichen Saisonkalender für das ganze Jahr finden Sie hier.

Kohlkopf mit Frost überzogen
Verschiedene Kohlsorten können im Februar geerntet werden [Foto: Iuliia Karnaushenko/ Shutterstock.com]

Das blüht im Februar

Viele wissen nicht, dass auch im Februar Blumen blühen. Tatsächlich aber gibt es eine ganze Reihe von Pflanzen, die bereits so früh im Jahr ihre Blüten zeigen und damit einen wichtigen Dienst in der Natur verrichten – die frühblühenden Gehölze unterstützen verschiedene Insekten wie den Zitronenfalter oder die Erdhummel, die bereits ab 4 °C wieder ihre ersten Ausflüge nach der Winterpause machen.

Typische Blumen im Februar sind beispielsweise:

Gartentiere und Insekten im Februar unterstützen

Nicht nur Menschen leiden unter den oft noch frostigen Temperaturen im Februar – auch Gartentiere haben in dieser Zeit mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Insekten wie der Zitronenfalter oder die Hummel begeben sich in dieser Zeit erstmals wieder auf Nahrungssuche, werden aber in vielen Gärten nicht fündig. Wer den emsigen Tieren etwas unter die Arme greifen möchte, sollte bei der Gestaltung seines Gartens auf Diversität setzen.

Vögel in Futterhaus im Winter sitzend
Im Winter sollte man die Vögel durch eine zusätzliche Fütterung unterstützen [Foto: Linas T/ Shutterstock.com]

So unterstützt man Gartentiere im Februar:

  • Gezielt früh- und spätblühende Stauden und Sträucher pflanzen
  • Nahrungsquellen für Vögel einrichten, z.B. durch eigens gebautes Vogelfutterhaus mit selbstgemachtem Vogelfutter
  • Saubere und eisfreie Vogeltränke bereitstellen
  • Nistkästen auf Beschädigungen überprüfen und ausfegen
  • Futterhaus für Eichhörnchen zur Verfügung stellen

Bäume und Hecke schneiden

Der Baumschnitt ist im Februar eine der wichtigsten Arbeiten, die erledigt werden müssen. Tatsächlich ist das Fällen oder der starke Rückschnitt von Hecken und Bäumen nämlich nur bis zum 1. März gestattet, um eventuell brütende Vögel zu schonen. Wer seine Hecke „auf Stock setzen“ möchte oder einen zu groß gewachsenen Strauch entfernen will, sollte also den Februar nutzen. Pflegeschnitte sind zwar auch noch im März erlaubt, viele Gärtner greifen aber auch hier bereits im Februar zur Schere. Tatsächlich lässt sich im kahlen Zustand der Bäume oftmals besser beurteilen, ob und wie stark der Rückschnitt erfolgen muss. Es ist jedoch darauf zu achten, dass der Obstbaumschnitt im Februar nur bei Temperaturen über -5 °C und bei möglichst trockenem Wetter getätigt wird, damit die Schnittwunden möglichst rasch abheilen können.

Diese Bäume und Hecken werden im Februar geschnitten:

  • Hecken
  • Obstbäume
  • Brombeeren (Rubus sectio Rubus)
  • Sommerblühende Sträucher wie die Bartblume (Caryopteris x clandonensis) oder der Schmetterlingsflieder (Buddleja)

Weitere Gartenarbeiten im Februar

Topfpflanzen: Topf- und Kübelpflanzen wie Geranien (Pelargonium), aber auch Zimmerpflanzen wie der Kaktus (Cactaceae), können am Ende des Februars umgetopft werden. Der Zeitpunkt ist ideal, da die Pflanzen nun wieder in ihre Wachstumsphase übergehen und deshalb eine deutlich bessere Durchwurzelung des neuen Substrates stattfindet.

Stauden: Stauden, die im Spätsommer oder Herbst blühen, sollten während der Gartenarbeit im Februar geteilt werden, damit sie vital und blühfreudig bleiben. Jedoch sollten Aster (Aster), Fetthenne (Sedum) und Co. nur geteilt werden, wenn der Boden nicht mehr gefroren ist. Frühlings- oder Sommerblüher werden erst nach der Blüte geteilt, da sie sonst weniger blühfreudig sind.

Werkzeug: Bald schon geht die Gartenarbeit wieder in vollen Zügen los. Gärtner sollten den Februar deshalb dafür verwenden, ihr Equipment noch einmal zu kontrollieren und gegebenenfalls auf Vordermann zu bringen.

Baum mit Astschere zugeschnitten
Für einen Rückschnitt von Hecken und Obstbäumen ist der Februar gut geeignet [Foto: ueuaphoto/ Shutterstock.com]

Rhabarber und Kartoffeln: Wer es kaum erwarten kann, frischen Rhabarber (Rheum rhabarbarum) und leckere Kartoffeln (Solanum tuberosum) aus dem eigenen Garten zu ernten, hat die Möglichkeit, die Pflanzen bereits im Februar vorzuziehen. Saatkartoffeln werden dafür in flachen Kisten locker ausgebreitet und möglichst hell bei 12 bis 15 °C aufgestellt. Beim Rhabarber werden große Kübel oder spezielle Treibtöpfe über die austreibende Pflanze gestülpt – mit diesem einfachen Trick lässt sich der erste Rhabarber bereits im April ernten.

Immergrüne: Steigen die Temperaturen langsam, aber sicher über den Gefrierpunkt, wird es Zeit, wieder mit dem Gießen anzufangen. Immergrüne Pflanzen wie Buchsbaum (Buxus sempervirens) oder Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) verdunsten an sonnigen Februartagen viel Wasser – besonders an regengeschützten Plätzen müssen sie deshalb regelmäßig gegossen werden.

Aussaatgefäße: Nicht alle Pflanzen eignen sich für die Aussaat im Februar – wer Zeit sparen will, kann aber bereits jetzt Blumentöpfe und Pflanzcontainer für die nächste Generation vorbereiten. Bereits benutzte Gefäße sollten von Wurzel- und Erdresten befreit werden. Gefäße, in denen kranke Pflanzen waren, sollten zusätzlich gründlich ausgekocht werden, um vorhandene Pilzsporen restlos zu entfernen. Wer zum Anziehen nicht auf Plastik- oder Torftöpfe zurückgreifen möchte, kann außerdem besondere Aussaatgefäße aus Klopapierrollen oder Eierschalen basteln.

Gartenarbeit fällt nicht nur im Februar an – wir verraten Ihnen 8 Tipps, mit denen Sie das ganze Jahr über Naturschutz betreiben.

Möchten Sie sich schon darauf einstellen, welche Gartenarbeiten im März anstehen? Dann lesen Sie diesen Artikel.

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