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Gartenarbeit im Juni: Alles auf einen Blick!

Frederike
Frederike
Frederike
Frederike

Ich habe Agrarwissenschaften studiert und bin ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

Auch im Juni gibt es einiges im Garten zu erledigen. Wir zeigen Ihnen, welche Gartenarbeiten im Juni anstehen, und was Sie zu Anfang des Sommers pflanzen oder ernten können.

Blühender Garten
Auch im Juni steht viel Gartenarbeit an [Foto: Derek Harris Photography/ Shutterstock.com]

Im Sommer ist die Arbeit im Garten vorbei? Falsch gedacht, im Juni geht es erst so richtig los! In unserer Übersicht verraten wir, was es nun zu Beginn der warmen Zeit so alles zu erledigen gibt.

Aussaat im Juni: Was wird jetzt gepflanzt?

Im Juni kann nicht mehr viel ausgesät werden? Weit gefehlt – tatsächlich ist der Aussaatkalender auch im Juni prall gefüllt: Pak Choi (Brassica rapa subsp. chinensis) und einige Blumenkohlsorten, aber auch Kulturformen der Zichorie (Cichorium intybus) können nun eingesät werden. Wer noch keine Radieschen (Raphanus sativus var. sativus), Möhren (Daucus carota subsp. sativus) oder Salat gesät hat, kann dies im Juni ebenfalls wiederholen – auch für Folgekulturen nach der ersten Ernte ist bei diesen Sorten jetzt noch Zeit. Für aromatischen Genuss sorgt die Aussaat allerlei Kräuter wie Dill (Anethum graveolens), Petersilie (Petroselinum crispum) oder Winterkresse (Barbarea vulgaris).

Samen werden von Händen ausgesät
Im Juni können noch zahlreiche Gemüsesorten ausgesät werden

Auch der Ziergarten kann im Juni neu bestückt werden: Die Sonnenblume (Helianthus annuus) kann nun direkt gesät werden und erreicht innerhalb weniger Wochen eine stattliche Höhe von bis zu drei Metern. Wer es lieber etwas kleiner mag, kann auch Vergissmeinnicht (Myosotis) säen, welche dann im nächsten Frühjahr ihre blauen Blüten zeigen. Auch das Gänseblümchen (Bellis perennis), die Kornblume (Centaurea cyanus) oder der Goldlack (Erysimum cheiri) können im Gartenmonat Juni ausgesät werden. Tatsächlich eignet sich der Monat auch perfekt, um eine nützlingsfreundliche Blumenwiese – beispielsweise mit einer Plantura Saatgutmischung – anzulegen.

Das kann jetzt im Juni ausgesät werden:

Ernte im Juni: Was kann man im Juni ernten?

Zu den wichtigsten Gartenarbeiten im Juni gehört definitiv die Ernte. Zahlreiche Gemüsesorten, darunter Erbsen (Pisum sativum), Karotten (Daucus carota subsp. sativus) aber auch verschiedene Kohlsorten sind jetzt reif und warten nur noch darauf, geerntet zu werden. Passend für die leichte Sommerküche können auch Salate wie der Eisbergsalat (Lactuca sativa var. capitata) frisch vom Feld gepflückt werden. Im Gewächshaus zeigen sich auch Tomaten (Solanum lycopersicum) und Paprika (Capsicum) von ihrer besten Seite und sind bereit zum Naschen. Wer es lieber etwas süßer mag, kommt im Juni ebenfalls auf seinen Geschmack: Erdbeeren (Fragaria) und Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus) schenken uns nun ihre leckeren Früchte.

Dieses Obst und Gemüse ist im Juni reif für die Ernte:

  • Gemüse: Blumenkohl, Brokkoli, Champignons, Dicke Bohnen, Erbsen, Kartoffeln, Karotten, Kohlrabi, Mangold, Rhabarber, Radieschen, Rettich, Spitzkohl, Spargel, Weißkohl, Zucchini
  • Salat: Batavia, Eichblatt, Eisbergsalat, Kopfsalat, Lollo Rosso, Löwenzahn
  • Obst: Erdbeeren, Heidelbeeren, Sauerkirschen
  • Aus dem Gewächshaus: Paprika, Salatgurken, Tomaten
Erdbeeren in Beet werden gepflückt
Für Naschkatzen: Erdbeeren kommen im Juni frisch vom Feld [Foto: Julia Zavalishina/ Shutterstock.com]

Einen ausführlichen Überblick über die Erntesaison der verschiedenen Obst- und Gemüsesorten finden Sie hier in unserem Saisonkalender.

Diese Pflanzen blühen im Juni

Wer die Gartenarbeit im Juni einmal ruhen lässt, stellt schnell fest, dass dieser Monat zu einem der schönsten im Gartenjahr zählt: Zahlreiche Blüten schmücken Beete und Pflanzen und der Garten zeigt sich von seiner schönsten Seite. Klassiker wie die Hortensie (Hydrangea) oder die Pfingstrose (Paeonia) führen ihre schönsten Blütenkleider vor und erfüllen den Garten mit ihrem Glanz. Aber auch Bartnelken (Dianthus barbatus), Prachtspiere (Astilbe) und die Große Sterndolde (Astrantia major) zeigen ihre beeindruckenden Blüten. Besonders beeindruckend sind auch die großen Einzelblüten der Taglilie (Hemerocallis), die im Juni erblühen. Auch im Kräuterbeet sind erste Blüten zu erkennen: Beispielsweise zeigt der Thymian (Thymus vulgaris) hier schon seine hübschen Blüten. Selbst einige Bäume tragen im Juni noch ihren Blütenschmuck: Die Linde (Tilia) entfaltet nun ihre zart duftenden Blüten.

Übrigens: Wenn Sie Ihren Garten oder Balkon in ein Blütenparadies verwandeln wollen, dann sollten Sie in unserem Online Shop vorbei schauen. Dort können Sie unter anderem Berberitzen oder Hortensien kaufen.

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Welche Pflanzen blühen im Juni?

  • Blühende Blumen im Juni: Große Sterndolde, Hortensie, Pfingstrose, Prachtspiere, Petunien, Steppen-Salbei, Taglilie, Wunderblume
  • Blühende Kräuter im Juni: Currykraut, Muskateller-Salbei, Thymian, Zitronenmelisse
  • Blühende Gehölze im Juni: Blüten-Esche, Berberitze, Liguster, Linde, Magnolie, Physalis
Lindenblüten an Ast
Auch Linden blühen im Juni [Foto: Insolite/ Shutterstock.com]

Nützlinge im Juni unterstützen

Nützlinge im Garten sind unersetzbar – darum ist einer der wichtigsten Gartentipps für den Juni, dass man den kleinen Tierchen einmal für ihre Arbeit dankt und ihnen etwas unter die Arme greift. Dabei kann man Nützlinge schon mit kleinen Veränderungen im Garten unterstützen: Der Verzicht auf chemische Schädlingsbekämpfung und der Einsatz organischer Dünger kann für Biene, Hummel und Co. bereits einen riesigen Unterschied machen. Auch eine Nisthilfe für Wildbienen oder ein Hummelnistkasten hilft den fleißigen Insekten. Zusätzlich kann man die Tiere durch die Wahl insektenfreundlicher Pflanzen unterstützen: Viele bienenfreundliche Kräuter versorgen die fleißigen Bestäuber beispielsweise im Juni mit Nektar und Pollen. Zusätzlich bietet es sich wunderbar an, während der Gartenarbeit im Juni eine Blumenwiese anzulegen. Durch nützlingsfreundliche Saatgutmischungen geht diese Arbeit schnell von der Hand und bereits nach wenigen Wochen finden die kleinen tierischen Helfer ein sattes Buffet vor, das ihnen hilft, ihre Energiereserven für den Winter aufzufüllen.

Wenn Sie mehr über nützlingsfreundliches Saatgut erfahren möchten, besuchen Sie doch mal unseren Shop, dort warten die Plantura Bienenweide und weitere insektenfreundliche Samen auf Sie.

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Weitere Gartenarbeiten im Juni

Nicht nur das Obst- und Gemüsebeet sollte während der Gartenarbeit im Juni gepflegt werden. Neben Ernte und Aussaat müssen noch einige weitere Dinge erledigt werden, damit der Garten in Schuss bleibt. Zu unseren weiteren Gartentipps für den Juni zählen:

Gießen: Damit die Ernte im Spätsommer gut ausfällt, sollte im Juni darauf geachtet werden, dass alle Obstbäume ordentlich mit Wasser versorgt werden. Eine zusätzliche Abdeckung des Wurzelbereiches mit Mulchscheiben aus Kokosfasern oder Rindenkompost vermindert zusätzlich die Verdunstung im Wurzelbereich.

Mehrfachtragende Erdbeeren düngen: Erdbeeren sind im Sommer ein besonders leckeres Vergnügen. Damit dies auch nach dem Juni so bleibt, ist eine regelmäßige Nährstoffversorgung notwendig: Besonders mehrfach tragende Erdbeersorten sollten im Juni mit einem organischen Dünger wie dem Plantura Bio-Tomatendünger versorgt werden, um einen Nährstoffmangel zu vermeiden.

Weinreben schneiden: Damit der Weinlese im Herbst nichts im Wege steht, ist es wichtig die Pflanzen während der Blühphase zu beschneiden. Beim Sommerschnitt der Weinreben (Vitis vinifera) wird jeder Fruchttrieb über dem vierten bis fünften Blatt hinter dem letzten Blütenstand abgeschnitten, damit die künftigen Trauben mehr Licht und Wasser zum Wachsen zur Verfügung haben – nur so entstehen süße, aromatische Trauben.

Weinrebe wird geschnitten
Damit die Weinlese gelingt, muss die Weinrebe regelmäßig geschnittern werden

Rosen schneiden und düngen: Bei öfter blühenden Rosensorten (Rosa) kann das Abschneiden der verblühten Blütenstände das Wachstum und die Blütenbildung der Rose noch einmal steigern. Zusätzlich sollten öfter blühende Rosensorten Ende Juni noch ein letztes Mal gedüngt werden, damit sie ihre Blüte in voller Pracht präsentieren können. Hierzu eignet sich vorzugsweise ein spezieller Rosendünger, wie der Plantura Bio-Rosendünger.

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Rosmarin und Lavendel stutzen: Damit Rosmarin (Salvia rosmarinus) und Lavendel (Lavandula angustifolia) ordentlich in Form bleiben, sollte man sie im Juni einmal zurechtstutzen. Beim Schneiden des Rosmarins werden dabei die Triebspitzen nach der Blüte eingekürzt, damit die Pflanze nicht von unten verkahlt. Ähnlich hält es sich beim Schnitt von Lavendel.

Tomaten ausgeizen und Gurken ausdünnen: Geiztriebe an Tomaten (Solanum lycopersicum) benötigen nicht nur viel Platz, sondern können sich auch negativ auf den Ertrag auswirken. Damit das nicht passiert, werden die Geiztriebe im Juni von den Tomaten entfernt. Damit Salatgurken (Cucumis sativus) nicht zu viele Früchte bilden, müssen sie ebenfalls ausgedünnt werden. Dafür wird nur die erste Frucht an jedem sechsten Blatt eines Seitentriebes an der Pflanze belassen – alle anderen Früchte und Seitentriebe werden entfernt.

Rasen pflegen: Damit der Rasen gepflegt aussieht, besteht die Gartenarbeit auch im Juni zu großen Teilen aus der Rasenpflege. Regelmäßiges Rasenmähen hält das Gras in Form und sorgt für eine Verdichtung der Grasnarbe. Kleinere kahle Stellen, beispielsweise durch Hundeurin auf dem Rasen, können im Juni noch problemlos mit einem Rasenreparaturset, nachgesät werden, sodass sich das Gras passend zum Sommer wieder in seiner vollen Pracht zeigt.

Rasen wird im Sommer gemäht
Im Juni sollte man regelmäßig den Rasen mähen [Foto: Tretyakov Viktor/ Shutterstock.com]

Baumscheiben freihalten: Gerade im Frühsommer wachsen zahlreiche Kräuter und Gräser rund um die Bäume im Garten. Damit es nicht zum Konkurrenzkampf oder der gefürchteten Kragenfäule kommt, sollte der Bereich um den Stamm gejätet und anschließend gemulcht werden.

Formschnitt an Hecken und Sträuchern: Damit Hecken und Formgehölz in ihrer Form bleiben, sollte ein regelmäßiger Schnitt erfolgen. Der Formschnitt an Buchsbaum (Buxus sempervirens), Lorbeer (Laurus nobilis) oder anderen immergrünen Hecken findet am besten Ende Juni statt, da das Wachstum der Pflanzen ab diesem Zeitpunkt nachlässt und sie somit ihre Form behalten. Jedoch sollte man sich in Zurückhaltung üben: Da viele Vögel im Juni noch Brüten, sind nur Formschnitte und keine radikalen Rückschnitte erlaubt. Sollte sich ein Vogelnest in der Hecke befinden, empfiehlt es sich, den Formschnitt nach hinten zu verschieben, um die gefiederten Tiere nicht zu stören.

Rhabarber pflegen: Ab dem 21. Juni ist die Rhabarbersaison offiziell vorbei, da die Oxalsäure-Konzentration sonst zu hoch wird. Trotzdem sollte man den Rhabarber (Rheum rhabarbarum) nicht links liegen lassen: Damit die Pflanze auch im nächsten Jahr gut gedeiht, sollte man seinen Rhabarber düngen, indem man zwei bis drei Liter Kompost in den Boden einarbeitet.

Auch im Juli werden einige Aufgaben im Garten auf Sie warten. Weitere Informationen zu den Gartenarbeiten im Juli erhalten Sie in diesem Artikel.